Donnerstag, 15. März 2018

Comicreview: Elves (Vol. 1 - 17)

Noch letztes Jahr bin ich eher zufällig die zuerst auf Französisch unter dem Nahmen Elfes beim Comicverlag Éditions Soleil erschienene Comicreihe gestoßen, aber danach im Laufe der Zeit wieder vergessen. Das lief ungefähr so ab: "Hey, dieser erste Teil, also The Crystal of the Blue Elves, klingt doch recht interessant? Ganz klassisch High Fantasy mäßig, das sollte ich mir merken ..." Erst in den letzten Wochen habe ich mich wieder an sie erinnert und, nicht übertrieben ausgesprochen, bisher 17 Bände innerhalb kürzester Zeit weggelesen als hinge das Schicksal der ganzen Welt davon ab 😂

Na, Interesse am Entdecken eines Universums, das ebenso vertraut wirkt wie andere bekannte Fantasy-Welten, aber trotzdem auch die Pforte zu neuen Abenteuern öffnet? Geschichten über Verbündete, Feinde und epische Kämpfe wie bei Tolkiens "Der Herr der Ringe", Christopher Paolinis Eragon-Bücher, den Elfen-Welten von Bernhard Hennen und einigen Game of Thrones-Vibes? Dann ist Elves (ich habe sie auf Englisch gelesen) vielleicht etwas für euch ...


Die Geschichten sind von Jean-Luc Istin, Nicolas Jarry, Olivier Peru, Eric Corbeyran und Mark Hadrien in Zusammenarbeit mit verschiedenen Zeichnern entstanden. Egal, welches Team für welches jeweilige Volume zuständig war, die Zeichnungen haben mich immer wieder umgehauen! Von den Stimmungen der Charaktere bis zu den epischen Kämpfen, bei denen für das ultimative Feeling nur noch ein epischer Soundtrack im Stil von Howard Shore oder Two Steps From Hell im Hintergrund als Begleitung gefällt hätte, versinkt man völlig in der Welt des Kontinentes Arran.
Die Story beginnt in ersten Volume damit, wie die Elfenkriegerin Lanawyn und ihr menschlicher Begleiter Borom-.... *HUST* ich meinte natürlich Turin auf den mysteriösen Massenmord der Blauelfen von Ennlya, einer kleinen Hafenstad in Nodrënn, stoßen. Die Art, wie die Blauelfen mit ihren Schiffen und dazu der Legende vom blauen Kristall mit den Ozeanen verbunden sind und Wasser bändigen, hat mich sehr an den Wasserstamm in meiner Kindheits-Lieblingsserie Avatar: Der Herr der Elemente erinnert. Mit Blick auf die anderen Volumes, wird mir erst jetzt richtig klar, WIE OFT mich gewisse Elemente von Elves an andere Fantasy-Werke erinnert hat, besonders was das Charakterdesign angeht. Sagen wir mal so: Elrond, Arwen, Legolas und Boromir (der Turin-Klon) aus "Der Herr der Ringe" kreuzen hier mit Sicherheit auf 😏
Vier verschiedene Elfennationen leben zusammen mit Menschen, Zwergen, Orks und Goblins an verschiedenen Ecken des Kontinents Arran. Fokus liegt auf den blauen, grünen, weißen und dunklen Elfen. Was mich bei Elves zuerst gewundert hat, dann aber doch nicht so übel war und sogar Sinn für den Plot ergab, ist wie die einzelnen Volumes zuerst recht zusammenhanglos wirken. Lanawyn und ihr Volk von Blauelfen werden Teil einer mächtigen Prophezeiung, während die leiderfüllte Seele des Weißelfen namens Fall mit einem Drachen verbunden ist (Eragon ...!) und der junge Gawyn in der Zitadelle der Dunkelelfen in die Mysterien der Assassinen eingeweiht wird. Und wenn eine Sache ALLE Elfen verbindet, dann ist es die Tatsache, dass sie alle irgendwie immer episch, perfekt und gelassen aussehen. Allerdings hege ich im allgemeinen eine Art kollektiven Crush für attraktive Elfen jeglicher Art, NICHT WAHR, THRANDUIL?
Aufgepasst, jetzt kommt der Teil, der stark nach Game of Thrones schreit - in diesen Zeiten der Konflikte zwischen Elfen, Orks und Menschen kommt aus Norden eine gigantische Armee von Untoten anmarschiert. Die gewaltige, brutale Ghoularmee der Elfen-Nekromantin Lah'Saa vernichtet ganze Städte, zerfetzt gnadenlos alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Wer gebissen wird, verwandelt sich ebenfalls in einen seelenlosen, hungrigen Ghoul ... Na jaaa, sonderlich neu oder einzigartig ist dieses Szenario nicht mehr, was? 😜
Ab einem gewissen Punkt ist mir noch etwas aufgefallen, sozusagen ein Kritikpunkt ... So sehr ich Elves mag (trotz der recht vorhersehbaren High Fantasy-Handlung), merkt man doch ab einem gewissen Punkt, wie sich trotz einiger Plottwists manche Handlungsverläufe wiederholen. Du weißt dann einfach, was passieren wird. Hey, siehe da, du hast noch vor dem Beenden grob 70% des Plots tatsächlich selbst erraten!

Nee, mal im Ernst, trotzdem hat mich Elves total fasziniert und ich konnte mich kaum von der Handlung losreißen. Wollt ihr noch mehr wissen? Dann schaut mal bei den Seiten von Éditions Soleil oder Comixology vorbei, während ich mich freue, bald bei den nächsten Bänden weiterzulesen. Vielleicht habe ich ein paar von euch jetzt neugierig gemacht, und falls das der Fall ist, lasst es mich auf jeden Fall wissen ^^

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google