Samstag, 20. Januar 2018

Rezension: Lady Trents Memoiren - Die Naturgeschichte der Drachen von Marie Brennan (Cross Cult)

Die Lebensgeschichte einer Drachenforscherin: ein ruhiges, aber fesselndes Fantasy-Buch mit einer außergewöhnlichen Heldin!

Lady Isabella Trent ist die berühmteste Drachenforscherin. Bereits als kleines Mädchen hat sie gegen die gesellschaftliche Konventionen rebelliert, ihrer Entdeckerlust nachgegeben und zwischen den Seiten der Bücher in der Bibliothek ihres Vaters ihre große Liebe für die Naturwissenschaft entdeckt. Deshalb ist Isabella bereit, das Leben als feine scirländische Lady hinter sich zu lassen und lieber die Geheimnisse der wilden und wunderschönen Drachen zu ergründen.
Ihre erste Chance, endlich den Drachen näherzukommen, bekommt Isabella bei der Expedition nach Vystrana, doch schnell merken sie und ihre Reisegefährten, dass in dem kleinen Gebirgsdorf Drustanev verdächtige Dinge geschehen und auch mit den Drachen etwas nicht in Ordnung ist ...


Ich bin ein simpler Mensch. Wenn ich irgendwo Drachen sehe oder sie erwähnt werden, dann macht es in meinem Gehirn BOOM! und alle Sicherungen brennen durch. Im Ernst, ich liebe Drachen! Als ich zum ersten Mal von ,,Lady Trents Memoiren - Die Naturgeschichte der Drachen" gehört habe...
a) war das ein Muss-ich-lesen-Moment
b) und weil ich es liebe, über Abenteuer mit Drachen zu lesen, ist mir sofort ein Zitat von J. R. R. Tolkien wieder eingefallen: "It simply isn't an adventure worth telling if there aren't any dragons.
und c) wegen der fantastischen Ilustrationen von Todd Lockwood sowieso Liebe auf den ersten Blick. Checkt unbedingt seinen Instagram-Account (todd.lockwood) oder seine Seite. Die Bilder dort sind dermaßen EPISCH, Lockwood ist ein unglaublich toller Zeichner!

Also, zurück zum Buch: wenn ihr hier viel Action und eine Geschichte ausschließlich nur um Drachen erwartet, dann muss ich euch enttäuschen. Als erster Band einer Reihe erzählt Marie Brennan bzw Lady Trent im Rückblick ihre ersten unbeholfenen Schritte auf dem weiten, unergründeten Gebiet der Drachenforschung. Man merkt sofort einen großen Unterschied zwischen der jungen, impulsiven Isabella und der älteren, reiferen Lady Trent, deren Erzählstil ich wundervoll ruhig und "plauderhaft" finde, fast als würde sie persönlich mit einem über ihre Lebensgeschichte sprechen. Dramatische Ereignisse fasst sie locker zusammen und die wissenschaftliche, unemotionale Denkweise passt gut zu den Memoiren einer Wissenschaftlerin.

Abgesehen von Lady Trent waren die anderen Charaktere eher blasse Randfiguren, die einen nicht wirklich bewegen und man eher mit einem Schulterzucken abtut, während die eigentliche Drachenforschung im Laufe des Buches wegen anderer Verschwörungen in den Hintergrund rückt ... Trotzdem hat mich das Buch bis zur letzten Seite nicht los gelassen, weshalb ich es stundenlang nicht aus der Hand legen konnte und mich jetzt umso mehr auf die Folgebände freue. ,,Die Naturgeschichte der Drachen" ist ein ruhiges, auf unspektakuläre Weise faszinierendes Fantasy-Buch - perfekt für bequeme Lesestunden in einer Welt voller fremdartiger Drachen und mit einer außergewöhnlichen Heldin!

Kommentare:

  1. Habe gestern endlich das Buch gekauft! Und auch schon mal reingeblättert und es scheint sehr amüsant geschrieben zu sein! Und Drachen! *-* Hast du schon die Cover für die nächsten zwei Bände gesehen? Die sehen ja auch super schön aus!

    LG Hanna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sehr gut ^^ Ja, Lady Trent hat durchaus ihren eigensinnigen Humor und von den Covern fange ich erst gar nicht an, die Drachen sind einfach nur TRAUMHAFT!!

      Löschen