Donnerstag, 14. Dezember 2017

Rezension: Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs

DIE INSEL DER BESONDEREN KINDER: durchaus makaber und faszinierend, aber für mich trotzdem nicht 100% überzeugend

Jacob ist mit den fantastischen Geschichten seines Großvaters aufgewachsen, über eine Insel, die fern vom Lauf der Zeit existiert und auf der Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten leben. Was er zuerst für reine Schauermärchen für Kinder gehalten hat, entwickelt sich unerwartet zu der größten Wende in seinem Leben, als er nach dem mysteriösen Tod seines Großvaters entdeckt, dass vielleicht nicht alles an diesen Geschichten rein erfunden ist ...
Die Suche nach der Wahrheit führt Jacob nach Cairnholm, wo er verborgen in einer Zeitschleife tatsächlich auf Miss Peregrine die Kinder aus den Erzählungen seines Großvaters trifft. Doch die Welt der besonderen Kinder scheint auf den ersten Blick wunderschön, aber Jacob merkt nicht, dass er eine tückische Bedrohung auf die geheime Insel geführt hat ...

War nicht eine Zeit lang ein Hype um ,,Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs? Ich kann mich gerade nicht daran erinnern, aber letztes Jahr gehörte die Verfilmung von Tim Burton eindeutig zu meinen Lieblingsfilmen. Zeitreise! Monster! Miss Peregrine und ihre Kinder alle mit Kräften fast wie die X-Men! Die Atmosphäre und erst recht der epische Soundtrack! Erst jetzt habe ich endlich auch das Buch gelesen und ... Joa, das ist wohl eine der Ausnahmen, wo mir die Verfilmung eindeutig mehr gefallen hat als das Buch.

Die Grundidee von Ransom Riggs ist wirklich außergewöhnlich und wunderschön dargestellt - bei seinen Beschreibungen kommt es einem echt so vor, als würde man an Jacobs Seite alles zusammen erleben. Magie pur! Jacob selbst ist ein recht sympathischer, im Grunde durchschnittlicher Junge, der lange zuerst mit seinen Erlebnissen zu kämpfen hat nach dem brutalen Mord seines Großvaters: alptraumhafte Monster, bei denen Jacob lange gar nicht unterscheiden kann, ob sie eingebildete Nebeneffekte seines Traumas sind oder mehr hinter allem steckt als er ahnt ... Zusätzlich gibt es im Buch einige echt makabre Fotos, die auch im Buch selbst immer wieder eine besondere (!) Rolle spielen. Die Welt der besonderen Kinder, ihrer Ymbrines (Beschützerinnen) und den Hollowgasts ist auf jeden Fall einzigartig --- und trotzdem fehlte mir die Nähe zur Geschichte.
Vielleicht liegt es an dem manchmal ziemlich gestelzten Schreibstil oder dass über sehr lange Strecken nichts passiert, außer dass die Kinder und ihre Welt vorgestellt und erklärt wird - irgendwie finde ich das Buch gut, aber trotzdem fühlte ich mich der Geschichte nie richtig "nah". Auch diese gezwungene Lovestory zwischen Jacob und Emma hat mich genervt, weil sie eigentlich schon mit seinem Großvater etwas hatte und altersmäßig seine Oma sein könnte und abgesehen davon es alles dermaßen gezwungen und überflüssig für die Handlung ist. 

Wer weiß, jedenfalls bin ich einerseits gut in das Buch reingekommen, habe es in 3 Tagen relativ schnnell beendet ... und hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass trotzdem etwas fehlt und auch handlungsmäßig lage kaum etwas geschieht. Sozusagen ein durchaus gutes Buch, das mich aber im Gegensatz zur Verfilmung nicht sonderlich begeistern konnte.

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