Mittwoch, 15. November 2017

Rezension: Shadowblack (Spellslinger #2) von Sebastien de Castell (Hot Key Books)


SHADOWBLACK: der Weg in ein neues fantastisches Leseabenteuer von Sebastien de Castell!

It's a few months since Kellen left his people behind. Now aged sixteen, Kellen is an outlaw, relying on his wits to keep him alive in the land of the Seven Sands. He misses home, he misses family and more than anything, he misses Nephenia, the girl he left behind. 
Then he meets Seneira, a blindfolded girl who isn't blind, and who carries a secret that's all too familiar to Kellen. Kellen and Ferius resolve to help - but the stakes are far higher than they realise. A Shadowblack plague is taking hold - and Kellen can't help but suspect his own people may even be behind it.

Wie ein weiser Mann einst (nicht) sagte: Sebastien de Castell ist kein normaler 0815-Autor, sondern höchstwahrscheinlich ein Magier. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass seine Bücher immer dermaßen fantastisch, einzigartig und auch witzig sind. Die Welt von "Spellslinger", dem Vorgänger-Band, hatte mich ja bereits in ihren Bann geschlagen: ein junger Jan'Tep-Magier, der seinen Leuten den Rücken zukehren muss, sowie eine mysteriöse Argosi-Wanderin, deren Lebensweisheiten und Witz sich kaum messen können an dem fiesen Sarkasmus einer sprechenden squirrel cat. Erwartet messerscharfe Spielkarten, Explosionen und magische Gefechte und vielleicht sogar die Entdeckung eurer nächsten Lieblings-Buchreihe ...

Die Geschichte ist dieses Mal langsamer als in "Spellslinger" in Fahrt gekommen, es passiert im ersten Viertel nur sehr wenig - aber das war nicht langweilig, weil allein schon Ferius' und Kellens Gespräche einen hohen Unterhaltungswert haben. Kann ich mal ganz, gaaanz besonders betonen, wie sehr ich Ferius' Art verehre? Lässig, immer mit einem mysteriösen und tiefsinnigen Spruch auf den Lippen, eine Frau, die weiß, welchen Weg sie im Leben gehen möchte. Ich liebe ihre Lektionen für Kellen, der sich noch nicht mit seinem neuen Leben als Ausgestoßener anfreunden kann.

So sehr ich de Castells Schreibstil und ausführliches Worldbuilding liebe, hat mir bei "Spellslinger" das gewisse überraschende, unvorhersehbare Etwas gefehlt. Seneira ist ein interessanter Charakter und ich mag die Idee der Akademie in den Seven Sands, aber trotzdem ist "Shadowblack" nicht wie die tückenreichen Intrigen der Magier wie im ersten Band. ABER (Natürlich muss jetzt ein "Aber" kommen) trotzdem war jede Seite für mich eine fantastische Rückkehr zu tollen, authentischen Figuren in einer verblüffenden Fantasy-Welt. Diese Reihe empfehle ich also herzlichst weiter, wenn ihr keine Lust auf Standard-Fantasy über Elfen, Orks und Drachen habt 😏

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