Mittwoch, 22. November 2017

Rezension: Mask of Shadows von Linsey Miller (Sourcebooks Fire)

Ein genderfluider Assassine, ein tödlicher Wettkampf ... und jede Menge Klischees zum Augenverdrehen!

Sallot Leon is a thief, and a good one at that. But gender fluid Sal wants nothing more than to escape the drudgery of life as a highway robber and get closer to the upper-class and the nobles who destroyed their home. 
When Sal steals a flyer for an audition to become a member of The Left Hand - the Queen's personal assassins, named after the rings she wears - Sal jumps at the chance to infiltrate the court and get revenge. But the audition is a fight to the death filled with clever circus acrobats, lethal apothecaries, and vicious ex-soldiers. A childhood as a common criminal hardly prepared Sal for the trials. And as Sal succeeds in the competition, and wins the heart of Elise, an intriguing scribe at court, they start to dream of a new life and a different future, but one that Sal can have only if they survive.

Dieses Buchcover ist GÖTTLICH - Farben und Schriftart, das silbrige Schimmern, die gekreuzten Messerklingen, einfach alles daran ist perfekt! Auch auf das Buch selbst habe ich mich sehr gefreut, denn beim Klappentext war mein erster Gedanken: "YASSS! Endlich mal wieder etwas ganz anderes! Will ich lesen!" Und, das muss man schon sagen, Charaktere und Weltenkonzept sind in Linsey Miller's Debüt wirklich genial gelungen ... Während die Handlung selbst sich starr und verzweifelt an einem Schema à la "Throne of Glass", Victoria Aveyards "Red Queen" und "Die Tribute von Panem" festklammert.

Die Wettkampf-Idee mit dem üblichen "Viele junge Leute sollen sich gegenseitig alle umbringen und wer gewinnt, ist bereits von Seite 1 an klar" ist bereits ein sehr arg abgegrastes Gebiet. "Kingdom Igna sucht den Super-Assassinen", hahaha. Haha. Ha... ABER, ich muss schon sagen, die Assassinen der Left Hand sind auf ihre Weise sehr cool, in schillernden Masken, badass und wie eine sehr geheimnisvolle Familie. 
Ebenso Sal - Sal ist defintiv kein normaler Protagonist. Durchaus arrogant, gehetzt von einer grausamen Vergangenheit und Rachewahn, und genderfluid. Sal wird von allen Seiten gleich akzeptiert und bevorzugt für sich selbst die Pronomen she, he oder they. Den LGBT-Aspekt in "Mask of Shadows" finde ich großartig umgesetzt, auch wenn mich verwirrt hat, wie laut Sal, das, was sie anziehen, aussagen soll welches Geschlecht sie heute haben. Ich meine, Klamotten haben kein Gender ...?

Und der Plot erst! Mehr als die Hälfte über passiert nichts, nur Sal und die anderen Teilnehmer (mit Nummern statt Namen, also 1 - 23) wie sie sich gegenseitig anzicken. Erst in den letzten Kapiteln kommt mehr Spannung auf, allerdings sind die politischen Intrigen so verwirrend, dass ich fast schon vermute, dass sich die Autorin ab irgendeinem Punkt selbst verzettelt hat. 
Oh, und noch etwas - mein (Nicht-)Lieblingaspekt! Also, Sal sagt sich selbst die Namen derer vor, die sie töten wollen - das waren diese Stellen, wo ich gerne ein Schild mit der Aufschrift " <---ARYA STARK" in die Höhe halten wollte 😂 Bei so vielen Fantasy-Erscheinungen der letzten Jahre ist das fast schon zu einer Art Klischee geworden, recht nervig, finde ich jedenfalls ...
Mann, ich bin sehr zwiegespalten, was "Mask of Shadows" angeht. Es liest sich sehr flüssig, Linsey Miller hat einen guten Schreibstil und Sal habe ich gerade wegen ihren ungewöhnlichen Charakterzügen durchaus ins Herz geschlossen. Der Wettkampf um die Stelle des neue Assassinenn Opal ist so vorhersehbar, bietet trotzdem aber einen großen Nervenkitzel. Sehe ich also auch über die offensichtlichen Klischees hinweg, ist "Mask of Shadows" trotz allem unterhaltsam, wenn auch nicht das Beste. Muss man nicht gelesen haben, obwohl das Cover an sich im Bücherregal durchaus wie ein JUWEL aussieht, nicht wahr ^^

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