Sonntag, 5. November 2017

Rezension: Blade of the Destroyer (The Last Bucelarii #1) von Andy Peloquin

BLADE OF THE DESTROYER: Ein verlorener Assassine in einer verdorbenen Stadt. Krass und sehr düster!

The Hunter of Voramis is the perfect assassin: Ruthless, unrelenting, immortal. Yet he is haunted by lost memories, bonded to a cursed dagger that feeds him power yet denies him peace of mind. Within him rages an unquenchable need for blood and death. When he accepts a contract to avenge the stolen innocence of a girl, the Hunter becomes the prey. The death of a seemingly random target sends him hurtling toward destruction, yet could his path also lead to the truth of his buried past?

Ich muss zugeben, Dark Fantasy und Grimdark sind manchmal sogar noch reizvoller für mich als klassische High Fantasy. Die gesamte Atmosphäre bei Dark Fantasy ist oft packender, wie eine Art Sog oder Schwarzes Loch, wo du von Anfang an weißt, dass es in dieser Geschichte keine Gnade gibt und ihre Anti-Helden von inneren Konflikten zerrissen sind, trotzdem noch an ihrer letzten Hoffnung festhalten im Kampf gegen eine grausame Welt ... 
I've tried to ignore the pain my whole life, tried to distract myself from feeling the desolation of being alone in this world. (...) Let it be over, he thought. I'm tired of being alone, being an outcast, being rejected.
"Blade of the Destroyer" ist das erste Buch aus der The Last Bucelarii-Welt des Selfpublishers Andy Peloquin und wird garantiert nicht das einzige Buch sein, dass ich von diesem Autoren noch lesen werde! Statt einer Gruppe Helden, die duch das Land zieht um das Böse zu vernichten, spielt hier alles in der Stadt Voramis und allein dagegen steht The Hunter. Kein Name, keine Vergangenheit, nur ein unsterblicher Assassine, der in seinem Kopf die nach Blut dürstenden Stimmen seines verfluchten Dolches hört. Jetzt zum ersten großen Highlight: die Charakterentwicklung! The Hunter ist faszinierend, ein Mysterium für sich selbst und entfaltet im Laufe des Buches eine finstere emotionale Tiefe im Kampf gegen sein Erbe und seinen Fluch.
Andy Peloquin hat dem Hunter so viel Charakter, Widrsprüchlichkeit und zugleich Gewissen verliehen, dass gegen ihn alle anderen Figuren fast schon blass erscheinen - aber nur fast, weil sie alle interessante Rollen in diesem Spiel aus Lügen, Verrat und Mord spielen.

Voramis ist der perfekte, geheimnisvolle Schauplatz in dieser Welt, wo die Götter und Dämonen der Urzeiten nach wie vor über das Schicksal der Menschen entscheiden - denn das Worldbuilding hat mich auch auf voller Linie überzeugt. Interessante Schauplätze, eine eigene Mythologie, verschiedene Gruppierungen wie z.B. The Dark Heresy, The Bloody Hand oder The Beggar Priests ... "Blade of the Destroyer" hat einfach alles, was eine sehr gute, finstere Fantasy-Welt ausmacht!

Mein Fazit? "The Last Bucelarii: The Blade of the Destroyer"  ist auf jeden Fall ein schnell und packend geschriebenes Dark Fantasy-Abenteuer, mit rasanten Kampfszenen über den Dächern und in den schmutzigen Gassen einer bedrohlichen Stadt und einem faszinierenden Anti-Helden. Ein wenig hat mich das Buch an Die Kreatur mit der stählernen Maske von ASP erinnert, Stimmung und Lyrics bei diesem Song passen erstaunlich gut zu The Hunter und seiner Suche nach sich selbst ...

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