Freitag, 24. November 2017

Animereview: BLAME! (2017)

Blame!


Dauer: 106  Minuten
Meine Bewertung: 
Handlung: Die menschliche Zivilisation ist zusammengebrochen und existiert nur noch im Geheimen unterhalb der gigantischen, sich ständig selbst reprouzierenden Geflecht der "Megastruktur", eine unendlich wachsend Stadt voller brutaler Cyborgs und Roboter, die ihre eigenen Schöpfer vernichten wollen. Nur ein Mensch mit dem Netzwerk-Gen kann wieder die Kontrolle über die Megastruktur gewinnen, und nach solch einem sucht der geheimnisvolle Killy und schließt sich einer Gruppe von Menschen an, die Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen müssen ...


Trailer:
Eindrücke & Gedanken: Na gut, wo fange ich hier nur an ... Anime und Cyberpunk klingen ja immer vielversprechend - außer wenn es um den Netflix-Anime Blame! geht. Bitte, streicht das B am Anfang. So ergibt sich ein viel passenderer Titel, und zwar LAME! Ein fantastisches Setting, aus dem man so eine megakrasse Story hätte machen können, aber auf halbem Weg dahin einschläft und selber nicht mehr weiß, was es eigentlich will. Sicher kennt ihr das: es gibt mitreißende Filme, die dauern bis über 2 Stunden, die dann aber wie im Nichts vergehen, während ich bei Blame! bereits ab Minute 45 gedacht habe: "Aha ... Ich verstehe nicht, was hier vorgeht, aber vielleicht wird es ja noch spannender ... vielleicht ...?"
Wie wenig schon mal einem die Charaktere ausmachen, lässt sich daran feststellen, dass ich mich an keinen einzigen Namen mehr erinnern kann. Killy, klar, an den erinnere ich mich, denn abgesehen davon, dass bei ihm 0% Emotionen vorhanden sind, sind seine optischen Auftritte recht cool in Szene gesetzt. Und das war's auch schon. Es gibt viele Charaktere, aber sie sind alle dermaßen eindimensional, austauschbar und unoriginell - was alles auch noch durch die ziemlich lahmen und laaang gezogenen Dialoge verschlimmert wird. Verwirrendes Gerede, sehr viel verwirrendes Gerede um nichts.
Aber: Setting und die 3D-Animation sind sehr cool. Im Gegesatz dazu, was viele an Blame! in erster Linie kritisiert haben, mag die leicht ruckelige Art der Bewegungen - erinnert ganz fern an Stop-Motion-Filme, die so ähnlich keine fließenden Bewegungen haben. Auch die Grundidee mit der Welt der Megastruktur und Killy als einsamen Wanderer in einer bedrohlichen Welt hätte so viel besser umgesetzt werden können ... Ich weiß nicht so recht, zum größten Teil überwiegen bei diesem dystopischen Animefilm eindeutig die Minuspunkte - schade, irgendwie hatte ich was ganz anderes erwartet ...

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