Sonntag, 29. Oktober 2017

Rezension: Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski (dtv)

Düster, geheimnisvoll und mit außerordentlich gutem Humor: meine erste Begegnung mit Geralt von Riva! 

Geralt von Riva zieht jeden Tag durchs Land, ist aber kein gewöhnlicher Wanderer: als Hexer verdient er sein Leben damit, Kreaturen der Finsternis zu jagen und zu töten. Dämonen, Hexen, Teufel und andere Wesen wie Elfen und Naturgeister sind seine Beute, und auch die Menschen meiden den seltsamen Mann mit den reinweißen Haaren. Doch wer ist Geralt, welche Geheimnisse und Ängste verfolgen ihn unentwegt?
Alle Abenteuer von Geralt sind Geschichten für sich, voller verbitterter Feinde und überraschenden Freunndschaften. Doch als Geralt eines Tages einen bösartigen Luftgeist befreit, führt ihn der verhängnisvolle Weg des Schicksals zur mächtigen Zauberin Yennefer...

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich ein Fantasy-Freak bin. Deswegen habe ich durchaus schon oft von Sapkowski's Buchreihe gehört und selbstverständlich auch von den The Witcher-Games (die übrigens eine Netflix-Serie werden soll!). Erst jetzt wegen einer besonderen Empfehlung und nach vielen andere Büchern, die immer wieder dazwischen gekommen sind, habe ich endlich den legendären Geralt von Riva kennengelernt - und, verdammt, das war guuut!

Sapkowskis Welt ist sagenumwoben und hat in manchen Geschichten viele Parallelen zu klassischen Märchen (Die Schöne und das Biest = Nivellen, und dann noch die etwas sadistischen Psycho-Mutanten-Versionen von Schneewittchen oder Rapunzel). Zu den großen Pluspunkten des Buches gehört auf jeden Fall die "kreative" Sprache der Alten und Geralts trockener Sarkasmus, denn nicht nur mit Waffen ist er ein Meister im Kampf, sondern jede seiner Bemerkungen ist perfekt, sarkastisch, trocken und hat mich immer zum Grinsen gebracht ... "A d'yaebl aép arse" - ich liebe diese melodische Sprache der Alten, die hier immer wieder erwähnt wird. Übersetzt heißt dieser Satz laut dem Fandom Wikia von The Witcher etwas wie "A devil up your arse" 😂😂 
Rittersporn, Nenneken (oder Nenekken? Nennekken? Ich hab es vergessen) und Yennefer sind alle ungewöhnliche Persönlichkeiten, die Geralt immer zur Seite stehen, ob er will oder nicht. Griesgrämige, sarkastische Einzelgänger, die in Gaststätten Geprügel anzetteln und einen ganz eigenen Charme haben - ganz am Anfang von "Der letzte Wunsch" hatte ich echt starke Castlevania-Vibes. Yep, Trevor Belmont lässt grüßen...!
,,Der letzte Wunsch" ist von Anfang bis Ende spannend und ein guter Einstieg in ein neues Fantasy-Universum ... aber trotzdem bleibt es nach wie vor ein Prequel, mit einzelnen Lebensabschnitten und Geschichten, die nur lose einem roten Faden folgen. Ich habe aber sehr hohe Erwartungen an die nächsten Bände, und kann euch auch nur weiterempfehlen, ebenfalls Geralts Abenteuer in diesem Buch zu entdecken ^^

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch vor ein paar Jahren gelesen und es gefiel mir. Kürzlich habe ich den ersten Band der eigentlichen Saga gelesen und der gefiel mir sogar noch besser. Der Empfehlung kann ich mich also nur anschließen! :)

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  2. Die Witcher-Bücher möchte ich auch unbedingt noch lesen, ich suchte Witcher 3 schon als Spiel und bin gant gespannt drauf =)

    Liebste Grüße

    Vivka

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    1. Auf die Bücher bin ich auch erst neugierig geworden, als mir jemand die Witcher-Spiele empfohlen hat - die will ich auch gerne mal ausprobieren, aber brauche dazu erst mal einen neuen Laptop, auf meinem alten würden die garantiert nicht gescheit gehen :D

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    2. Ich spiele ja auf der PlayStation ^^ Aber gerade der dritte Teil ist so so wunderbar =)

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