Sonntag, 24. September 2017

Rezension: Trix Solier - Odysee im Orient von Sergej Lukianenko (Gulliver)

Hogwarts, LOTR und Mercedes in einer Fantasy-Welt? Für Lukianenko kein Problem in dieser genialen Fortsetzung!

Trix Solier hat es satt: Nach seinen letzten großen Abenteuern und Heldentaten sitzt er nur noch im Turm des Zauberers Radion Sauerampfer und muss sich mit alberner Alltagsmagie herumschlagen. Aber das ist nicht, was ihm als Leben eines Zaubererlehrlings vorschwebt! Es scheint wie ein glücklicher Zufall, dass eines Tages der Drache Ilin bei ihm um Hilfe bittet, denn im Reich von Samarschan möchte ein mysteriöser Zauberer namens "Der Mineralisierte Prophet" in den Krieg gegen die Welt ziehen. Bisher hat noch niemand das Geheimnis des Mineralisierten Propheten ergründen können, aber Trix ist nicht allein und stürzt sich mit seinen Gefährten in eine Welt voller List, Drama, Zauberei, Assassinen und Wundermaschinen ...

Wie kann man Sergej Lukianenko nicht mögen? Wo ich mich beim Lesen des Vorgängers "Trix Solier - Zauberlehrling voller Fehl und Adel" noch gefreut habe, dass die Reihe nur eine Dilogie ist, bin ich jetzt (EXAKT wie ich auch vermutet habe!) etwas traurig, dass jetzt schon wieder Schluss ist. Wo sonst findet man sonst eine Fantasy-Welt, bei der es vor genialen Anspielungen auf unsere "Realität" geradezu wimmelt? Dezente Anspielungen auf Spiderman, The Lord of the Rings, Hogwarts, Automarken wie BMW und Mercedes ... Was auf den ersten Blick vielleicht seltsam erscheint, hat mich so oft zum Lachen gebracht 😂

Auch die Charaktere sind mir bereits zuvor ans Herz gewachsen, aber man merkt einen gewissen Wandel, z.B. dass Trix nach Band 1 inzwischen viel weniger naiv ist und Tiana inzwischen auch nicht mehr dieselbe Fürstin. Wie üblich beschreibt Lukianenko alles mit einem gewissen spitzen Sarkasmus, bei dem selbst der schreckliche untote Ritter Gavar sofort irgendwie ... halt irgendwie humorvoller rüberkommt, während die Geschichte selbst vor Witz und Abenteuern buchstäblich platzt! Eindeutig noch spannender als das erste Buch, bei dem die Story erst ein wenig stockend in Fahrt kam, während es hier dagegen rasant wie auf Drachenschwingen zugeht (im wahrsten Sinne des Wortes, vertraut mir!)

Ein kurzweiliges, leider viel zu wenig beachtetes Abenteuer ist die fesselnde Trix Solier-Reihe auf jeden Fall! Ich bin absolut froh, dass ich diese Bücher gelesen habe und Lukianenko hat es sich inzwischen eindeutig verdient, von nun an an der Spitze meiner All-Time-Lieblingsautoren zu stehen. Für mich jedenfalls steht fest, dass ich noch mehr von seinen Bücher lesen will und euch allen empfehle ich, auch ins gefährliche und wundervolle Reich von Samarschan aufzubrechen - selbst wegen den herrlichen Buchcover lohnt es sich die Reihe im Regal zu haben 😏

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