Donnerstag, 14. September 2017

Filmmeinung: King Arthur: Legend of the Sword (2017)

King Arthur: Legend of the Sword


Dauer: 127  Minuten
FSK: 12
Meine Bewertung: 
Handlung: Aufgewachsen in den Gassen Londons, ahnt der mit allen Wassern gewaschene Arthur nichts davon, dass er vom legendären König Uther Pendragon abstammt - bis zu dem Tag als er das Schwert Excalibur aus einem Stein zieht und dessen geheimnisvollen Mächte ihm seine wahre Bestimmung aufzeigen. Die Krone, die Arthur rechtmäßig zusteht, wurde nämlich von einem Tyrannen an sich gerissen und nur zusammen mit der Hilfe des Volkes kann sich Arthur den Schatten des Krieges stellen ...

Trailer:
Eindrücke & Gedanken: Wenn es um Neu-Adaptionen von Legenden, Mythen und Sagen geht, gehen bei mir im Kopf oft ganz leise, aber schrill die Alarmglocken los. Zu oft werden die ursprünglichen Geschichten ins Abstruse verzerrt und obwohl ich mir bewusst bin, dass es ja bei Neuinterpretationen immer eine gewisse künstlerische Freiheit gibt, stehe ich meistens da im Sinne von "Ernsthaft?" Als würde man alles, was den Kern der Legenden ausmacht, nehmen und einfach wegschmeißen ... So eine Art Film ist King Arthur: Legend of the Sword, denn hier ist die Artus-Sage ganz neu umgesetzt worden und das im Grunde gar nicht mal so übel!
Der Anfang hat mich auf jeden Fall in die Story hineingezogen! Die absolut epischen Schlachtszenen sind zwar nicht sehr relevant für den Rest des Films, aber bringen sofort die Stimmung von Fantasy-Abenteuern und tragischen Helden auf. Wenn Ritter im klassischen Bild immer edel und ehrenhaft dargestellt werden, dann ist der von Charlie Hunnam verkörperte Arthur ganz anders: aufgewachsen in den Straßen und in einem Bordell, getrieben von List, Heimtücke und dem Willen, eigentlich gar nicht König zu werden, aber trotzdem mit dem Wunsch anderen zu helfen ... Ja, die Charaktere sind recht gut und dargestellt von recht guten Schauspielern (darunter Aidan Gillen, bekannt als Littlefinger aus Game of Thrones). Abgesehen von dem aufregenden Versprechen eines Fantasy-Schlachtepos und einer eigenwilligen Szenen-Zusammensetzung (schneller Wechsel und Übereinanderlappungen aus vergangenem und aktuellem Geschehen) gibt es aber auch einige Minuspunkte, wie z.B. Momente wo es mit der Logik bei der Umsetzung nicht ganz so gut wie erwartet ablief.

Als Beispiel: bei einem großen Kampf mit Schwertern liegt es logischerweise auf der Hand, das Blut an Schwertern, Kleidung und Leuten zu sehen sein müsste - und trotzdem laufen alle mit blank glänzenden Waffen danach rum und haben nicht mal ein wenig Staub an sich haften. Aufgerundet werden aber diese Mängel durch einen grandiosen Soundtrack, Folk mit donnerndem Beat und einem Lied, bei dem sich meine Nackenhärchen aufgestellt haben - diese ultratiefe Stimme von Sam Lee, einfach unglaublich:
Damit ist King Arthur: Legend of the Sword trotz allem aber ein solider Fantasy-Film, an den ihr aber nicht allzu hohe Erwartungen haben solltet - kein miserabler Flop, aber auch kein sonderlich begeisterndes Highlight, und gut anzuschauen wenn man sich nicht für etwas anderes entscheiden kann ^^

Kommentare:

  1. Für mich vermittelt allein schon der Trailer das, was du hier in deiner Filmreview geschrieben hast: einen relativ durchschnittlichen Fantasy-Film. Dennoch möchte ich mir den Film irgendwann mal anschauen, weil der Arthur im Film einen doch relativ trockenen Humor zu haben scheint auf den ich sehr gespannt bin. Btw, Sam Lees Stimme ist wirklich tollll! *-*

    LG
    Hanna

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    1. Stimmt, das mit dem trockenen Humor trifft schon etwas zu :)) Am besten gefällt mir am gesamten Film nach wie vor der epische Soundtrack! Sag mir dann Bescheid wenn du den Film gesehen hast, ja? ^^

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