Freitag, 21. Juli 2017

Rezension: Stormwielder (The Sword of Light Trilogy Book 1) von Aaron Hodges

STORMWIELDER: Wenn der erwartete Sturm nichts mehr ist als ein grummelndes "Langweilig!" meinerseits


For five hundred years the Gods have united the Three Nations in harmony. Now that balance has been shattered, and chaos threatens. A town burns and flames light the night sky. Hunted and alone, seventeen year old Eric flees through the wreckage. The mob grows closer, baying for the blood of their tormentor. Guilt weighs on his soul, but he cannot stop, cannot turn back. If he stops, they die. For two years he has carried this curse, bringing death and destruction wherever he goes. But now there is another searching for him – one who offers salvation. His name is Alastair and he knows the true nature of the curse. Magic.

"Stormwielder", eines der ersten Bücher des jungen neuseeländischen Autoren Aaron Hodges, hat von der Inhaltsangabe her alles, was ich mir in einem Buch wünschen kann: der Protagonist, Eric, ruft bei Angst extremste Gewitterstürme hervor und die Menschen fliehen beim Anblick seiner stechend blauen Augen. Ein mysteriöser alter Mann und Krieger, allein er kann Eric den Weg weisen. Noch immer schwelende Kriege aus der Vergangenheit, Götter und Dämonen ... Es klang doch alles nach einem spannenden Beginn für die "The Sword of Light Trilogy"!

Zuallererst hat mich gestört, wie klischeehaft das Buch angefangen hat (und, ja, bis zum Ende geblieben ist). Beim 17-jährigen Eric bin ich mir nicht sicher, ob sein Charakter einfach nur so schlecht ausgearbeitet wurde oder der Autor bewusst eine bis zum Himmel stinkende Naivität und Gefühlslosigkeit vorhergesehen hat. Erst als die durchtrainierte, selbstverständlich super-attraktive Jägerin Inken auftaucht, scheint sie auch nur da zu sein, um wohl in die Handlung noch das obligatorische Liebesdrama zu stopfen. Einmal gesehen, und schon schwören sich beide die unsterbliche Liebe fürs Leben. Gut, das mit der sogenannten "Instalove" ist ja inzwischen ein Buch-Klischee geworden, aber muss das denn überall sein?

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr fallen mir die störenden Dinge an "Stormwielder" auf. Alles hat mich stark an die Eragon-Bücher von Christopher Paolini erinnert, sogar die netten Drachen sind dabei und der weise Mentor, der (Ach, vergisst es - aber wenn ihr den Namen "Brom" kennt, wisst ihr, was völlig Vorhersehbar auch in "Stormwielder" passieren wird) ... Der Schreibstil war relativ einfach und hat zur Handlung selbst gepasst: nichts Überraschendes und mit zu vielen glücklichen Zufällen. 
Alles in allem bin ich sehr skeptisch, was die "The Sword of Light"-Trilogie angeht. Juckt es mich zu erfahren wie es weitergehen wird? Leider nicht, denn überwiegend stelle ich gerade nur fest, dass ich mich mehr gelangweilt als unterhalten gefühlt habe!

Kommentare:

  1. Ich finde die Inhaltsangabe schreit schon förmlich "Klischee"... ^^ Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, dass alle Klappentexte von High-Fantasy Büchern gleich schwammig klingen und mich daher nichts reizt, weil die Texte nichts Markantes, Erinnerungswürdiges an sich haben. Deswegen lese ich momentan auch total wenig HF, nur das was ich schon im Regal stehen habe und orientiere mich ansonsten an Rezensionen von Leuten (wie dir zB) denen ich vertraue. Was eigentlich richtig schade ist.

    LG
    Hanna

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    1. Stimmt, ich verstehe genau was du meinst! Und wenn ein Buch mal eine ganz originelle Idee hat, fällt es kaum auf in der Masse. Bei manchen Autoren, z.B. Sebastien de Castell, kann ich mir eigentlich immer sicher sein, dass deren Bücher besonders sein werden. Andere Bücher dagegen nimmt man nur in die Hand und der erste Gedanke ist: "Meh, schon wieder dieser zig-mal durchgekaute Plot?"

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