Sonntag, 7. Mai 2017

Filmmeinung: Logan - The Wolverine (2017)

Logan - The Wolverine


Dauer: 138 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung: ⭐⭐

Handlung: 2029: Seit dem Rückgang der Mutanten hat sich die Welt verändert und die Spuren der Zeit haben auch den Mutanten Logan "Wolverine" gezeichnet. Zusammen mit dem schwer erkrankten Professor X hält Logan sich verborgen, bis plötzlich ein kleines Mädchen namens Laura bei ihnen Zuflucht sucht. Ein mächtiger Konzern ist auf der Jagd nach ihr, denn Laura und Logan verbinden ihre außergewöhnlichen Mutantenkräfte ...
 
Trailer:
Eindrücke & Gedanken: Logan - The Wolverine ist Hugh Jackmans Abschied von seiner Rolle als Wolverine in den X-Men-Filmen - nach also 17 Jahren würde man prinzipiell mit Logan einen epischen Abschied erwarten, ein letzter Tribut an einen prägenden Marvel-Superhelden: atmberaubend, spannend, jegliche Emotionen aufwühlend!
Haha! Ha ... Ihr habt die zwei Sterne da oben gesehen?!
Dann wisst ihr ja schon, dass ich hier leider keine  Filmmeinung im Sinne von ,,Wow! Fantastischer Film, unbedingt anschauen!" parat habe 😐


Ich bin beim Sehen durchaus aufgewühlt gewesen, aber nicht auf die Art, wie ich es erwartet habe - es war ein tiefes, tiefes Gefühl der Enttäuschung. Der Anfang war auf eine gewisse Weise vielversprechend: die düstere Atmosphäre war sofort da und hat perfekt zu dem präsentierten Logan gepasst. Depressiv, müde und erschöpft. Auf eine gewisse Weise habe ich Wolverine zuerst nicht wiedererkannt, aber das ist positiv gemeint: Superhelden können auch schwach und verletzbar werden, ein Thema, das in kaum anderen Filmen dieses Genres aufgegriffen wird. Alles schien vielversprechend und passend zu dem Lied Hurt von Johnny Cash, das in den Trailern vorkam ... 
"I hurt myself today
To see if I still feel
I focus on the pain
The only thing that's real"
Ja, der Schmerz ist real, denn ab den ersten, ziemlich atmosphärischen 20 Minuten ging es für mich persönlich bergab. Und zwar ziemlich steil - im Grunde ist Logan sogar meine erste Filmenttäuschung von 2017. Die Actionszenen, wenn Logan und sein Klon Laura/ X-23 die Klauen ausfahren und wild brüllend um sich herumstechen, waren völllig reizlos und überzogen. Versteht mich nicht falsch: Viele halten Logan für den brutalste X-Men-Film und ich hatte kein Problem mit dem vielen Gemetzel und Blut - es ist eher so, dass ich zum kompletten Film keine "Verbindung" aufbauen konnte.

Eine extreme vorhersehbarere Story, eine endlos depressive Stimmung, kaum Dialoge sondern nur Flüche und Satzfetzen, völlig unseriöse Gegner ... ich bin ziemlich enttäuscht und habe mich mehr als zehnmal gefragt: ,,Wann passiert denn jetzt etwas, wenigstens irgendetwas? Wann ist es denn endlich zuende?!" Das heiß ersehnte Ende war dann das Anti-Highlight schlechthin, das jegliche Freude an Logan letztendlich begraben hat. Meh, ich hasse das Gefühl, mich auf etwas zu freuen und dann mit Langweile und Enttäuschung kämpfen zu müssen.

Positiv will ich eigentlich bloß anmerken, dass die Hauptrollen (so gut es wohl ging bei dem dürftigen Plot) dargestellt wurden und das Setting die melancholische Kulisse von der ersten Minute an einfängt. Was schreibe ich eigentlich so viel? Eigentlich könnte ich diese ganze Review hier mit einem Liedzitat zusammenfassen: I focus on the pain, the only thing that's real ...

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