Mittwoch, 10. Mai 2017

Filmmeinung: Ghost in the Shell (2017)

Ghost in the Shell


Dauer: 107  Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung: ⭐⭐

Handlung: Mira Killian "Major" ist die Erste einer neuen Generation Menschen, erschaffen vom Konzern Hanka Robotics. Seit einem Unfall, der ihr beinahe das Leben gekostet hätte, leben Verstand und Seele - ihr Ghost - in einem nstlichen Körper - die Shell. Sie ist die perfekte Soldatin und widmet sich ganz dem Kampf gegen den Terrrorismus, als plötzlich wichtige Mitglieder von Hanka Robotics ermordet werden. Major macht sich auf die Jagd nach einem Cyberterroristen und entdeckt mehr, als sie wahrhaben will ...

Trailer:
Eindrücke & Gedanken: Die aktuelle Realverfilmung des Animes Ghost in the Shell von 1995, basierend auf der Manga-Reihe von Masamune Shirow, hat jede Menge kontroverse Meinungen provoziert! Die einen meinten, dass man einen solchen Anime-Klassiker unmöglich auf einen Realfilm übertragen kann, dann gab es die riesigen Vorwürfe wegen dem "Whitewashing" der Figur des Cyborg Major, dass Scarlett Johansson weiß sei und für die Rolle keine asiatische Schauspielerin gecastet wurde ...

Mal ganz ehrlich: Ich habe diese Diskussion nicht verfolgt, sondern mich einfach nur auf einem vielversprechenden Film mit einer meiner Lieblingsschauspielerinnen gefreut. Und das zu recht, denn entgegen den vielen hasserfüllten Verrisse, dass Ghost in the Shell die Film-Katastrophe des Jahres sei, finde ich den Film überwältigend!
"Überwältigend futuristisch" ist schon mal ein passender Ausdruck, um die unglaubliche Atmosphäre von Ghost in the Shell zu beschreiben - und selbst das trifft es noch nicht ganz! Visuell ist der Film auf jeden Fall schon mal ein Meisterstück mit den riesigen beweglichen Hologrammen auf den Straßen und die vielen Kontraste zwischen Dunkelheit und blendenden Farben. Ich kann mir vorstellen, dass sehr viel mit CGI gearbeitet wurde, und die Effekte haben mich begeistert: es sieht dermaßen real aus, wenn Major zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit wechselt oder ihre Erinnerungen die Realität verzerren!

Major ist eine interessante Figur. Habe ich euch schon mal von meiner Schwäche für Filme über Roboter und KI (Künstliche Intelligenz) erzählt? Matrix, The Machine: They Rise, We Fall, Ex Machina, iRobot, Chappie und inzwischen auch die Serie Westworld treffen immer einen Nerv in mir. Können künstlich geschaffene Roboter ein Bewusstsein entwickeln? Kann man den Menschen durch maschinelle Bauteile "verbessern"? Könnten Cyborgs die Menschheit verdrängen? Wenn ein menschliches Bewusstsein in einem künstlichen Körper steckt, kann man dann noch von "Mensch" sprechen?

Solche Fragen kommen in Ghost in the Shell vor, aber halt recht oberflächlich. Nach und nach wird eine spannungsgeladene Story konstruiert, die wirklich toll ist. Doch um den Film komplett super zu finden, hat es mir noch ein wenig an Tiefgang gefehlt. Mehr über Majors Vergangenheit, zum Beispiel!
Obwohl ich den originalen Anime nicht kenne, ist Ghost in the Shell ein optisch brillanter Science Fiction-Actionfilm, den ich mir wieder anschauen würde.

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