Dienstag, 18. April 2017

Rezension: Aquamarin von Andreas Eschbach (Arena)

AQUAMARIN: Ein Buch zwischen Hochspannung und Ruhe und all den schillernden Facetten des Meeres!

Die 16-jährige Saha Leeds lebt in der neotraditionalistischen Zone Australiens, fern von dem grellen Boom und hoch entwickelten Technik der Metropolen. Saha ist schüchtern und zurückhaltend, denn ihre Mitschüler haben es alle nicht gerade wohlmeinend auf die Außenseiterin abgesehen. 
Doch während Saha den anderen Leuten ausweichen kann, kann sie nie leugnen, dass sie sich vom Meer angezogen fühlt - obwohl sie sich von Wasser fernhalten soll. Schuld daran ist ein Unfall, an den sich Saha nicht erinnert, und wegen dem sie ständig offene Schlitze am Oberkörper hat. Ist aber wirklich alles wahr, was sie über sich selbst zu wissen glaubt? Ist das Wasser ihr größter Feind, besonders nachdem sie eine ungeheuere, verbotene Fähigkeit an sich entdeckt ...?

Was für eine außergewöhnliche Dystopie! ,,Aquamarin" von Andreas Eschbach hatte ich schon länger im Auge, besonders wegen dem außergewöhnlichen Setting: Australien im Jahr 2151, einerseits hat die Welt gewaltige technische Errungenschaften erreicht, während Sahas Heimat Seahaven sich verzweifelt an altmodischen Traditionen festklammert. Ein Jugendbuch mit einem Hauch typischem Highschool-Drama, ein wenig SciFi und einer Protagonistin mit einem geheimen Talent, das an Fantasy erinnert - hey, da kann doch nichts schief gehen!

,,Aquamarin" ist mein erstes Buch von Eschbach, aber weil er hier alles richtig gemacht hat, will ich auf jeden Fall noch mehr von ihm lesen! Wirklich jeder der Hauptcharaktere war mir sofort sympathisch und mit Saha habe ich mich in gewisser Weise identifizieren können, genau wie mit dem ziemlich intelligenten Pigrit, deren Freundschaft sehr überzeugend dargestellt ist. Sahas Welt bringt der Autor dem Leser sofort realistisch nahe: ,,Aquamarinkann man zwar durchaus als Dystopie bezeichnen, aber anders als in anderen Büchern ist die menschliche Gesellschaft nicht völlig am Rand von Armut und Elend, sondern halt ... wie soll man sagen, normal halt.
Einerseits entwickelt sich die Geschichte langsam, aber ein gewisser Sog ist immer vorhanden - es ist wie, wenn Saha in dem Buch auf das Meer schaut: es ist ruhig, geheimnisvoll, und du kannst dich einfach nicht davon losreißen. Das Buch wird nie langweilig und strotzt vor Geheimnissen, bei denen man selbst miträtseln kann.

Leider ist bis zum Schluss hin einiges offen geblieben, weshalb noch Platz für eine Fortsetzung da wäre ... Ich habe normalerweise kein riesiges Problem mit offenen Enden, denn wenn mir ein Buch wie ,,Aquamarin" gut gefallen hat, denke ich mir oft selbst aus, wie es weitergeht :) Alles in allem ist Aquamarin nicht zu 100% mitreißend gewesen, aber auf jeden Fall ein spannendes Jugendbuch.

Kommentare:

  1. Hallo Julia!

    Ohhh, das freut mich sehr dass es dir gefallen hat! Ich war von dem Buch auch total begeistert und mit dem Ende bin ich ganz gut klargekommen. Offene Enden mag ich ja nicht so, aber hier fand ich es schon okay so ;)

    Ich bin ja ein großer Fan von dem Autor und hab schon viel von ihm gelesen. Es gibt einige einzelne, die ich nicht ganz so gut fand, aber im großen und ganzen hat er wirklich viele sehr sehr gute Bücher geschrieben! Also noch viel Spaß damit :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ich habe inzwischen schon einige Bücher von Andreas Eschbach im Visier - besonders ,,Teufelsgold", hast du das schon gelesen? Ein Thriller mit Elementen der mittelalterlichen Alchemie, was mich vom Klappentext her sofort neugierig gemacht :D

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    2. Ja, Teufelsgold hab ich schon gelesen, aber das war genau grade ein Buch von ihm, das ich eher mittelmäßig fand ^^ Der Klappentext hatte mich auch total angesprochen, aber ich fands nicht so gut wie viele andere von ihm

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