Sonntag, 19. März 2017

Rezension: Partials 1 - Aufbruch von Dan Wells (Piper ivi)

Mein Aufbruch in die Welt von PARTIALS: ein Funke, der sich einfach nicht entzünden wollte!

Die Welt der 16-jährgen Kira Walker ist eine Ruine, denn vor 11 Jahren kam ein schrecklicher Krieg über die Menschheit und hat sie fast komplett ausgelöscht.  Das RM-Virus tet unaufhaltsam unter allen neugeborenen Kindern, Tag für Tag sieht Kira in dem Krankenhaus das Leid, während vor den Toren von East Meadow andere Gefahren drohen. Eine Rebellenbewegung namens Die Stimme versucht mit allen Mitteln, die Macht des Senats zu brechen - und trotzdem ist die Stimme harmlos im Vergleich zu den übermenschlichen Partials.
Die Partials sind mächtige Super-Soldaten, die sich gegen ihre eigenen Erschaffer gewendet haben. Kampfbereit lauernsie nun in den verwilderten Überresten des früheren Manhattens. Doch selbst die Wildnis der Außenwelt kann Kira nicht davon abhalten, zusammen mit ihren Freunden aufzubrechen und ausgerechnet im Gebiet der Feinde nach einem Heilmittel für RM zu suchen ...

Dystopien sind ein spannendes Literaturgenre, bei dem man immer wieder von den Autoren große Überraschungen erwarten kann - aer dass Jugendbuch-Dystopien eine Zeit lang den gesamten Buchmarkt überschwemmt haben. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich gewisse Elemete inzwischen so oft wiederholt haben, das sie förmlich Funken von Unoriginalität sprühen - auch Dan Wells' ,,Aufbruch" zeigt Spuren von Klischees.

Als erster Band der Partials-Trilogie führt der Autor hier zuerst in seine post.-apokalyptische Welt ein. Ich mag de Schreibstil von Dan Wells, er ist trotz ausführlichen Beschreibungen sehr flüssig zu lesen und führt einem hautnah die Szenerie des verwüsteten Manhattens vor Augen. Ganz interessant ist auch, wie der Autor die wissenschaftlichen Untersuchungen ins Zentrum der Handlung gestellt hat: es hat sich angefühlt, als würde ich immer direkt an Kiras Seite die Analysen durchführen und man kann als Leser wirklich selbst auch mitdenken 😊
Guter Schreibstil und eine gute Grundlage mit den halb menschlichen Partials und der RM-Katastrophe - dafür gebe ich Wells' große Pluspunkte, auch wenn ich größtenteils einfach nicht von der Geschichte gepackt werden konnte! Irgendetwas fehlte, ein gewisser Funke, ein Link, durch den ich hätte sagen können: ,,Ja, das ist wirklich gut!"

Es gibt so viele euphorische Meinung zu ,,Partials - Aufbruch", während ich noch immer darauf rumkaue, wieso ich keine große Verbindung zu Charakteren und Story entwickeln konnte. Kira, die Protagonistin, ist ein wissenschaftlich begabtes Wunderkind und kommt auf eine Idee, die noch keinem anderen Wissenschaftler gekommen ist - und auch noch so ein extrem offensichtlicher Einfall. Klar, nur die Menschen werden krank, aber die Partials nicht ... Ach nee, es braucht 11 Jahre, bis jemand darauf kommt, zu untersuchen, w a r u m die Partials nicht krank werden ... Argh, dieses eine Detail regt mich echt auf!
Kira ist eine durchaus sympathische Idealistin, während die anderen Figuren wie unausgemalte Zeichnungen vorbeiziehen, man nimmt sie wahr und das wäre es auch schon. Ich glaube, die charakterstärkste Figur ist Kiras Adoptivschwester Xochi Kessler - wie cool muss man sein, um auf das ,,Nur über meine Leiche!" einer unsympathischen Figur mit ,,Nur zu" zu antworten?!

Das Ende hat aber wieder Fahrt aufgenommen und mich durchaus stark überrascht. Ein guter Grund, irgendwann mit ,,Fragmete" weiter Kira Walker durch ihre zerbrochene Welt zu begleiten. Ansonsten war es für mich eher ein durchschnittlicher Reihenauftakt - viel Potenzial für die nächsten Bände, aber ein erster Aufbruch mit Schwächen.

Kommentare:

  1. Ich bin manchmal versucht doch rein zu lesen, aber meiner Meinung nach klingt der Klappentext so schon ziemlich durchschnittlich. Und meine beste Freundin findet es auch eher so "in Ordnung" XD

    LG
    Hanna

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    1. Es ist für eine Dystopie durchaus ein durchschnittliches Buch - so in Ordnung fasst es wirklich am besten zusammen 😄

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  2. Hallo Julia,
    Partials habe ich auch schon seit langer Zeit im Blick. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es lesen möchte. Einerseits habe ich ein sehr gutes Buch von Dan Wells gelesen, auch mag ich Dystopien sehr. Andererseits hält mich irgendwas noch davon ab. Ich glaube es bleibt erstmal noch weiterhin unter Beobachtung ...

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. "Aufbruch" ist jetzt mein erstes Buch von Wells gewesen, aber ich will die Reihe durchaus noch weiterlesen - schließlich hat der Autor schon einen sehr guten Schreibstil und mich interessiert es, wie es weitergehen wird.

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