Mittwoch, 8. März 2017

Filmmeinung: Arrival (2016)

Arrival


Dauer: 117 Minuten
FSK:12
Meine Bewertung: 

Handlung: Als zwölf außerirdische Raumschiffe zeitgleich auf der Erde landen, werden die Sprachforscherin Louise Banks und der Physiker Ian Donnelly in ein Einsatzteam der US-Regierung aufgenommen. Während Kriegsdrohungen und Massenpanik die Menschheit in Atem halten, steht Louise vor der scheinbar unmöglichen Aufgabe, eine Kommunikation zwischen den Menschen und den Außerirdischen zu ermöglichen. Warum sind die Raumschiffe auf unserem Planeten gelandet? Und was haben die fremdartigen Kreaturen hier vor?

Trailer:
Eindrücke & Gedanken: Interstellar hat 2014 grandios bewiesen, dass man alle Science Fiction-Filmklischees völlig umkrempeln kann, um damit etwas Neuartiges hervorzubringen. Basierend auf einer Kurzgeschichte, hat der kanadische Filmregisseur Denis Villeneuve etwas Ähnliches versucht - und das mit sehr gutem Ergebnis! Ich habe bereits zwei seiner Filme gesehen, Enemy und Prisoners - nicht wegen Neugier und besonderen Reviews, nein, sondern nur wegen der Tatsache, dass Jake Gyllenhaal die Hauptrollen hatte ...

Auch Arrival arbeitet mit ziemlich bekannten Schauspielern (Amy Adams, Jeremy Renner) in einer emotional-dezenten Story, die sich ganz anders entwickelt hat als ich erwartete. Die meisten Filme in Richtung Mensch-trifft-Alien enden in dunklen Fluren mit flackerndem Stroboskoplichtern, Geballer und herumgeschleuderten Körpern. Jetzt muss ich gestehen, dass ich mich für einen Gedanken sehr schäme: hrend ich also Arrival angeschaut habe, vermutete ich, dass es zur Eskalation kommen wird. Damit bin ich nicht besser als Colonel Weber im Film, der auch sofort von Kampf ausgeht 😐
Arrival ist ganz anders und fokussiert auf das Thema "Kommunikation". Keine gemeinsame Kommunikation, kein Verständnis - so wie ich diese Review schreibe und ihr sie liest, weil wir als Grundlage eine Sprache teilen. Louise Banks ist eine ruhige Person und die Stütze der unaufdringlichen, aber sich stetig aufbauende Spannung. Schon verwunderlich, wie viel Atmosphäre und Intensität in einer Szene ruhen können, wo die Hauptfigur nur über Papieren und Bildschirmen dasitzt und nachdenkt 😊

Weil Louises Geschichte der Mittelpunkt ist, kamen mir die anderen Charaktere sehr passiv vor. Ah, Moment, ich habe gerade "Louises Geschichte" geschrieben? Ja, das stimmt, aber der Film zeigt im Endspurt solch Überraschungen auf, dass ich mich noch Tage später beim Grübeln über Louises Team und die Außerirdischen wiederfand.  

Ruhig dargestellt, aber fesselnd wie ein Sog - es überrascht mich nicht, dass dieser Film bei den diesjährigen Oscarverleihungen in 7 Kategorien nominiert wurde. Arrival ist eine weitere Kampfansage gegen alle, die der Meinung sind: ,,Alle Science Fiction-Filme sind im Endeffekt eh gleich!" Arrival ist ganz anders, verblüffend und verlangt von einem, auch selber nachzudenken. Habt ihr Arrival auch schon gesehen? Und kennt ihr vielleicht ähnlich außergewöhnliche SciFi-Filme?

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