Montag, 7. November 2016

Filmmeinung: Das schwarze Labyrinth - Death Games (2016)

Das schwarze Labyrinth - Death Games


Dauer: 97 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung: 

Inhalt:  Im Jahr 2154 wacht eine Gruppe junger Männer und Frauen in einem dunklen, scheinbar endlosen Labyrinth auf, ohne zu wissen, wer sie sind oder wo sie sind. Denn als Teilnehmer an den sogenannten ,,Erlösungsspielen" müssen sie ums Überleben kämpfen und sich aus dem Labyrinth befreien. Dabei sieht die ganze Welt zu, wo der größte Teil der Menschheit in schrecklicher Armut lebt und man mit seinem Leben auf die Gewinnchancen der einzelnen Spieler setzen kann ...

Trailer:
Was ich denke: Es gibt nichts mit dem ich diese katastrophale Low-Budget-Produktion schönreden kann - dieser Film ist scheiße! Yep, das ist meine erste 1-Stern-Review, was ziemlich heftig ist, weil ich mich für gewöhnlich darauf konzentriere, immer etwas Positives zu entdecken, aber jetzt ... Nope, alles an ,,Das schwarze Labyrinth - Death Games" schreit geradezu nach ,,Flop! Flop! Flop!" Im Prinzip könnte diese Review auch nur aus einem Wort bestehen, und zwar: ,,Meeeeeeeeh."
Die Handlung wollte ganz eindeutig eine Mischung aus ,,The Maze Runner" und ,,The Hunger Games" kopieren, was angefangen beim Videospiel-artigen Anfang bis zum einfach nur dämlichen Ende
1. bei mir gar nicht mehr gut ankommt, weil es inzwischen zu viele billige Kopien gibt. Das ist wie mit ausgelutschten Kaugummis; die würde niemand mehr in den Mund stopfen und eher klammheimlich unterhalb eine Tischplatte kleben würde und damit wären wir beim Thema Manieren und das ist eine Sache für sich ... Dieser Film ist einfach nur LAHM und hat wenig mit dystopischen Szenarien zu tun, vielmehr ist ,,Das schwarze Labyrinth - Death Games" ein Geheimrezept für garantierte, 97-minütige Lustlosigkeit.
2. vielleicht noch ein gaaaanz bisschen gut gewesen wäre, wenn ich mich nicht geschämt hätte, wie schauspielerische Leistung, Atmosphäre, Dialoge und Handlung von Minute zu Minute idiotischer wurden.
Ich weiß gar nicht so recht, worauf ich mich als erstes stürzen soll - fangen wir einfach mal mit den blassen Charakteren an, die auf extremste Weise charakterlos sind. Personen, die plötzlich aufwachen und sofort anfangen durch das Labyrinth zu trotten - keine Ahnung, wie oft sie dabei betonten, keine Erinnerungen zu haben, vielleicht pro Person 10 Mal?! Wenn sie miteinander geredet haben, spürte ich wie meine Langweile in unvorstellbare Dimensionen wuchs - so flache Gespräche sind mir selbst in Büchern noch nie begegnet! Silben, die vor Langweile triefen ... Stellt es euch ungefähr so vor:
A: ,,Guckt mal, wir sind in einem Labyrinth."
B: ,,Ja. Und ich habe keine Erinnerungen. Wer bin ich?"
C: ,,Wir sind also in einem Labyrinth. Ich mag es hier nicht."
Ich:
Dafür, dass die Charaktere angeblich Sklaven sind, sehen sie alle überraschend gut aus und beherrschen selbstverständlich alle Tricks & Kniffs der Selbstverteidigung. Kurz gesagt: WTF? Der gesamte Film strotzt vor Logiklöchern. Versucht gar nicht mal, eine sinnvolle Erklärung für den Plot zu finden, ihr werdet nämlich früher oder später von einer Klippe in die Tiefe der Frustration, Unlogik und Verzweiflung stürzen.

Weiter geht's mit dem sagenhaft gefährlichen Labyrinth, das anscheinend massiv sein sollte. Tatsächlich klappen die Wände in manchen Actionszenen einfach um wie die Pappkulissen beim Theater-Projekt eines Kindergartens. Hinzu kommen die naht- und sinnlos zusammengelegten Szenenbilder, die schneller von einem Schauplatz zum nächsten springen als das Auge mitkommen kann. Oder das Gehirn, aber das war bei mir bereits nach 30 Minuten lahmgelegt von der überwältigenden ... Katastrophe. Exakt, eine wirklich bombastische, nervtötende Katastrophe!

Wie ihr seht, wird mein Eindruck von ,,Das lahme Labyrinth - Boredom Games" - huch, falscher Titel - schlechter je mehr ich darüber nachdenke. Anspruchslos, unausgegoren, kaum unterhaltsam, geradezu grauenhaft ... Hört bitte auf mich, Leute, und haltet sehr großen Abstand von diesem Dystopie-Abklatsch, es wird euch ebenso frustrieren wie mich. Ich hätte bei dem Trailer ahnen müssen, welcher Schrott auf mich zukommt, und trotzdem habe ich einigermaßen tapfer durchgehalten. Tut euch bitte nicht dasselbe an, erhört meine Klage.

Whoa, damit wäre ich wohl fertig. Jetzt hat sich bei mir ein erleichterndes Gefühl eingestellt, einfach mal über einen dummen Film loszuschreiben. Wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet: ich muss so schnell wie möglich diesen grauenvollen Film vergessen und schaue mir jetzt lieber ein paar Funny Dog Vines an. Das bringt mich immer zum Lächeln :)

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