Samstag, 15. Oktober 2016

Rezension: Falaysia: Fremde Welt - Allgrizia von Ina Linger (Rezensionsexemplar)

Für Fantasy-Einsteiger ist Allgrizia richtig, aber ansonsten mittelmäßig und mit wenig Spannung!
 
Vielen Dank, Ina Linger, für das Rezensionsexemplar, auch wenn mich Allgrizia nicht so begeistern konnte, wie ich es gerne gehabt hätte!

Jenna weiß nicht, was mit ihr los ist, als sie nach einem Besuch bei ihrer Tante plötzlich in einem Wald aufwacht - in einer völlig anderen, mittelalterlichen Welt! Jenna wird in Falaysia, eine von unzähligen Kriegen gezeichnete Welt, festsitzen bis sie nicht das magische Tor findet, dass sie in ihre Welt zurückführt. Zusammen mit Leon, auch einem Verirrten aus ihrer Welt, macht sie sich auf die Reise. Doch sie ahnt nicht, was auf sie zukommt, als sie in den Besitz eines magischen Steines kommt und auch noch eine unheimliche Anzeihung zum finsteren Krieger Marek verspürt ... Was wird Jenna in Falaysia erwarten? Ruht in ihr vielleicht ein Geheimnis, von dem sie selbst nichts weiß?

,,Allgrizia" ist der erste Band der Falaysia-Reihe von Ina Linger, bei der ich vom Inhalt her wirklich neugierig war, was mich erwarten würde. Ich meine, es gibt massenweise gute Rezensionen ... aber leider muss ich mich jetzt auf die Seite der Leser schlagen, die von ,,Allgrizia" eher enttäuscht sind.
Ich habe, was Fantasy angeht, schon so viele verschiedenste Bücher gelesen, dass ich inzwischen die Bücher im Schema von Du-bist-auserwählt-vernichte-den-Bösewichten-und-reite-ständig-durch-die-Gegend inzwischen längst nicht mehr so begeistert verschlinge wie früher. Es ist mir einfach zu wenig, ich brauche mehr Charaktere, mehr Action, mehr politische Aspekte und bekomme eine Gänsehaut, wenn mir klassische Schwarz-Weiß-Einteilung begegnet, denn es gibt einfach keine rein Guten und keine rein Bösen! Genau wie die Sache mit langen Reisen ... irgendwie packt mich die Quest-Fantasy nicht mehr richtig. Die Suche nach dem Tor, dass Jenna ud Leon zurückbringen soll, ist irgendwie nur eine Nebensache und im Vordergrund steht eigentlich nur, dass sie von einem Land ins nächste reisen wollen.

Kommen wir zur Protagonistin, Jenna, wegen der ich mir stellenweise die Hand gegen die Stirn gehauen habe. So wie ich das verstehe, ist sie schon über 20 und zeigt durchaus manchmal starke Willensstärke - Betonung auf ,,manchmal", weil ihre Naivität einfach grenzenlos ist! Sie ist mehr als oft patzig wie eine Sechsjährige und inmitten der Handlung, der es oft an Spannung fehlt, kann es seitenlang darum gehen, was Jenna denkt, fühlt, erwartet vermutet, überlegt ... Das war zu viel des Guten, denn es heißt ja nicht umsonst "Show, don't tell". Ich habe von Jenna viel mehr Reife erwartet und frage mich, ob sie sich in den nächsten Bänden verbessen wird, denn vielleicht würde ich die Reihe sogar weiterlesen.
Leon ist ganz okay und von überzeugenden Motiven geleitet und Marek ein klassischer finsterer Krieger - ist ja alles gut, aber wie kann Jenna sich von Marek angezogen fühlen?! Der Typ hätte sie fast vergewaltigt und ein paar Kapitel später bewundert sie seinen Körper? NEIN, NEIN, NEIN! Egal, wie nett er später wirkt, fallen mir für Marek eigentlich nur nicht gerade nette Schimpfwörter ein.

Wie schon einmal gesagt, bietet die Handlung wirklich kaum Momente, bei denen ich atemlos gefesselt war - selbst der Konflikt zwischen den verschiedenen Reichen und den Rebellen von König Renar soll in Falaysia ja ganz heftig sein, aber irgendwie kam dieses Gefühl von großer Gefahr nie bei mir an. Na ja, alles in allem würde ich ,,Allgrizia" nicht zu meinen Lesehighlights zählen, denn dazu hat es mir an einigem gemangelt. Die Story und ihre Umsetzung sind nicht katastrophal, das bestimmt nicht, aber trotzdem auf dem Niveau von "Eigentlich ganz okay, aaaaber ..."

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