Sonntag, 7. August 2016

Rezension: Magnus Chase - Das Schwert des Sommers von Rick Riordan (Carlsen)

Umschreibung für fantastische Abenteuer im Stil der nordischen Mythologie: ,,Rick Riordan's Magnus Chase"
So hat sich der 16-jährige Magnus nun wirklich nicht seinen Tod vorgestellt, aber was soll's, wenn ihn eh nach dem Tod plötzlich eine ganz andere Welt erwartet? Nach zwei Jahren auf den Straßen von Boston, wird er an seinem Geburtstag erst von seinem Onkel Randolph gesucht, weil jemand anscheinend Magnus jagt und ihn töten will, weil Magnus von den Göttern Asgards abstammt! All die nordischen Mythen wie über riesige Killer-Eichhörnchen und Alben und Zwergen sind plötzlich wahr.
Aber das Schicksal hat nicht vor, dass Magnus einfach nur Däumchen drehend im gewaltigen Hotel Walhalla sitzt: zusammen mit seinen besten Freunden muss er das verschollene Schwert des Sommers finden, Freys Schwert. Eine arbeitslose Walküre namens Samirah al-Abbas, ein taubstummer Alb und ein Modefreak-Zwerg? Durchaus nicht das Verrückteste. Aber die Suche muss schnell gehen, sonst kann nämlich der dämonische Feuerriese Surt die magische Klinge in die Finger kriegen und den größten Schrecken aller Neun Welten von seinen Fesseln befreien - den Fenriswolf ...

Es gibt keinen Autoren den ich mehr bewundere als Rick Riordan, dessen Reihen wie ,,Percy Jackson", ,,Die Kane-Chroniken" und ,,Helden des Olymp" immer wieder aufs Neue Meisterwerke sind. Der Mann kann einfach keine schlechten Bücher schreiben, weshalb ich die Tage bis zum Erscheinen eines neuen Buches sehnsüchtig erwarte. Ja, deshalb habe ich ,,Magnus Chase - Das Schwert des Sommers" bereits gelesen, kaum kam es auf dem amerikanischen Buchmarkt raus. Alles, was Riordan schreibt, ist super, aber er hat wieder einmal bewiesen, dass man selbst ,,super" steigern kann. Würd mich nicht wundern, wenn Magnus Chase zu der besten Buchreihe wird, die der Autor je geschrieben hat! 

Ich finde es großartig, dass Riordans Halbgötter-Welten ein wenig wie das Marvel Cinematic Universe sind, wo auch alles untereinander verknüpft ist (Annabeth Chase, Tochter der Athene, eine Verwandte von Magnus Chase, dem Einherje? Fantastisch!Jeder einzelne Charakter wird für mich immer einzigartig bleiben, genau wie Riordans unschlagbarer Humor, der mir nur bei Erinnerungen daran den Mund zu einem breiten Grinsen verzieht.
Ganz besonders der taubstumme Albe Hearthstone und Blitzen verdienen als Nebencharaktere goldene Abzeichen und ich hoffe, dass sie noch öfters wichtige Rollen einnehmen werden. Und - das Beste spare ich mir zum Schluss auf - ich küre Samirah al-Abbas zur besten Nebenfigur, die mir je untergekommen ist! Sie ist stark, sie ist witzig und sehr realistisch, sprich, sie erlaubt sich auch mal Schwäche, denn ich halte nicht viel von den Helden und Heldinnen, die permanent einen auf Unerschütterbar machen.
 
Mein einziger Kritkpunkt, wenn man das so nennen kann: ich hatte zu Beginn des Buches immer wieder Deja-Vu-Erlebnisse, weil vieles so sehr dem Beginn von Percy Jackson ähnelte! Magnus hat ähnliche Witze wie Percy, Samirah ähnelte in ihren Bemerkungen Annabeth Chase und allgemein wirkte vieles schon so ,,bekannt." Die Verpackung in nordischen Mythen konnte diese starken Ähnlichkeiten nicht verschleiern.
Trotzdem liebe ich ,,Das Schwert des Sommers". Es gibt viel zu lachen, immer wieder Überraschungen, blutige Action und ganz viele Götter und ihre verdrehten Legenden, die alle auf ein Ziel zusteuern: Ragnarök. Ich bin schon ganz aufgedreht wegen dem, was noch alles in den kommenden Büchern passieren wird. Lasst euch Magnus Chase nicht entgehen, euer Leben bekommt erst einen Sinn, wenn ihr gelesen habt, wie es dazu kam, dass Magnus Bekanntschaft mit Bullenköpfen und Kartoffeln namens Steve macht :D

Ich rufe die Rune des Frey, während zu meinen Füßen weiße Blumen aus dem Boden wuchern - leider habe ich nicht das Sommerschwert, aber nach einigem Abwägen lasse ich 4 rotgoldene Sterne von der unverwüstlichen Klinge meines Rezensentenschwertes springen, damit sie bis in die höchsten Astspitzen des Weltenbaumes vordringen.

Kommentare:

  1. Also ist das Buch - die Reihe empfehlenswert? Dann werde ich es zu meiner Wunschliste hinzufügen! ;-)
    Wenn du so viel von tollen Göttergeschichten hälst... Vielleicht wäre "Dämonentochter" von Jennifer Armentrout dann was für dich!?

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    1. Ich glaube, es ist so gut wie unmöglich, Magnus Chase nicht zu mögen - aber wenn du die Reihe auf die Wunschliste setzt, dann aber ganz nach oben :) Der Namen Armentrout sagt mir was, aber ich wusste bisher noch nicht, dass sie auch etwas mit Göttern geschrieben hat, danke für den Tipp!

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