Dienstag, 23. August 2016

Rezension: Das Feuer einer anderen Welt von An Lin (Rezensionsexemplar)

Unterhaltsam zu lesen mit sehr ungewöhnlicher Grundidee, aber tatsächlich nicht das beste der Autorin!

Sara Lehmann kann sich nicht gerade über ihren 17. Geburtstag freuen, da das größte Glück in ihrem Leben ist, sich in ihrem Zimmer von der Welt abzuschotten und in der magischen Welt Tesura des Mangas "Dragon Curse" zu versinken. Ryu ist dabei ihr größte Held, denn er besitzt die mächtige Gabe, aus einem attraktiven Jungen zu einem gewaltigen, feuerspeienden Drachen zu werden.
Als in Saras Stadt zum ersten Mal im Japanischen Garten das Sternenfest gefeiert wird, beschließt Sara einen gewagten Wunsch an die Sterne: sie will nach Tesura! Doch wenn die Sterne im Spiel sind, ist ein Wunsch von einem Fangirl wie Sara sehr gefährlich und der Werdrache Ryu steht plötzlich mitten in der realen Welt ...

Von An Lin habe ich schon einige Bücher gelesen, wo sie ganz geschickt Romantasy mit japanischen Elementen verwebt, was immer eine ganz besondere Mischung ist. Ich mag ihre Bücher recht gerne und war deswegen auch voller Vorfreude, als ich gesehen habe, dass ,,Das Feuer einer anderen Welt" frisch erschienen ist. Aber tatsächlich war ich ... Na ja, ich hatte etwas mehr Erwartungen.

Der Anfang war sehr vielversprechend, obwohl jetzt ungewöhnlich war, dass die Story in Düsseldorf spielt und nicht in Asien. Sara finde ich dafür, dass sie gerade 17 geworden ist, manchmal schon etwas seltsam. Ich meine, sie ist eine sympathische Figur, die aber manchmal einfach zu viel denkt! Das klingt sicher sehr seltsam, denn ich mag es, wenn Protagonisten nicht einfach impulsiv handeln, sondern erst über Pro & Contra nachdenken. Bei Sara wurde es mir irgendwann zu viel des Gedankenkarussels, da hätte ich ihr gerne manchmal gegen die Stirn getippt und gesagt: ,,Reg dich ab!" Saras Konflikt ist Ryu-bedingt, aber irgendwann wiederholten sich einfach bestimmte Überlegungen, was dann schon störend war.

Dass Ryu aus einem Manga stammt und dann in die echte Welt katapultiert wird, ist als Idee wirklich großartig gelungen, besonders weil Ryu einerseits ruhig und entschlossen ist, wenn nicht gerade der Werdrache aus ihm herausbricht.  
Ich glaube, alles in allem hätte ,,Das Feuer einer anderen Welt" einen sehr guten Anime abgegeben, obwohl etwas wie Action nur auf wenige Kapitel ausgestreckt ist und es eher nur um Saras verwirrte Gefühle geht. Auf die Dauer, obwohl das Buch sich sehr flüssig liest, war es mir dann doch ein bisschen zu viel Gefühlsverwirrung. Nicht gerade mein Ding, jedoch ist es bei mir immer so, wenn es um Bücher geht, wo es hauptsächlich um eine Lovestory geht: ich balanciere auf dem schmalen Grat zwischen ,,Wow, wirklich sehr schön" und ,,Okay, jetzt wird's aber albern!"

Mein Fazit über ,,Das Feuer einer anderen Welt" ist zwiegespalten, weil es als leichte Zwischenkost ganz nett war, aber ich viel mehr erwartet habe. Ich zeichne 3 Sterne auf ein Papier und lege sie in die sanften Strömungen eines Flusses, damit das Feuer einer anderen Welt bei anderen Lesern mehr entfachen wird als bei mir.

Kommentare:

  1. Hach, "ich balanciere auf dem schmalen Grat zwischen ,,Wow, wirklich sehr schön" und ,,Okay, jetzt wird's aber albern!" kenne ich nur allzu gut! :-) Du hast meine Befürchtungen, warum ich mir unsicher bin/war, ob ich dieses Buch lesen möchte, gut auf den Punkt gebracht!

    LG
    Isana

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    1. Ich kann nachvollziehen, warum du unsicher bist :) Deshalb bin ich immer sehr zerrissen, wenn ich ein Buch lesen will, bei dem es eher um eine Beziehung geht und einer der Gründe, warum Young Adult mich in den Wahnsinn treiben würde. Ich finde es immer lächerlich, wie sich da zwei Figuren begegnen, verknallen und danach natürlich kapitellang sich selbst einreden, dass sie die andere Person überhaupt nicht mögen. Da bleibe ich lieber in meinem "Jagdrevier" :D

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