Montag, 29. August 2016

Filmmeinung: Warm Bodies (2013)

Warm Bodies

Dauer: 95 Minuten
FSK: 12
Meine Bewertung:

Inhalt: R weiß nicht, wie er heißt oder was er mit seinem Leben anfangen soll. Genauer gesagt ist er schon längst tot und hat zusammen mit den anderen Zombies nicht viel zu tun außer durch die Gegend zu schlurfen, von den Lebenden angeschossen zu werden und Menschen zu fressen. Nicht gerade ein tolles Leben, bis R auf einem Streifzug Julie sieht und sich irgendetwas in seinem toten Körper verändert ...

Trailer
Was ich denke: Ich habe tatsächlich von diesem Film noch nichts gehört, bis mir YouTube den Trailer vorschlug und ich dachte: ,,Hey, das ist ... ist das etwa die Verfilmung von Isaac Marions Mein fahler Freund? Cool!" Dieses Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, aber wenn jemand so gerne Zombies mag wie ich, werde ich es mir sicher nicht entgehen lassen. So kam aber zuerst ,,Warm Bodies" dran - und ich bereue daran nichts!
Viele vergleichen diese Zombie-Liebesgeschichte oft mit Twilight, was bei mir ein empörtes Grummeln entlockt, weil Edward Cullen ein humorloser Glitzer-Vampir ist, den ich nicht unbedingt als atemberaubend schön bezeichnen würde. Vielleicht ist mein Geschmack ja einfach nicht der richtige, aber egal. R dagegen, unser lieber Zombie, ist so herrlich selbstironisch, dass ich ihn ab der ersten Minute sofort gern hatte. Allerdings hat mich echt überrascht, dass R vom selben Schauspieler dargestellt wurde wie bei Hank/ The Beast aus ,,X-Men" - Nicholas Hoult sieht als Zombie so anders aus als wenn er ein brillantragender, wissenschaftsbegeisterter Mutant ist.

Die Handlung ist in ,,Warm Bodies" sehr vorhersehbar, aber ist das nicht Sinn und Zweck einer jeden Liebesgeschichte? Dieser erste Blick zwischen R und Julie (der Film ist voller Anspielungen auf Shakespeares Romeo und Julia), als die Zombies den Lebenden das Fleisch rausreißen und die Überlebenden um sich herumballern - das verstehe ich unter Romantik :D Überhaupt nicht kitschig, sondern mal ernst, witzig oder voller Action. Peng! Boom! Die Szenen, wenn es um die toten Zombies geht, sind alle in recht tristen Farben gehalten, wie man es doch eigentlich aus jedem Zombiefilm kennt - aber ich habe noch nie humorvolle Zombies gesehen!

,,Warm Bodies" hat etwas, was nicht viele Zombiefilme ihr Eigen nennen dürfen: Witz, ohne dabei Handlung und Figuren lächerlich zu machen. Im Endeffekt haben mich nur die vielen Songs etwas gestört, die oft im Hintergrund dröhnen - allerdings konzentriere ich mich meistens eher auf den Film als auf seinen Soundtrack. Für ,,Warm Bodies" kann ich nur eine 100%ige Empfehlung weitergeben, außer wenn ihr nicht gerade Freunde davon seid, wie jemand Gehirne frisst. Mjam, mjam!

Kommentare:

  1. Hi

    Du solltest echt auf jeden Fall das Buch auch lesen! Es war wirklich interessant mal ein Buch aus der Sicht eines Zombies zu lesen, auch wenn es manchmal wirklich grausig war! Auf jeden Fall lesenswert. Der Film ist dem Buch definitiv gerecht geworden was bei Verfilmungen ja nicht immer der Fall ist ;)

    Liebe Grüße
    Tamara

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    1. Das Buch habe ich mir für nächsten Monat ganz fest vorgenommen :)

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  2. Ich hab den Film damals auch durch Zufall entdeckt und direkt auf englisch verschlungen. Hab ihn auch mal in deutsch geschaut, aber der O-ton passt dann doch n Tickn besser.
    Hab selten so gelacht und ich bin keiner der "Liebesfilme" guckt, denn die Thematik ist hier so wunderbar verpackt, dass man über die Vorhersehbarkeit einfach hinwegsieht :3

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    1. Ich halte für gewöhnlich auch nichts von Liebesfilmen, aber hier klang das alles einfach nach einem sehr verlockenden Film. Jetzt werde ich in Zukunft wohl ein Problem damit haben, wenn in anderen Zombiefilmen die Untoten grausam abgeknallt werden - ich meine, wer weiß, vielleicht sind ja alle Zombies wie R sehr gefühlvolle Wesen :D

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    2. XD
      naja, Mitleid werd ich vllt nicht haben, aber so ein komischer Gedanke wird bleiben :D

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