Freitag, 8. Juli 2016

Tiere/ Kaninchen: flauschiger Nachwuchs bei den Kaninchen!

Heute habe ich mal wieder ein ganz anderes Thema als Bücher, Filme oder Musik parat: Es geht mir zur Abwechslung um meine Kaninchenbande! 
Hasi & Masha habe ich ebenso ins Herz geschlossen wie meine Hündin Agi oder Kater Mao, doch letzten Frühling lief etwas ganz Besonders bei uns im Kaninchen-Freilauf herum ... Ganz viele kleine Fellbällchen in gewaltigen Freudensprüngen und bis zum Umfallen niedlich.
Ja, wir haben beschlossen, Hasi einmal verpaaren zu lassen. Was Kaninchen angeht, würde ich mich in gewissen Dingen fast schon als Expertin bezeichnen. Heute habe ich deswegen all meine Erfahrungen zum Thema ;;werdende Kaninchen-Mama" vorbereitet. Und ich warne euch: Manche Fotos werden euch vielleicht zum Dahinschmelzen bringen :)
Angefangen hat es am 8. Mai - am Muttertag, das Schicksal hat Humor -, dass Hasi bei sich im Nest geworfen hat. Davor war sie einen Monat lang von Stimmungsschwankungen besessen, was ihrer besten Freundin Masha ein paar ausgerupfte Fellsträhnen einbrachte. Na gut, auf allen Seiten steht eh, dass Weibchen-Weibchen-Haltung fast schon eine Todsünde sei. Nur haben Hasa-Nudel und Mash-Mash (ihre Spitznamen) das nicht kapiert und wurden allerbeste Freundinnen.
Deshalb habe ich Masha gut zugesprochen, dass bei ihrem harmonischen Zusammenleben Hasi sich bestimmt bald wieder beruhigen wird. 
Allerdings ... Bedenken hatte ich. Bei der Vergesellschaftung der beiden (im letzten November) flogen ordentlich die Fetzen, aber Hasi dominierte Masha. Sobald Hasi zu zicken anfing, legte es Masha auf keinen Kampf an, sondern floh schnurstracks. Trotzdem bangte ich: ,,Wie wird Masha reagieren, sobald sie die Kleinen sieht? Wird sie vielleicht böse? Muss man Masha von Hasi und ihren Kindern trennen?" Zu der Begegnung von Masha und den Kindern später mehr ...

Am 10. Lebenstag kamen alle Kinder aus dem Haus gekrochen, also ein Zeitraum, in dem Kaninchen anfangen, immer mehr das Nest zu verlassen und die Welt zu entdecken. 
Ich bin keine Genetik-Expertin, aber lange Schwänze, cremeweiße Fingerspitzen, Chinchilla-Stichelung und Hasis rothaariget Nacken haben sich sehr stark durchgesetzt! Alles in allem, ähnelt Weißarm am ehesten seinem Vater, der allerdings nur eine weiße Pfote bis zum Handgelenk hatte. Bei Weißarm reicht das weiße Fell bis in den Nacken.

Also, ich präsentiere stolz ...
Die Schwarze, das Schlappohr (das hellgrau-stichelhaarige Kaninchen; seine Ohrspitzen hängen immer herunter), Weißarm und Hasi-Mini (unter allen anderen.) 
Dabei wissen wir immer noch nicht, was Männchen und was Weibchen ist. Selbst jetzt, wo die Rasselbande  2 Monate alt ist, kann ich kaum einen Unterschied erkennen, weil irgendwie ... alles gleich aussieht. Na ja, mein Vater kennt zum Glück ein paar Experten, die dann sagen können, wo die Mädchen und wo die Jungs sind. Bei Kaninchen sind es in den meisten Fällen stets gemischte Würfe.

Hasi hat sich geklont! In einer Bande von 3 dunklen und 1 hellem Kaninchen, ist Hasi-Mini (das allererste Kaninchenfoto ganz oben) die totale Kopie ihrer Mutter! Natürlich sind all diese Fotos nicht gerade aktuell, weshalb die Kleinen ihre quadratische Baby-Statur verloren haben und immer mehr die Gestalt von Erwachsenen annehmen. Auch ihre Größe hat sich verdreifacht, wenn nicht sogar mehr. Ihre Nahrung hat bereits ab dem 11. oder 12. Tag zunehmend mehr aus frischem Grünzeug bestanen, dass sie ganz am Anfang nur abschmatzen konnten, weil ihre Milchzähne noch zu klein waren zum richtigen Zerkauen. Ja, es ist echt so: auch Kaninchen haben erst Milchzähne. Kaninchenkleine wollen am liebsten bis zu ihrem 5. Lebensmonat bei ihrer Mutter Milch anzapfen, meistens aber verkloppt oder attakiert die Mutter daraufhin symbolisch ihre Kinder.
Und dann, als die Kleinen am 10. Lebenstag ans Licht gekrochen kamen, kam auch Masha ins Spiel ... Und wurde ein paar Tage später scheinschwanger, weil sie von der Nähe der Kleinen Muttergefühle bekam. Das kann bei Kaninchen vorkommenn, aber ich konnte das selber nicht glauben!! Sie fing an, die Kleinen zu untersuchen, wie es Hasi als Mutter macht und schleckt immer noch die Kleinen immer wieder ab, wenn sie nicht gerade dabei ist, mit Hasis Nachwuchs zu kuscheln. Ich glaube, in unseren Tieren steckt so viel mehr, als die menschliche Intelligenz vermuten kann ...


Das ist Masha, die gerade überprüft, ob mit den Kleinen alles in Ordnung ist. Typisches Mutterverhalten ist Lecken und Rundum-Körperüberprüfung (sanft oder auch mal energisch das Kind auf den Rücken rollen und Bauch anschauen), was Hasi und Masha ernst nehmen. Harmonische Teamarbeit, würde ich sagen :)

Schon gewusst, dass eine Kaninchenmutter nach ihren Kindern ruft/grunzt, damit sie alle herkommen? Hasi rennt gegen Abend laut grunzend in ihr Nest, klopft einmal heftig mit den Hinterpfoten und wenn alle nicht kommen, stürmt sie raus und jagt sie ins Nest. 
Übrigens: oft wird empfohlen, in das Haus, in das die Schwangere werfen soll, einen Karton reinzulegen, aber das ist nicht gerade die beste Wahl. Erstens können die Kleinen die Pappe annagen und fressen und da sie zu Beginn direkt ins Nest pinkeln, wird alles recht schnell durchweicht sein. Deswegen ist Hasis Nest in der Unterseite -oder wie man das auch nennt - eines ehemaligen Monitors. Solange die Kleinen noch im Nest hockten, war der hohe Rand völlig ausbruchsicher und Hasi selbst mochte diese Lösung. Nein, sie hat es mir nicht direkt gesagt, aber wenn einer Kaninchenmutter die Wurfbox nicht gefällt, rührt sie sie nicht einmal an und würde erst recht nicht darin gebären!


Es ist witzig, dass unter den vier Kleinen bereits verschiedene Charakterzüge auftauchen. Natürlich sind sie alle verspielt, neugierig und müssen überall herumwuseln und alles erkunden, was sie sehen. Das schwarze Kaninchen ist dabei eine ziemliche Kletterziege. Hasi-Mini ist sehr vorsichtig, wenn es darum geht, Neues anzuschauen. Schlappohr ist frech, nuckelt gerne an Schnürsenkeln und ist verfressen. Weißarm hängt häufig mit Masha herum und ist der größte von allen. 

So, ich hoffe, ich konnte euch gut unterhalten.Ich selber bin dankbar, so eine tolle Erfahrung mit meinen Tieren zu machen - ich kann mir nicht vorstellen, gar nicht ohne Tiere zu sein, die jeden Tag mir zeigen, dass ich ihnen wichtig bin und sie mir wichtig sind. Deswegen kapiere ich nie, wie es Menschen geben kann, die Tiere quälen können - ich könnte manchmal vor Flüchen überschäumen, wenn ich von so etwas höre. Es ist doch so viel schöner und lebensbereichender, wenn du selber merkst, dass die Tiere in dir einen unentbehrlichen Freund sehen. Außerdem haben alle Tiere Charme. Ich meine, wer kann solch wunderbaren Geschöpfen schon widerstehen?!

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