Samstag, 2. Juli 2016

Lesemonat Juni - fleischfressende Zombies rivalisieren mit blauen und roten Covern!

Der Juni war für mich ein sehr ,,medienreicher" Monat - obwohl ich inzwischen keinen Sinn darin sehe, jeden Montag aufzustehen, seit die 6. Staffel Game of Thrones so episch geendet hat (Daenerys Targaryen, du bist meine neue Heldin!). Ich kann mich auch nicht gerade beschweren, dass es für mich zu wenig Bücher gab, die ich euch heute in meinem Lesemonat präsentiere  :)
Insgesamt gelesen: 9 Bücher


57. ,,Imperia - Im Schatten des Drachen" von Laurin Dahlem (hier rezensiert): Fantasy, die in Asien angesiedelt ist und den magischen Touch des Ostens hat, steht bei mir ganz hoch auf meiner Liste von Lieblings-Genren. Die Geschichte hat in ausgewogener Proportion alles, was ich mag - nur keine Fortsetzung, was ich fast schon schade finde. Wenn ihr auch gute Asia-Fantasy-Bücher kennt, dann her mit den Titeln!
58. "The Scattered and the Dead 0.5" by Tim McBain & L. T. Vargus (hier auf Englisch rezensiert): zum ersten Mal in meinem Leben bräuchte ich ungefähr eine Stunde, um diesen Prequel zu rezensieren, den ich eher durch Zufall auf Twitter gefunden habe. Ich muss zugeben, dass ich ein Faible für Zombies und postapokalyptische Überlebens-Gesellschaften entwickelt habe und der extrem-introvertierte Protagonist dieser Geschichte machte das alles noch viel besser! Decker, so heißt er, ist zu meinen Lieblingscharakteren geworden, obwohl er später einen ziemlichen Knall bekommt.
59. "The Scattered and the Dead 1" by Tim McBain & L. T. Vargus: weil der Prequel bereits so gut war, habe ich ohne Pause gleich mit dem ersten Buch der Reihe begonnen. Den Aufbau fand ich ziemlich verrückt: insgesamt ist das Buch  aus 8 Perspektiven geschrieben (z.B. Erin, Mitch, Baghead, Ray, Teddy, Lorraine, Travis, Rex) und jeder Handlungsstrang spielt zu einer anderen Zeit. Vor dem Ende des Stroms spielt Mitch's Geschichte, während die 16-jährige Erin 24 Tage nach dem Stromausfall vor Zombies davonrennt und Baghead ganze 9 Jahre nach dem Stromausfall durch die Wüste tuckert. Ein episches, Zombie-Apokalypse-Buch!!
60. ,,American Gods" von Neil Gaiman: Mein Schlagwort für den Juni war: ,,Reihenabbau! Reihenabbau, mehr nicht!" Das umfasst in der Theorie eigentlich, bereits begonnene Reihen fertigzulesen. Aber dann ... Dann kamen Shadow und die Götter dazwischen. Ich mag dieses Buch schon ganz gerne, obwohl Gaiman ganz viele Längen eingebaut hat, die man im Prinzip streichen könnte - manchmal waren sie doch ziemlich langweilig. Ansonsten eine trublige Roadtrip, deren Serien-Verfilmung 2017 hoffentlich ebenso gut sein wird.
61. ,,Sardev - Der Schatten des Friedens" von Klaus N. Frick (hier rezensiert): Diese Dark Fantasy-Novelle war mein Pseudo-Flop des Monats. Nicht grauenhaft, aber gerade so okay, dass ich es auf eine Bewertung von 3 Sternen platzierte statt 2 Sterne. Ich mag einfach nicht die Zielllosigkeit, mit der Figuren wie Handlung vor sich hin dümpeln - es muss in jedem Buch etwas wie einen Grundkonflikt geben, aber Sardevs Geschichte wankte hin und her wie ein Galgenstrick im Wind.

62. ,,Dreamwalker - Der Zauber des Drachenvolkes" von James Oswald (hier rezensiert): die allerschlechteste Bewertung in diesem Monat traf den lahmen Beginn dieser Jugend-Fantasy-Reihe. Vieles in diesem Buch konnte ich kaum als ,,spannend" ernst nehmen und ich erwarte immer zum Ende eines Buches, das es ein Finale gibt, wenigstens ein winziges Finale. Enttäuschend, aber ich hege optimistisch die Hoffnung, dass der Rest der Reihe besser sein wird.
63. ,,Drachenstern - Erleuchtet" von Mary Janice Davidson & Anthony Alongi: nach dem 1. Buch der Drachenstern-Reihe (ich liebe deren Covergestaltung!) war ich ja ein klitzekleinwenig enttäuscht - bis Evangelos zurückkehrte, die Werdrachen mehr denn je die Biestjäger und Werachniden hassen und neue Dimensionen auftauchen. Jennifer Scales hat in ihrer Zickigkeit nicht nachgelassen. Wen interessiert das schon bei dieser Handlung? Es war großartig!!
64. ,,Dark Swan - Dornenthron" von Richelle Mead: Eugenie Markham ist einfach eine - wie nennt man das - Ultra-tolle-Superfrau, in die man sich einfach verknallen muss. Ich habe es genossen, wieder in der Anderswelt zu sein, obwohl ein paar meiner Befürchtungen wahr geworden sind: die Autorin konzentriert sich immer mehr auf das aufkommende Liebes-Dreieck zwischen Eugenie, Kiyo und Dorian (ich tendenziere ja mehr zu Dorian, weil er mehr Humor und Intelligenz besitzt).

65. ,,Der Game Master - Gegen die Spielregeln" von James Dashner (hier rezensiert): Dashner ist mein Lieblingsautor und ich wäre zur Furie mutiert, würde er es wagen, mich mit einem seiner Bücher zu enttäuschen! Und wenn es um Cyberwelten geht, bin ich aus Prinzip Feuer und Flamme, was in der Fortsetzung der Game Master-Trilogie nicht anders war. Ich hätte zwar mehr Figuren-Tiefgang gewünscht, doch wenn ich überlege, wie mich das Finale geflasht hat, kann ich dies verzeihe :)

Wie ihr sicher bemerkt, bin ich mal wieder sehr selbstzufrieden mit mir und freue mich schon auf die Bücher, die ich im Juli lesen werde - ich habe mir sogar einen Harry Potter-Re-Read vorgenommen und noch ein paar mehr Reihen zu beenden. Aber nun - auf in den Hochsommer!

Kommentare:

  1. Hi Julia,

    schöner Rückblick mit tollen Büchern. Ich freue mich jetzt mal auf den Sommer, so fern er auch mal für längere Zeit bei uns bleibt.

    Mein Monatsrückblick

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe mich im Winter auch sehr auf den Sommer gefreut, aber wenn ich jetzt so auf die Wettervorhersagen schaue (33 bis 35 Grad ständig), wünsche ich mir manchmal fast schon den Herbst zurück :D

      Löschen
  2. Asiatische Fantasy - mmmh, da es schon verdammt schwer ist japanische Autoren auf deutsch zu bekommen, würd ich dir definitiv empfehlen im englisch-sprachigen Raum zu schauen, da gibt es ein paar mehr.
    Ansonsten bleiben nur Manga/Graphic Novels/Filme, da sind die Asiaten eifrig dabei :P

    Du hast mich auf deine neu entdeckte Zombie-Reihe aufmerksam gemacht! Liest sich das Englisch gut weg? Hab noch keine Zombie-Bücher auf englisch gelesen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. The Scattered and the Dead ist zwar recht dick, aber das Autorenteam hat einen genialen, unkomplizierten Schreibstil, mit dem ich keine Probleme hatte bis auf ein paar typisch amerikanische Slang-Ausdrücke. Ich empfehle dir die Bücher auf jeden Fall, weil sie oft genug auch sehr witzig sind. Düster, aber sehr lesenswert!

      Ich glaube, ich muss wirklich mehr auf Englisch lesen - erst gestern habe ich de Autoren Jay Kristoff auf Goodreads entdeckt, der auch viele Fantasy-Bücher mit asiatischem Setting geschrieben hat. Leider wurden die aber noch nicht übersetzt, aber ich beherzige deinen Tipp!

      Löschen
  3. Hallo Julia,
    da sind wieder einige Bücher bei, von denen ich noch nichts gehört habe. Das macht doch gleich Lust aufs Stöbern :o) Imperia habe ich auch gelesen und ich fand das Buch richtigrichtig gut. Ich freue mich,dass du es hier nochmal in Erinnerung rufst :o)

    Ganz liebe Grüße Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Besonders The Scattered and the Dead wäre meine Empfehlung des Monats, weil die Bücher wirklich sehr toll sind! Die Autoren wissen sehr gut, wie sogar die Apokalypse humorvoll sein kann und deren Schreibstiil ist nicht kompliziert zu lesen :)

      Löschen