Montag, 11. Juli 2016

Frage für dazwischen: macht ihr manchmal Reihen-Re-Reads (Harry Potter lässt grüßen)?

Seit Pottermore mich letztens in eines der Hogwarts-Häuser einsortiert hat (ich bin eine Ravenclaw. Anscheinend bin ich nicht böse genug, um zu den Slytherins zu kommen, aber zu listig, um eine Gryffindor zu sein ;p ), hat sich in meinen Kopf der Plan festgesetzt, für den Sommer nach Hogwarts zu gehen. Nein, einen Brief habe ich nicht erhalten, ich will bloß einen großen Re-Read machen!

Auf meinem Kindle sind die Bände drauf und aus dem eigenen Regal habe ich ,,Harry Potter und die Kammer des Schreckens" und ,,Harry Potter and the Half-Blood Prince" herausgezogen, wie ihr hier sehen könnt, eines meiner Lesezeichen steckt auch bereits in den Startlöchern.
Und genau dazu ist mir mal wieder eine gute Frage für dazwischen eingefallen: Sind Re-Reads eigentlich üblich unter vielen Lesern oder doch nicht so, wie ich gerade vermute? Oder kommt es nur auf die Bücher an, die man noch einmal zwischen die Hände nimmt?

In den meisten Fällen kommt es doch eher darauf an, was man noch einmal lesen möchte.Manche Bücher sind für mich nichts als 100 % Unterhaltung und bleiben nicht lange im Kopf. Ich lese sie, amüsiere mich, vergesse sie später zum größten Teil und basta. Wir sind wie Kollegen, die sich eine Zeit lang grinsend abklatschen, aber irgendwann nichts mehr miteinander am Hut haben. ,,Kennen wir uns? Ja, stimmt, da war was Nettes ... Also, dann Tschüss." Solche Geschichten würde ich sicher nicht noch einmal lesen, sondern lieber ganz neue Buch-Gefilde erobern.
Allerdings, würde ich mein eigenes Leben mal ganz distanziert betrachten, gibt es immer wieder Bücher, bei denen ich denke: ,,Dieses Buch da, mit dem könnte ich seelenverwandt sein!" Gebt es zu: ihr alle habt Bücher, die sich in ihrer Gewaltigkeit bis auf den Grund eurer Herzen gegraben haben und wohl nie vergessen werden. 
Genau bei solchen Büchern, beziehungsweise Buchreihen, bin ich einem Re-Read nie abgeneigt. Dagegen kan man jetzt sagen, dass ich doch bereits die Geschichte und ihre Figuren kenne. Da ist doch die ganze Spannung verloren, ähnlich wie bei extremen Spoilern, die den ganzen Reiz am Ende einer Geschichte killen. Ich weiß, dass zum Beispiel dort meine Lieblings-Nebenfigur erschossen wird, wie da das geheimnisvolle Rätsel gelüftet wird und hier der große Kampf ausgeht.
 
Ja, das stimmt alles - und trotzdem kann ich hier ein großes ,,Na und?!" einwerfen. Über alte Witze und Geschichten, die mir wichtig sind, kann ich auch immer wieder lachen. Jetzt bin ich gerade bei ,,Harry Potter und der Stein der Weisen" - ich weiß, was im Groben passieren wird und kann mich trotzdem kaum losreißen. Manche Bücher bleiben für immer magisch.
Wie geht es euch mit Re-Reads? Macht ihr überhaupt welche? 

Kommentare:

  1. Momentan nicht, aber ein paar Lieblinge habe ich auch schon mehrmals gelesen. :-) Dabei finde ich es gar nicht schlimm, dass ich die Story schon kenne. Ich finde es einfach nur toll, nochmal auf Abenteuerreise zu gehen und Details zu bemerken die mir vorher vlt. noch gar nicht aufgefallen sind.

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    1. Das mit den kleinen Details ist bei mir auch so - dann merke ich immer im Nacnhinein, wie viel der Autor versteckt hat, was einem beim ersten Lesen gar nicht mal auffällt!

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  2. Ich re-reade sooo viel! Und da ich relativ schnell lese, ist das auch die einzige Möglichkeit, mein Bücherregal vor dem Einstürzen zu retten :P
    Harry Potter ist für mich auch ein Reread Klassiker, die Reihe habe ich jetzt schon an die 3 Mal durch :)
    LG Rike

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    1. Man merkt ja schon an dem Namen dement dementoren, dass du Harry Potter magst. Aber, wow, dreimal alle 7 Bücher durchzubekommen ist schon was Besonderes! Ich lese meistens auch im schnellen Tempo, aber würde ich sehr viele Bücher re-readen, käme ich nie dazu, neue Bücher von meinr Will-ich-lesen-Liste abzuhaken :D

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