Montag, 18. Juli 2016

Filmmeinung: Warcraft: The Beginning (2016)

Warcraft: The Beginning

Dauer: 123 Minuten
FSK: 12
Meine Bewertung: zwischen und
 
Inhalt: Die Welt der Menschen, Azeroth, lebt seit vielen Jahren in Frieden und Reichtum, als eine tödliche Macht gewaltige, unmenschliche Krieger in ihre Reiche bringt. Es sind Ork-Krieger, die ihre tote Welt verlassen haben, um eine neue Heimat für sich und ihre Familien zu finden. Der Frostwolf-Häuptling Durotan steht mitten im Kampf, aber die tödliche Fel-Magie, die die Portale zwischen den Welten öffnet, ist für Menschen wie Orks eine schreckliche Gefahr ...


Trailer:

Was ich denke: Das Prinzip, die epischsten Elemente eines Filmes in den Trailer zu packen und den Zuschauer in den ersten 15 Minuten zu langweilen, kenne ich (so ein Fall wäre bei mir ,,Mad Max: Fury Road", den ich nach 45 Minuten abgebrochen habe). Und ja, ich habe mich total auf den Film gefreut, obwohl ich mit den World of Warcraft-Spielen nichts am Hut habe, aber, wie bekannt, renne ich wie ein hechelnder Hund daher, wenn ich nur das Wort ,,Fantasy-Film" aufschnappe. Ja, Hunde sind sehr enthusiastisch, ich auch, aber der Anfang war nicht wirklich mitreißend!

Okay, was haben wir hier: einen Khal Drogo-ähnlichen Ork, der Familienvater geworden ist. Eine grünhäutige Kämpferin (die aber nicht aus ,,Guardians of the Galaxy" ist), Zwerge, die alle wie Kopien von Gimli aussehen und einen tollpatschigen Lehrling, der aber die große Macht besitzt. Und viel CGI. Unter ,,viel" solltet ihr ,,ganz, ganz viel" verstehen, denn besonders der Anfang kam mir eher so vor, als würde ich den Trailer für ein Vidoogame anschauen, aber im Laufe des Filmes werden aus den Bildern und Szenen echt optisch atemberaubende Bilder! Schaut euch DAS einmal an, Legendary und Blizzard Entertainment haben eine Filmkulisse geschaffen, in die ich mich stundenlang hineinträumen konnte *-


Die Handlung ist einerseits nichts Neues, aber hat zwischen ihrem anfänglichen schnellen Szenenwechsel noch Raum für seelische Konflikte gelassen, was ich wirklich toll finde, genau wie die Leistung der Schauspieler und sogar einer ziemlich unerwarteten Wendung. Nur in den ersten 15 - 25 Minuten blieb meine Begeisterung gelangweilt auf der Strecke, doch danach war schon Nervenkitzel garantiert! Der Konflikt ist relativ gut dargestellt, die verschiedenen Charaktere haben manchmal sogar noch Humor zwischen den hastigen Szenen parat und zum Schluss scheint es, als wolle Regisseur Duncan Jones für das Orkbaby eine Moses-Geschichte entwickeln ... Ob das gut gehen wird? Weiß nicht recht ...

Also, ja, alles in allem merkt ihr wohl an meiner Review, dass ,,Warcraft The Beginning" wirklich kein übler Film ist, wenn man mal nichts anderes will, als Riesen-Orks die mit ihren Hammern Menschen herumschleudern oder einfach nur herumschleudernde Energieblitze genießen will. Ich würde mich freuen, wenn es Fortsetzungen geben wird, da ja besonders in China der Film total gut ankam, während er in den USA mittelmäßig floppte. Das ist mir jedoch völlig egal, weil ich trotz allen Minuspunkten MEHR will! 

Kommentare:

  1. Hey Julia,
    schöne Rezension! Ich selbst habe Warcraft III und World of Warcraft gespielt, deswegen war der Film für mich wahrscheinlich ganz anders als für dich. Daher war es für mich spannend zu lesen, wie der Film bei jemandem ankommt, der die Welt Azeroth und die wichtigen Akteure noch nicht kennt. Ich hatte dafür andere "Probleme" mit dem Film - an manchen Stellen hielt er sich an die Storyline der Games, an anderen ging er völlig dran vorbei. Da bin ich mir immer noch nicht so ganz sicher, ob ich es gut finden soll oder nicht. Ähnlich wie du fand ich die schauspielerische Leistung klasse (vor allem, wenn man bedenkt, dass das wahrscheinlich alles vor Green Screen gedreht wurde) und ich begrüße es, dass man auch mal stille Momente für innere Konflikte erlaubt hat, gerade in so einem Action-Epos.
    Zur Moses-Geschichte: Da kann Duncan Jones nichts dafür, das ist ein sehr wichtiger Punkt im Warcraft Lore, an dem er nicht vorbei kam. Das giftgrüne Baby wird übrigens noch zu meiner Lieblingsfigur heranwachsen ;-) Ich hoffe stark, dass er der Protagonist des nächsten Films wird!

    Liebe Grüße,
    Susanne (von Schnulzen & Schwerter)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ah, natürlich muss für Wow-Spieler der Film sicher ganz anders sein als für Uneingeweihte ich ich :D Aber wenn aus Baby Go'el noch vielleicht ein großer Held wird, wie ich mal vermute, freue ich mich fast schon mehr auf die Fortsetzungen als zuvor!!

      Löschen
  2. Huhu Julia,

    ich wollte den Film eigentlich auch unbedingt ansehen. Leider habe ich es aber verpasst. Es gab eine Zeit, da habe ich das Spiel intensiv gezockt. Umso mehr interessierte mich nun also die Umsetzung. Dass du den Film - ohne Vorkenntnisse - so gut findest, ist natürlich nochmal doppelt so motivierend. Ich hoffe, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis der Film auch im Fernsehen ausgestrahlt wird.

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wahrscheinlich wird es noch dauern, bis Warcraft ins Fernsehen kommt, weil er ja noch relativ ,,frisch" ist. Sehen solltest du ihn dann aber auf jeden Fall, weil ich mich selbst jetzt noch ganz schwärmerisch an die Atmosphäre erinnere. Die ist sooo wundervoll gemacht, ohne extrem aufdringlich zu wirken. Richtig gute Fantasy-Filme vermisse ich manchmal, wenn ich mir anschaue, was für neue Filme es gibt und manches sich als ziemlicher Schrott entpuppt ;)

      Löschen