Dienstag, 26. Juli 2016

Filmmeinung: Conjuring - Die Heimsuchung (2013)

Conjuring: Die Heimsuchung

Dauer: 112 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung:
 
Inhalt: Ed und Lorraine Warren sind Experten für Dämonen, böse Geister und Heimsuchungen in Häusern, bis sie ihre Bewohner in den Wahnsinn treiben. Seit die Familie Perron in ihr altes Farmhaus gezogen ist, durchziehen jede Nacht sonderbare Geräusche das Haus, Türen gehen auf und Carolyn und Roger Perron sehen nur einen Weg, ihre Töchter vor dem Grauen zu schützen, aber selbst Ermittler für paranormale Erscheinungen müssen vor dieser düsteren Erscheinung zurückweichen, wenn sie den Verstand behalten wollen ...

Trailer:

Was ich denke: der australische Regisseur James Wan hat mit seinen zahlreichen Horrorfilmen schon vielen Jumpscares versetzt, aber ich dachte nicht, dass es so heftig sein würde, als ich mir neulich ,,Conjuring - Die Heimsuchung" anschaute! Ich gruselte mich wirklich, obwohl ich mehr als fünfmal ganz exakt vorhergesagt habe, was passieren wird. Zum Beispiel zuckte ich zusammen, als - buh! - aus dem Nichts Leichen herabbaumelten oder die dröhend-unharmonische Filmmusik bedrohlich anschwoll. Dabei braucht es hier nicht einmal viel Blut, sondern nur dezentes Horror-Feeling, bei dem sich einem eiskalt die Gedärme verknoten. Ich mag raffinierte Horrorfilme, weshalb ja der noch schaurigere ,,Babadook" bei mir ebenfalls gut gepunktet hat.
,,Hey, Mann, hinter dir hängt da so eine geisterhafte Erscheinung, wär vielleicht mal cool, sich umzudrehen, nicht, stehst ja gerade direkt unter einem uralten Baum ..." - puh, diese plötzlich herabbaumelnden Füße jagen mir immer noch einen Schrecken ein!

Und trotzdem: mehr als oft musste ich die Augen verdrehen wegen diesen typischen Horrorfilm-Momenten! Die Mutter geht auf die Tür zu? Natürlich wird sie zugeschlagen werden! Der Fokus der Kamera richtet sich auf die Glühbirne? Oh, tatsächlich, sie geht aus, wie vorhersehbar ... Aber, verdammt, dieser Film ist unheimlich!  Ich meine, wenn der Hund der Familie schon gleich am Anfang vor dem Haus zurückweicht, muss man doch ahnen, dass in diesem Haus irgendeine mordversessene dunkle Macht am Werk ist!

Subtiler Horror steht hier ganz groß geschrieben, deswegen bin ich etwas überrascht, dass die Storyline so rasant packend ist, aber halt dem typischen Heimsuchung-Schema entspricht. Ich würde echt nicht gerne in so einem Haus leben und kann, weil der Film verdammt spannend ist, auch nichts gegen den Verlauf des Plots sagen. Kurz gesagt: wenn ihr nach Filmen wie diesen nicht mehr einschlafen könnt und bei jedem Geräusch Herzrasen bekommt, ist ,,The Conjuring" vielleicht nicht die beste Abendunterhaltung. 

Jetzt freue ich mich schon wie verrückt darauf, ,,The Conjuring 2" anzuschauen, weil ich dieses dumpfe Gefühl des Gruselns einerseits unangenehm, aber auch toll finde! Das ist genau das, was jeden gelungenen Horrorfilm ausmacht, der nicht zu diesen idiotischen Splatterfilmen mit kreischenden Scream-Queens gehört (etwas, was ich total nicht leiden kann).  Deshalb gibt es eine volle, nur wenig blutbespritzte Punktzahl!

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