Mittwoch, 1. Juni 2016

Lesemonat Mai - als ein Haiku-Gott vom Himmel fiel, tanzte ich mit Auri und bekämpfte Nanotechnologie

Hm, Erdbeermilch schlürfen, ein Buch umblättern und genießen, wie der Wind die brutzelne Sonne abkühlt - das nenne ich ein gutes Leben! Besser ist es natürlich, wenn es dazu noch gute Bücher gibt ^^ Davon hat es mir im Mai gar nicht gefehlt, wie ich gerade mit meinem Lesemonat-Rückblick für den Mai festgestellt habe...
Insgesamt gelesen: 10 Bücher
47. ,,Windjäger" von Jim Butcher (hier rezensiert): Jim Butcher ist ein großer Name im Fantasy-Genre, aber irgendwie kam ich nie dazu, etwas von ihm zu lesen ... Bis jetzt! Das kam mir genau richtig, weil ich mehr im Genre Steampunk herumschnuppern will als zuvor. Das einzige an diesem Buch, was mich deprimierte, war, dass ich jetzt auf die nächsten Bücher der Windjäger-Reihe warten muss.




48. ,,Die erste Liebe - nach 19 vergeblichen Versuchen" von John Green: Whoa, wer hätte gedacht, dass ich tatsächlich mal ein John-Green-Buch lesen werde! Jetzt mal ehrlich, ich war selbst überrascht, aber meine Schwester meinte, ich sollte es auch mal lesen und deshalb habe ich halt mal zugegriffen und wurde überrascht. Colin, Wunderkind mit einem Hang zu Sitzenlasser-Katherines, und Hassan sind zwei verrückte, witzige Typen, die genau wissen, wie man gut unterhält.

49  ,,The Trials of Apollo - The Hidden Oracle" von Rick Riordan: Apollo, oh Apollo, dank dir kam ich wieder nach Camp Half-Blood, traf die blaubeer-süchtige Meg, folterte mit den Ares-Halbgöttern andere Halbgötter, sah Percy Jackson wieder, traf wieder Will und Nico, kämpfte um das Orakel von Dodona, sang, dichtete Haikus und musizierte im Angesicht des ameisengroßen Todes und sprengte durch heftige Niesattacken gigantische Köpfe weg ... Ach, ich spüre erst jetzt, wie heftig ich Camp Half-Blood verpasst habe. Am 3. Mai ist Riordans neue Apollo-Reihe rausgekommen und am 5. Mai war ich bereits fertig :D
50. ,,Geliebter Samurai" von An Lin (hier rezensiert): dieses Cover erinnert mich an eine Porzellanblüte: irgendwie zierlich, fein wegen den blassen Farben. Die Japan-Romantasy-Bücher von An Lin haben mich ja schon immer wieder begeistert, aber mit dem Start ihrer neuen Reihe um Yuna und Yoshi habe ich gelacht, mitgedacht, gezittert (na ja, das nicht, aber Angst hatte ich um meine Lieblingsfiguren schon mal). Spätestens seit ,,Wolverine: Weg des Kriegers" stehe ich auf japanische Waffen wie diese typischen Langschwerter und Wurfsterne - könnt ihr euch meinen Jubelruf vorstellen, weil die Autorin neben einer vorsichtigen Lovestory auch noch genug Action eingebaut hat? ,,Hurra!!

51. ,,Dark Swan - Sturmtochter" von Richelle Mead (hier rezesiert): Ich müsste einer Selbsthilfe-Gruppe beitreten zum Thema: ,,Wie kann ich es vermeiden, ständig neue Reihen zu beginnen?"
Dank Richelle Meads Figur Eugenie Markham, erfahrene Schamanin, Anderswelt-Feindin und Geisterjägerin, habe ich nämlich noch eine Urban Fantasy-Reihe angefangen. Ich hoffe, dass die Autorin weiterhin nicht das Dreieck zwischen Eugenie, Kiyo und Dorian nicht zu arg in den Vordergrund rücken wird. Das würde nicht ganz zur rasanten Handlung passen, der ich 5 Sterne verpasst habe

52. ,,Königin im Exil und 20 weitere Kurzromane", herausgegeben von George R.R. Martin und Gardener Dozois: 
Das fette Buch keifte: ,,Ha, Julia, sieh her! Erblicke meine 1000-seitige Herrlichkeit! Zitterte vor den Schriftsteller-Meistern, die sich hier versammelt haben! Knie nieder vor den Geschichten, die sich hier versammelt haben! Huldige den gefährlichen Heldinnen, die ich zusammengetrommelt habe! Niemannd kann mich je zähmen!"
Ich sprang auf, krempelte die Ärmel hoch und ging mit einem zähnefletschenden Grinsen auf das Buch zu. Es gab nichts Gefährlicheres als ein Leser, der sich vor der Herausforderung sah, einen extremen Schinken zu bändigen ... Aber mal ehrlich, so episch ist die Sammlung eigentlich nicht. Manche Geschichten - wie über den Weißen Fuchs von Brandon Sanderson - waren episch, andere dagegen vollkommene Langweiler.

53. ,,Das Schwert und der Drache" von M. R. Mathias: als Mikahl von seinem sterbenden König Balton das Schwert Eisendorn erhält und gezwungen wird zu fliehen, weiß er noch nicht, was für Kriege er damit auslöst. Pael, der Magier des neuen Königs Glendar, ist machthungrig und will dafür der Hexenkönigin Willa den Hüterstein entreißen. Währenddessen entscheidet eine Prophezeiung über die Brüder Gerard und Hyden: der eine findet einen magischen Ring, der andere bindet seine Seele an einen Falkling. Zusammen mit dem Elfen Vaegon können sie alle dem Bösen trotzen, als der unbezwingbar starke Dämon Shokin befreit wird ...
So viel zum Inhalt, der klarstellt: High Fantasy total. Alles, was ich an meinem Lieblingsgenre schätze, habe ich mit diesem eBook an einem Tag verschlungen. Nur Pael, der Oberbösewicht, hat mir nie gefallen: er ist so abgrundtief böse und klischeehaft, das ich seine abgrundtiefe Böshaftigkeit fast schon zum Knuddeln fand ;)

54. ,,Spook - Die Feinde des Geisterjägers" von Joseph Delaney (hier rezensiert): was die Spook-Reihe angeht, bin ich wohl eine der wenigen Fans der deutschsprachigen Buchwelt, welche die Reihe mit jedem Buch immer besser findet.  ,,Die Feinde des Geisterjägers" hat mir von allen bisher erschienenen Büchern am besten gefallen, weshalb ich nicht verstehe, warum cbj die Reihe abgesetzt hat. Wie konnten sie nur, jetzt, wo erst recht die Gefahr für den Spook und Tom am größten wird?!

55. ,,Die Musik der Stille" von Patrick Rothfuss: das ist ein Buch eines Bestseller-Autors, der in seinem eigenen Vorwort vor Auris Geschichte warnte und schrieb, dass man den richtigen Knacks braucht, um Auri zu verstehen und zu mögen. Wegen diesem Büchlein zerreißen sich die Meinungen in zwei Hälften. Die einen sagen: ,,Wunderschön!" Die anderen sagen. ,,Grottig!"
Auri ist eine faszinierende Figur in der Königsmörder-Chronik und ich wollte schon immer mal wissen, was in ihrem Kopf vor sich geht: eine Menge Verrücktes, wie ich jetzt erfahren habe. Trotzdem mag ich dieses Buch wegen seiner seltsamen Geschichte und der vielsagenden Stille in seinen Seiten.
56. ,,T.R.O.J.A.-Komplott" von Ortwin Ramadan
Agenten habe ich besonders in Filme besonders gerne, genau wie kontroverse High Tech oder mit Science Fiction-aufgepeppte Nanotechnologie. Deshalb habe ich dieses Buch gelesen, aber es war ... Denkt nicht, ich bin enttäuscht (dafür hate es zu viel spannender Action). aber mir ging die gesamte Handlung viel zu schnell über die Bühne. Ich hätte an der Stelle des Autoren mehr Tiefe meinen Charaktern gegeben und den Konflikt zwischen N-TEC UND NO-TEC mehr ,,aufgepeppt".

Damit hätte ich meinen Rückblick auf den Mai abgeschlossen und wie immer bin ich stolz darauf, so viel gelesen zu haben. Jetzt für den Juni habe ich mir fest vorgeschlossen, ein paar Reihen zu BEENDEN, merkt ihr das, die Betonung liegt ganz groß darauf, meinen Stapel begonnener Reihen zu killen. Wie geht ihr mit vielen Reihen um? Konsequent eine nach der anderen fertig lesen, oder gleich mehrere auf einmal begonnen haben? 

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