Montag, 2. Mai 2016

Lesemonat Rückblick April 2016 - morbide Prinzen, hochnäsige Adelige und japanische Weisheit!

Mai! Unglaublich, wie schnell Tage, Wochen und Monate vergehen! Vielleicht lese ich ja zu viel und merke deswegen kaum, wie die Zeit in der Realität vergeht ... Jetzt ist aber Zeit für einen Leserückblick, denn dieser Monat war auch ziemlich reich an Rezensionsexemplaren (was mich kurzzeitig sogar überforderte!)
 
Insgesamt gelesen: 10 Bücher
37. ,,Prinz der Dunkelheit"  von Mark Lawrence: Mein 1A-Lieblingsautor Rick Riordan hat auf Goodreads dieses Buch sehr hoch gelobt - hier dessen Rezension - und ich muss zugeben, dass diese Dark Fantasy-Reihe wirklich den Namen Darkest Fantasy verdient. Jorg ist gerademal 14 geworden, aber extrem rachsüchtig. Er liebt es, zu foltern und zu töten, nachdem seine königliche Familie blutig entehrt wurde - seitdem ist wie ein ständiger Schmerz das Böse in seinem Leib gefangen und an Jorgs Prinzenhänden klebt eine Menge Blut.
Jorgs Bande von Gesetzlosen ist zwar am Anfang recht gewöhnungsbedürftig, aber mit jedem Kapitel war ich begeisterter von Jorgs Intelligenz, seinem makabren Humor und den vielen Geheimnissen seiner Welt - da wären z.B. die Leucrota und düstere Nekromanten. Wirklich ein tolles Buch!

38. ,,Die Kinder der Götter" von Pamela Gelfert (hier rezensiert): in diesem Buch hatte ich wirklich eine Protagonistin, mit der ich mich erst anfreunden musste, weil die Idee mit den Göttern und dem Wettkampf sofort spannend klang. Jetzt, wo ich mich wieder an das Buch erinnere, muss ich wieder darüber grinsen, wie albern kindisch sich Katherine manchmal benahm - allerdings war sie eine Protagonistin, bei der ,,Albern kindisch" schnell zu ,,unmöglicher, sturer Einfaltspinsel" wurde :)

39. ,,Das Amulett der Elben" von Silvia Krautz (hier rezensiert): meine erste Flop-Rezension (die auch meine hunderste Rezension war) behandelte dieses Buch. Gerade habe ich mich vertippt und Buh geschrieben, was es zum größten Teil auch treffen würde. Charaktere, Handlung und Welt sind mies. Für alte Hasen des High Fantasy-Genres war ich völlig unterfordert.

40. ,,Kirschblüten und rote Bohnen" von Dorian Sukegawa: ein gepunktetes Cover benötigte ich für die LovelyBooks-Themenchallenge - aber wer hätte gedacht, dass dieses Buch so schön sein würde? Eigentlich geht es zu Beginn nur um An, eine süße Bohnenpaste und ihre liebevoll geschilderte Zubereitung. Klingt langweilig? Das hätte ich vor dem Lesen auh gesagt, aber in diesem Roman aus Japan kommt es mir so vor, als hätte der Autor ein Fenster durch Raum und Zeit geschnitten, nur damit wir Leser andere Menschen und ihre Schicksale hautnah miterleben dürfen. Manchmal hat mich die Geschichte wirklich mitgenommen, um mich dann wieder zum Lächeln gebracht hat. ,,Super" klingt vielleicht etwas sehr umgangssprachlich für diesen zartfühligen Roman, aber er ist halt super.

41 ,,Der Blumenkrieg" von Tad Williams: dieses Buch habe ich als eBook gelesen, doch auch da war seine monumentale Größe spürbar. Das ist ein Epos über Elfen, deren Welt von industriellen und politischen Umschwüngen verändert wird, wo Dryade und Nixe und Goblin leben - und da rein kommt Theo, ein Dreißigjähriger, der soeben alles im Leben verloren hat, was ihm lieb war.
Tad Williams ist für jeden Fantasy-Leser ein Name, der bekannt ist - jetzt habe ich mein erstes Buch von ihm gelesen und bin völlig begeistert! Er kann so gut beschreiben, all seine Figuren werden zu echten Freunden und bei dem Pestdämon musste ich bei seinem ersten Auftreten geradezu erschauern.
 
42.  ,,Adel verpflichtet - Der Agent der Krone" von A. P. Glonn (hier rezensiert): Britische Agenten sind so allglatt toll! Schuld an meiner Begeisterung für diesen Steampunk-Spionageroman ist sicher, dass mein April einen Filmhighlight namens ,,Kingsman" hatte. Er war um astronomische Weiten besser als ,,Mad Max - Fury Road - das ist mal ein Film, den ich richtig %s&*#h!!-§!!Xd?!! nenne.

43. ,,Half Lost" von Sally Green (hier rezensiert): für dieses abgedrehte, weltsicht-zerstörende Buch habe ich eine Reaction-gif parat:

Oder sollte ich lieber schreiben, wie ich mich gefühlt habe beim Lesen? Okay, ich wollte lachen, aufkreischen, brüllen und heulen, alles gleichzeitig. Sally Green kann mit ihren Büchern und Figuren mein ganzes Gefühlsleben auf den Kopf stellen, noch tage- und wochenlang werde ich weiter darüber nachdenken, dass ,,Half Lost" ein düsteres Meisterwerk ist. So mus Urban Fantasy sein. So muss eine richtige Trilogie enden.



44. ,,Aves" von Dragana Thibaut (hier rezensiert): Lasst euch nicht von diesem Cover abschrecken, das nicht nur durch seine Farbwahl seltsam wirkt, sondern auch einen seltsamen Vogel auf dem Cover hat. Innen befindet sich nämlich eine Romantasy-Story, die mich nicht vollständig überzeugen konnte (zu unblutig, zu nett, zu Young Adult-artig)

45. ,,Metro 2035" von Dimitry Glukhovsksy (hier rezensiert): diesen Monat habe ich mich auf dem Random House Bloggerportal angemeldet und erhielt ein paar Tage später gleich einen Newsletter zu dem neuen Buch aus der Bestseller-Metro-Reihe aus Russland. Und tatsächlich: bei diesem Wälzer, der dicker als 5 cm ist, war ich sofort begeistert! Zwar fehlen die Mutanten und Monster, die Bestandteil der anderen Metro-Bücher sind, aber trotzdem hat mich Artjoms trübe, gefährliche Metro-Welt gefangen genommen. Solch Science-Fiction-Dystopien sollte ich öfters lesen.

46. ,,Red Risinng" von Pierce Brown: ja, dieses Buch fängt wirklich sehr gut an und hat neben dem Setting auf den Mars eine ziemlich seltsame Gesellschaftsordnung, gegen die sich Darrow auflehnt - und dabei selber zu seinen ,,Feinden" wird. Der Schreibstil des Autoren ist wirklich total gut, aber manchmal fehlte mir etwas in seinem Buch. Lag es daran, dass die bildgewaltige Stimmung manchmal einfach so zerbrach? Oder bin ich inzwischen sogar etwas gelangweilt, wenn Minderjährige sich im Kampf ums Überleben gegenseitig abschlachten wollen. Mir hat das Buch gefallen, aber es war auch nicht gerade ein umwerfender Highlight.

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