Donnerstag, 7. April 2016

Rezension: Die Kinder der Götter von Pamela Gelfert (Edition Ecrilis; Rezensionsexemplar)

Beinah wie ,,Fluch der Karibik", nur halt eine mythologisch angehauchte Seereise!
 
Ein Rezensionsexemplar, das pünktlich zu Ostern ankam, kann nur Gutes verheißen :) Dieses Buch verdanke ich Pamela Gelfert!
 
Katherine Loriala kann nicht fassen, welches Schicksal sie - eine junge, schöne Adlige - ereilt hat: sie landet auf dem Piratenschiff des attraktiven Kapitäns Samuel Scyllaeus, dessen Augen ebenso tiefe Geheimnisse wahren wie er selbst. Samuel ist Teil eines göttlichen Wettkampfes. Götter wie Poseidon, Aiolos oder Hades erwählen besondere Menschen, welche mit den Gaben ihres Gottes über die Meere fahren und um den Sieg kämpfen. Als Katherine in diesen Kampf mit hineingezogen wird, kann sie noch gar nicht begreifen, welche Pläne die Kinder der Götter haben. Hades, der diesen Wettkampf nämlich erst ins Leben rief, möchte durch die Kinder der Götter gewaltige Monster und Titanen befreien. Katherine muss ihr ehemaliges Leben als reiches Adelmädchen aufgeben, um wie eine echte Piratin sich das zu nehmen, was sie will ...

,,Die Kinder der Götter" von Pamela Gelfert hat wirklich ein atmosphärisches Cover! Es hat mir sofort gefallen. Allerdings ertappte ich mich beim Lesen darauf, bei den ersten Kapiteln die Augen verdreht zu haben: ich fürchtete nämlich, dass Samuel der totale Bad Boy-Kapitän sein würde und Katherines Charakter war auch wirklich gewöhnungsbedürftig wegen ihren Anwandlungen zwischen naiver Sturheit und dieser trotzigen Art, bei der ich sie am liebsten an den Schultern gepackt und majestätisch durchgeschüttelt hätte. Aber dieser Eindruck hielt nicht lange - was dann aus der Story wurde, hätte ich nie geahnt! 

Hier beherrschen die Götter der griechischen Mythologie die Welt und sind, wie halt Götter sind - intrigant, arrogant und besserwisserisch, was die Menschen angeht. Die Idee mit dem Wettkampf hat mir gleich gefallen, weil besonders starke Charaktere ihn austragen - Samuel und Diana waren mir gleich sympathisch, während ich mit Katherine bis zur Hälfte des Buches ein kleines Problem hatte. Sie änderte sich nur langsam, aber je weiter es ging, umso besser wurde sie.  Ich meine, am Anfang war Katherine wie ein stures Kind: sie konnte nichts zu ihrem  eigenen Schutz machen, besteht aber dann auf die ,,Ich kann auch kämpfen"-Phrase. Meine Reaktion darauf war nur ,,Hallo, Katherine?! Du kannst bisher kaum etwas, also geh Samuel mal aus dem Weg, damit er dich wieder einmal retten kann!" Zum Glück hält sich dieses Phänomen nur im ersten Drittel von ,,Die Kinder der Götter."

Der Schreibstil der Autorin kümmert sich nicht um weitschweifende Beschreibungen, was zum Tempo dieser Geschichte passt - manchmal fühlte ich mich bei den magischen Schlachten an Fantasy-Rollenspiele erinnert. Die Lovestory entwickelt sich langsam, aber ist sofort da, als Katherine und Samuel sich sofort sehen - manchen kann das vielleicht zu unrealistisch vorkommen, aber beide Figuren ergänzen sich recht gut. Zum Ende hin fieberte ich begeistert mit - es gab Monster, Seeschlachten, starke Teams und große Wendungen! 

Goldenes Licht erstrahlt an der Klinge meines Rezensentenschwertes. Die Dunkelheit verzieht sich zum Horizont hin und die Macht der Sonne von Helios pulsiert in der Luft, worauf 4 Sterne über dem unergründlichen Meer des Poseidon aufleuchten.

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