Samstag, 2. April 2016

Rezension: Das Amulett der Elben von Silvia Krautz (in Farbe und Bunt; Rezensionsexemplar)

Bezauberndes Cover vs. mittelmäßige Story ... Nicht das Beste; es ging gerade so.

Manchmal hat man nicht mit jedem Buch das Glück, super unterhalten zu werden - so ging es mir bei diesem Rezensionsexemplar des Verlages ,,in Farbe und Bunt." Aber etwas Besonderes habe ich zu bieten: dies ist meine 100. Rezension :D
 
Nalika besitzt gewaltige magische Kräfte, die sie für ihren Meister und Lehrer Rimar benutzt, um die Elben zu bekämpfen. Als Kind musste Nalika erleben, wie die spitzohrigen fremden Wesen ihre Eltern töteten und dann ihren Hof abbrannten. Seitdem lebt sie auf Burg Graufels und will nur eins: Rache. Nalika ahnt nicht, dass Meister Rimar sie nur als Werkzeug benutzen will, denn Nalikas Verlangen nach Vergeltung kommt Rimar nur recht: er will das mächtige Amulett der Elben stehlen. Und so betritt Nalika einen neuen Weg, doch nachdem sie den Schmerz des Waldes wegen einem Elbenfluch spüren musste, lernt Nalika endlich, dass Rimar ein Lügner ist ...

,,Das Amulett der Elben" von Silvia Krautz ist kein Brüller. Dazu werde ich etwas wie ,,Absolut zu empfehlen" nicht sagen. Zugeschnitten auf ein eher jugendliches Publikum, war mir die Fantasy-Welt zu einfach und die Handlung geradlinieg. Okay, was High Fantasy angeht, habe ich inzwischen Ansprüche ausgebildet, immerhin fing ich an, mit 13/14 ,,Game of Thrones" zu lesen ... Insgesamt habe ich nur ganz wenige Charaktere ausführlich kennengelernt und die Fantasy-Welt beschränkt sich auf Burg, Wald und Dörfer. Informationen, wie z.B. das Land heißt oder wie es regiert wird, fehlen total. Manchmal sind diese Sachen zwar nicht wichtig, aber ich vermisste sie trotzdem sehr stark.

Zuerst stört mich besonders die Protagonistin Nalika. Sie ist unsympathisch, extrem aufbrausend, aber schafft es da, sich innerhalb 24 Stunden vom Charakter völlig zu verändern. Ab da wird sie zu heldenhaft, weil für sie nur noch ,,Gut" und ,,Böse" existiert. Ihre Sturheit grenzt oft genug an naive Beschränktheit - wie kann sie nur nie darüber nachdenken, welche Konsequenzen ihr Handeln haben kann? Kapitel um Kapitel steigerte sich meine unterschwellige Abneigung gegenüber Nalika.

Der böse Rimar ist natürlich nur durch und durch machthungrig und gemein. Ich will in Büchern gerne erfahren, warum der Bösewicht böse geworden ist (bei Nalika erfährt man sofort, warum sie die Elben alle tot sehen will, das ist nachvollziehbar), aber Rimar kennt keine Beweggründe.

Der Schreibstil ist wirklich flüssig zu lesen. Die Autorin schreibt mit großer Anteilnahme an Nalikas Erlebnissen. Dabei wird nur eine einzige Handlungslineie verfolgt, was ich nicht immer mag. Es ist einfach nicht ein klassisches, episches, 500-Seiten High Fantasy-Brocken mit Kämpfen, starken und vielen Charakteren, wirklich finsteren Wesen und vielen wichtigen Einzelheiten in Handlung wie Story. So aber vergebe ich, weil es angenehme Unterhaltung war, vielleicht 3 Sterne, aber zum Ende hin entscheide ich mich für 2 Sterne. Lasst euch davon nicht abschrecken, denn dieses Buch hat andere Leser völlig begeistert. Nur mich halt nicht.

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