Samstag, 9. April 2016

Filmmeinung: Kingsman: The Secret Service (2015)

Kingsman: The Secret Service

Dauer: 129 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung:
 
Inhalt: Eggsy sorgt gerne für Unruhe in seinem Leben und sein Talent dafür wird dann vom geheimnisvollen Agenten Harry benutzt. Eggsy fängt ein hartes Training für die Kingsman an, einer geheimen Elite-Spionagegruppe, deren Agenten hart, elegant und präzise die gefährlichsten und geheimsten Aufträge der Welt erledigen. Britische Gentlemen mit Superwaffen  sind genau Eggsys Ding, aber als ein reicher Mann aus dem High-Tech-Sektor durch seine SIM-Karten die ganze Menschheit vernichten kann, sind selbst die Kingsman gefährdet. Eggsy will beweisen, dass auch er (halbwegs) das Zeug zum Kingsman hat ...


Trailer:
Meinung: Die ersten Minuten dieser Agentenkomödie waren bereits verheißungsvoll und die Castliste verspricht - Butler Arthur aus "Batman" ist anscheinend überall dabei - tolle Schauspieler. Alles an ,,Kingsman" ist ein actionreicher Gag. Gentlemen-Spione mit Ultra-High-Tech-Waffen, die immer wieder mit Anspielungen auf andere Agentenfilme und James Bond um sich werfen - wunderbar! Ich hatte es gar nicht schwer, mich in der Story zurechtzufinden, weil der Film nicht nur spaßig ist, sondern eine geballte Ladung Spaß ist. 

Britische Geheimagenten stehen in diesem Film ganz vorne, allerdings wäre ohne Eggsy als Hauptrolle der Film sicher weniger lustig geworden, weil er unaufhaltsam zum Lachen bringt. Als Unruhestifter war er mir gleich sympathisch, obwohl er es ziemlich auf Konflikte anlegt - sogar mit dem größten Schurken der Welt. Aber jetzt mal ehrlich: ,,Kingsman" soll man nicht ernst nehmen, denn im Grunde bleibt es eine Action-Parodie. Deshalb kapiere ich nicht, warum sich manche so aufregen, dass Valentine ein lispelnder Bösewicht ist, der kein Blut sehen kann. Das ist wie in ,,Deadpool" - da nimmt sich der Film ja auch nicht wirklich ernst als Film.

Gewalt fehlt es in diesem Film auch nicht und jetz muss ich zugeben, dass die extrem Abschlacht-Szenen von morbider Komik waren. Die Szene mit dem Gemetzel in der Südstaaten-Kirche war heftig und stellenweise glaube ich, dass die Macher es zu lange gezogen haben. Vielleicht bin ich ja zu unempfindlich, aber wie sich die Leute mit Stöcken aufspießten und Äxte in ihre Hälse rammten und Eggsy es am Laptop mitverfolgte, hatte durchaus etwas wie einen üblen, cartoonßigen Witz an sich.

Ich war mir sofort sicher, dass die Kingsman siegen würden - aber seid gewarnt, da das Ende so feierlich brutal ist. Vielleicht spoilere ich jetzt etwas ganz Tolles, aber egal: die explodierenden Köpfe waren verdammt gut! Feuerwerk, feierliche Klassikmusik und bunte Farben neben knallendem Puff-Puff-Peng! Das Feuerwerk nach der epischen Schlacht ließ die Köpfe explodieren - anscheinend auch bei manchen Kritikern, weil ich gerade eine Reviw gelesen habe, wo es hieß, dem Film hätte man eine FSK 18 geben sollen. Dem stimme ich nicht zu - flögen überall blutige, schleimige Gehirnfetzen rum, hätte ich es widerlich gefunden. So aber überwiegt eine Hymne des Sieges der Gentlemen.

Wenn ihr nichts gegen schrägen Humor und lange Brutalität habt, werdet ihr mit ,,Kingsman : The Secret Service" ganz viel Spaß haben. Hoffentlich wird die geplante Fortsetzung genau so einzigartig sein, denn ich würde gerne wieder mit den Kingsman zu einer irrwitzigen Mission aufbrechen. 

Kommentare:

  1. Hallo Julia ;-)
    Deiner Filmmeinung kann ich mich nur anschließen.
    Obwohl es ein eher untypischer Film für mich ist, habe ich ihn gesehen und empfand ihn als unerwartet gut.
    Bei der angesprochenen Kirchenszene klappte die im wahrsten Sinne die Kinnlade herunter.^^
    Irrwitzig und Spaß - absolut !
    Liebe Grüße,
    Hibi

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    1. Die Kirche war wirklich krass - ich konnte auch kaum aus meinem Staunen herauskommen. Trotzdem könnte es aber ruhig mehr Filme wie Kingsman geben. Ich habe es vom Anfang bis zum Ende genossen, sogar die Szene mit den explodierden Köpfen :D

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