Dienstag, 1. März 2016

Lesemonat: Rückblick Februar 2016 - von High Fantasy, Urban Fantasy und Tierfantasy

Ich kann mir nicht vorstellen, in den Frühling zu gehen, ohne zuerst meinen gelesenen Büchern einen Rückblick zu gönnen! Nachdem ich im Januar ganze 15 Bücher gelesen habe, war der Februar etwas ruhiger, weil ich u.a. weniger gelesen habe. Immerhin waren manche richtig dicke Exemplare und mit 2 englischen Büchern in einem Monat habe ich mich selbst übertroffen, so arg übertroffen, dass ich wirklich zu überlegen beginne, ob ich nicht auch Bücher auf Französisch lesen könnte ... Doch diese Idee ist mir doch zu abenteuerlich!
Zu meinen Rezensionen, falls geschrieben, kommt ihr wieder durch einen Klick auf die Cover. Zugegeben gab es diesen Monat aber nicht sehr viele Rezensionen.
Insgesamt gelesen: 10 Bücher
http://lizoyfanes.blogspot.bg/2016/02/rezension-war-chant-isieger-von-nika-s.html
16. ,,War Chant I - Sieger" von Nika S. Daveron: zuerst im Februar beendet habe ich diese hammermäßige Dystopie, die sich am liebsten niemand entgehen lassen soll, der endlich keine Mainstream-Dystopie lesen möchte. Was die Autorin hier geschrieben hat, ist ebenso spannend wie faszinierend und mit Charakteren, die trotz ihrer persönlichen ,,dunklen" Seiten ans Herz wachen. Die Gladiatorin Harbinger von der Müll-Insel Odyssey, wo die Sieger totalitär über jeden Menschen entscheiden, ist die stärkste Charakterin, die mir bisher untergekommen ist. Rüpelhaft, intelligent, tapfer, stolz, pflichtversessen - Harbinger will jeder auf seiner Seite wissen, wenn es um Kämpfe geht. Seit dem Buch bin ich ein Fan des verrückten Kämpfer-Paars Crawbinger, wie ich Harbinger und Crawford einfach mal getauft habe.

17. ,Die Furcht des Weisen 2" von Patrick Rothfuss: so blaugrün das herrliche Cover, so ruhig ist auch die Geschichte, wie Kvothe erst bei der Fae Felurian zu ihrem Liebessklaven wird (halbwegs freiwillig) und beweist, dass er das Zeug zur Sagengestalt hat, nachdem er den Geheimnissen der Adem auf den Spuren war. Das zog sich alles, ehrlich gesagt, sehr in die Länge, dass ich am Ende mit einem jammernden Aufseuzfen 3 Sterne vergab. Aber niemand ist großartiger als Kvothe und nichts herrlicher als Rothfuss' Schreibstil.

http://lizoyfanes.blogspot.bg/2016/02/rezension-warrior-cats-in-die-wildnis.html
18. ,,Warrior Cats - In die Wildnis" von Erin Hunter: ich hatte mir ganz großspurig im November vorgenommen, alle Staffeln von Warrior Cats im Winter 2015/16 zu lesen, habe aber den Vorhaben ins Wasser fallen müssen, da ich 1. sonst einen Katzenkoller bekommen hätte und 2. mehr als genug bereits zu lesen hatte, um mich um die kriegerischen Samtpfoten zu kümmern. JETZT habe ich aber das erste Buch der ersten Staffel gelesen und verstehe, warum so viele Warrior Cats verehren. Das Verhalten der Katzen - vom Zwinkern bis Kämpfen - ist so schön beschrieben und im Kriegerkater Feuerpfote erkenne ich Verhaltensmuster meines eigenen Katers wieder.
Die Clan-Katzen haben mich in ihren Fängen, und das ist gut so, da jeder Katzenliebhaber ,,Warrior Cats" mögen wird. 

19. ,,Nox - Anderswo" von Yves Grevet: schade, dass diese Reihe nur eine Dilogie ist! Gern hätte ich noch länger in der dystopischen Welt von Oben, Unten und der Nox verweilt. Jetzt stehen 4 Charaktere im Vordergrund: Lucen, Firmie, Gerges und Ludmilla. Wo das erste Buch abrupt endete, geht es hier nahtlos weiter und ich bin verblüfft, wie gut und ohne unnötige poetische Schilderungen Yves Grevet die pausenlose Hetzjagd, die inneren Ängste und die drückende Schwere der Nox beschreibt. Das Happy End ist nicht vollkommen happy, doch die schlimmsten, hasserfüllten Konflikte werden logisch aufgelöst.  
Wenn Yves Grevet immer so aufgeladene Dystopien schreibt, muss ich mir die Méto-Trilogie zulegen (besonders deswegen, weil Méto nach ,,Maze Runner - Die Auserwählten" klingt und James Dashner gehört halt zu meinen Lieblingsautoren.)

20. ,,Die Ewigen 1 - 3" von Chriz Wagner: diesen Sammelband habe ich kostenlos als eShort-Sammlung auf Amazon ergattern können, doch mit der ersten Erzählung war ich gelangweilt wie noch nie. Besonders der Schreibstil des Autors ging mir auf den Keks, da er so schlicht ist. Ich meine, da kann ich atmosphärischer schreiben! Bis zum Schluss dieses kleinen Sammelbandes gähnte bei mir ein galaktisch großes Loch an Desinteresse. Lasst euch nicht von kostenlosen eShorts auf Amazon verführen; sie sind tückischer als Skylla und Charybdis in einem.

21. ,,Scorch" von Gina Damico (Croak-Trilogy 2): jeder Leser will gerne in einer bizarren Welt leben, die nicht real ist. Tja, wenn man je vor die Wahl gestellt wird, in welcher Welt man sterben will, dann wählt auf alle Fälle die Grimsphere aus der Croak-Trilogie. Es reichen 4 Wörter aus, um die Bücher dieser Reihe zu beschreiben: liebenswert, morbid, witzig, actionreich
Damico holt das Beste aus der ehemals tyrannischen Lex heraus, die als The Last vielleicht die gesamte Welt der Grim Reaper auslöschen kann und dabei ihrer Feindin Zara in die Hände spielt, da Zara wie Lex The Wrong Book suchen - der Schlüssel zu alter, tödlicher Macht. Aber das Ende von ,,Scorch" ... das Ende war eine Dynamitstange, die Gina Damico mit der Bravour einer Lieblingsautorin ins Buch gesteckt hat.

http://lizoyfanes.blogspot.bg/2016/02/rezension-percy-jackson-erzahlt.html
22. ,,Percy Jackson erzählt Griechische Göttersagen" von Rick Riordan: als ich dieses Buch gelesen habe, kaum dass es im Englischen rauskam. Trotz allem wollte ich noch einen Abstecher in die von Percy entstaubte Mythologie machen, denn - große Offenbarung - ich bin selber von antiken Mythologien angetan.
Was vielleicht sehr abgedroschen in Mythologie-Lexika klingt, wärmt Riordan hier neu auf, sodass die alten Geschichten mit dem faden Geschmack alten Papieres plötzlich zu einem verdammt großen Partybankett wird. Ich habe mich an den witzig geschriebenen Storys über die griechische Mythologie bis zum Geht-nicht-mehr überfressen!! Zitat aus meiner eigenen Rezension: LESEN, auf jeden Fall selber lesen!

23. ,,Rogue" von Gina Damico (Croak-Trilogy 3): ich kann ganz, ganz laut auf frisch gelernten amerikanischen Flüchen lostoben. Nur, weil Damico hier den Leser von den wunderbaren Freunden aus Croak trennt und selber dabei in der Dankaussage betont, dass sie am meisten Lex, Driggs, Grotton, Uncle Mort etc. vermissen wird. Dieses Buch, das Finale und der letzte Endkampf, ist dramatisch, aber super geschrieben. Obwohl ... ich kann nicht glauben, was Lex sich selbst antut. Das ist dramatischer, als hätte sich Frodo samt des Rings in das Feuer geworfen. Ich weiß, dieser Vergleich passt nicht gut zu Croak, aber etwas passenderes fällt mir im Moment nicht ein.
24. ,,Fruchtfliegendompteur" von Christian Pokerbeats Huber: ich weiß nicht ganz, was ich zu diesem Buch alles sagen soll: es ist wirklich witzig und beschreibt auf lebendige Weise, inwieweit der Alltag eines typischen Menschen verrückt ist. Ich habe das Buch ungefähr an einem Tag durchgelesen und war schon recht gut unterhalten, was hier einer Bewertung von 3 bis 4 Sterne entsprechen wird.
 
http://lizoyfanes.blogspot.bg/2016/02/rezension-tarean-der-sohn-des.html?showComment=1456589953651#c8494962570926269654
25. ,,Tarean - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies: das erste Buch der Tarean-Trilogie ist reine, klassische High Fantasy, wie sie sein muss. Schon mit dem Prolog über den herannahenden Hexenmeister und seiner Finsternis spürte ich, einen Diamant in den Händen zu halten. Umso glücklicher war ich, als das Buch in allen drei wichtigen Kategorien spannender und fantastischer wurde: Charaktere (sehr gut), Handlung (sehr gut), Schreibstil (sehr gut) und von dem Coverdesign und den Karten will ich gar nicht einmal reden. Hier geht es um Epic Fantasy, wie sie sein muss!
Trotzdem habe ich lange für das Buch gebraucht, unter anderem, weil ich während ,,Tarean" 4 andere Bücher begonnen hatte und mich nie entscheiden konnte, was ich lesen sollte. 

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