Samstag, 5. März 2016

Filmmeinung: Prisoners (2013)

Prisoners

Dauer: 153 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung: ★★★
 
Inhalt: Keller Dover, ein ruppiger Handwerker aus dem ruhigen Pennsylvania, liebt seine kleine Tochter mehr als alles auf de Welt. An Thanksgiving zerbricht aber seine Welt, als seine Tochter zusammen mit ihrer besten Freundin entführt wird. Die Spur, welche der ehrgeizige Detective Loki aufnimmt, führt als erstes zum schäbigen Wohnmobil des geistig eingeschränkten Alex, doch ohne schlagkräftige Beweise kann Loki ihn nicht weiter festhalten. Also lässt er Alex laufen, worauf Keller mit aller Macht versucht, Alex ein Geständnis abzuringen. Die Gerechtigkeit der Welt liegt scheinbar nur noch in Selbstjustiz, während Loki mysteriösen Umständen auf die Spur geht und den totalen Wahnsinn entdeckt ...

Trailer (der sieht vielleicht danach aus als spoilere er die gesamte Handlung, aber dem ist nicht so!!) :

Meinung: Wow, was für ein Thriller! Ich versprach mir, kaum sah ich Hugh Jackmann und Jake Gyllenhaal in den ersten Szenen, sofort einen tollen Film, da die beiden immer wieder beweisen, dass ihre Filme großartig sind. Gut, ,,Enemy" mit Jake Gyllenhaal fand ich recht bescheuert, aber andere Filme mit ihm - wie ,,Donnie Darko", ,,Source Code" oder ,,Nightcrawler" - haben dafür gesorgt, dass er zu meinen Lieblingsschauspielern gehört. Ich meine, der Mann ist wahnsinnig talentiert! 
Mit einer Länge von mehr als 2 Stunden baut ,,Prisoners" wegen seinen gewagten Themen wie u.a. Selbstjustiz eine dichte Atmosphäre auf, die zu den sich verändernden Protagonisten dieses mysteriösen Thrillers passen. Die Dramatik - und handle es sich nur darum, dass Loki mit zunehmender Nervosität mehr blinzelt - kommt schleichend wie eine Schlange und führt den ratlosen Zuschauer durch ein Labyrinth der Ängste. Unweigerlich fragte ich mich, ob es Loki schaffen wird und was aus Keller Dover wird ... Bis ich bei den unweigerlichen Wendepunkten die Augen aureißen musste und nicht glauben konnte, wer eigentlich hinter allem steckt.

Ruhige, aber nervenzerreißende Effekte und kleine Details wie das sich wiederholende Motiv des Labyrinths blicken tief in den Abgrund, der Gewalt in den Opfern auslösen kann. Ich war mir nie sicher, welches Gefühl bei den fast schon horrorartigen Elementen mich mehr in Beschlag nahm: Furcht um die handlungstragenden Figuren oder ungehemmte Faszination wegen der atmosphärischen Geladenheit. Sogar die Musik mit fein gesetzen Tönen passt wegen ihrer Armut an unnötiger ,,Prahlerei" zu dem mitreißenden Film, obwohl mich das Hauptmotiv manchmal an das Thema des Hauses Stark aus ,,Game of Thrones" erinnerte.

Mehr von Thrillern dieser Art - und ich bin glücklich. ,,Prisoners" empfehle ich auf jeden Fall und wer den Film noch nicht gesehen hat, aber jetzt neugierig geworden ist, sollte sich ,,Prisoners" anschauen. Dieser Film wird euch noch Tage nach dem Sehen nicht loslassen.

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