Samstag, 20. Februar 2016

Tiere: zu Ehren von Hasis und Mashas 1. Geburtstag!

Hasi (seit einem halben Jahr bereits bei mir) und Masha (seit 4 Monaten) hüpfen jetzt nicht nur in den grasgrünen Frühling hinein, sondern werden - darauf bin ich richtig stolz - ungefähr in dieser Jahreszeit bereits 1 Jahr alt!  

,,Alles Gute zum Geburstag!" habe ich ihnen zugerufen und die kleinen Pfötchen enthusiastisch geschüttelt, aber Hasi wie Masha blickten einfach nur, frischen Löwenzahn mümmelnd, hoch. Dann legten sie sich aneinandergekuschelt hin und warteten darauf, dass ich ihnen die Stirn kraulen würde. Na gut, anscheinend ist es für sie keine große Sache, Geburtstag zu haben. Viel interessanter ist es für beide, zusammen durch ihr Gehege zu jagen, wobei Hasi manchmal fast schon aufdringlich zu spielen verlangt.
Heute aber, zu Ehren meiner beiden Kaninchen, präsentiere ich euch die beiden mal ganz ausführlich im Profil: Charakter, Hobbys und was sie wäre, wenn die beiden Menschen wären ...
 
HASI: Felsenfester Hippie, Psedo-Hündchen und voller Liebe gegenüber jedem Lebewesen
Hasi ist ein Monat jünger als Masha, doch hat Hasi noch nie kapiert, dass sie kein Kaninchenbaby mehr ist, sondern eine erwachsene Kaninchenfrau. Ich versuche es ihr klar zu machen - aber Hasi hört nie zu, weil sie lieber spielerisch Äste durch die Gegend schleudert oder mit kleinen Freudensprüngen Köttel durchs ganze Außengehege ballert. Wirklich, sie hat die Wucht eines Maschinengewehrs!

Als Hasi gerade kam, hatte ich stundenlang Tierforen zum Thema ,,Kaninchen" durchgeklickt, aber je mehr Vertrauen Hasi zu meiner Familie fasste, umso un-kaninchenhafter wurde sie. Sie benimmt sich wie ein kleiner Hund, der einen abschleckt, mit einem spielen will und so viel wie möglich kuscheln will. Es heißt, dass Kaninchen eigentlich keine schmusebegeisterten Tiere sind, aber weder mit Hasi noch mit Masha habe ich erlebt, dass sie es nicht genießen, gekrault und massiert zu werden.

Hasi liebt die ganze Welt. Sie liebt Hühner, Katzen, Hunde und Menschen, da sie in jedem einen Spielgefährten sieht. Hasi hat es dabei besonders gern, überraschend und plötzlich zum Spielen aufzufordern - das überrumpelt dann manchmal Masha, dass sie dann und wann erschrocken vor der spielverrückten Hasi wegrennt. Obwohl es zwei geschlechtsreife Weibchen sind, existieren zwischen den beiden keinerlei Konflikte, was mich manchmal verblüfft; ich meine, auf jeder Seite über Kaninchen heißt es, dass Weibchen plus Weibchen fatal endet. Meine beiden sind halt außergewöhnlich und die besten Kaninchen-Freundinnen auf Erden :D

Wäre Hasi ein Mensch, dann würde sie in einem hübschen, aber chaotischen Haus mit riesigem Garten leben. Hasi wäre wegen ihrer enormen Weltoffenheit und Ich-habe-alle-lieb-Nummer der Idol eines jeden Hippies gewesen. Manchmal würde sie länger brauchen, um etwas zu kapieren, aber wenn die übermütige Hasi mal kapiert, wie etwas funktioniert, wird sie es zum puren Spaß wiederholen, wiederholen, wiederholen und lauthals - mit einer Blume im Haar - vor sich rumkichern. Hasis Motto ist halt: ,,Dumdidum, ich liebe mein Leben, lalala ..."

Gerade fangen gespielt. Jetzt muss man eine Kuschepause machen.
MASHA: Neugier, spielerischer Charme und berechnende Intelligenz in einem elegant dunklen Fellkleid
Masha ist die ruhigere, intelligentere der beiden und ist etwas vorsichtiger im Charakter. Sie denkt, bevor sie handelt und beweist stets, dass sie trotz ihrer Vorsicht manchmal extrem stur und neugierig sein kann. Ich meine, Hasi wirft sich einfach nach vorne und sieht in der ganzen Welt nur eine große Spielwiese, während Masha ziemlich clever ist. Sie kapiert, was sie tun muss, um zwischen den Ohren gekrault zu werden und begreift, mit welchen Strategien sie besser Trockenpflaumen ergattern kann. 

Als wir Masha als Freundin für Hasi abholten, war Masha sehr verwirrt - kein Wunder, wir waren ja alle totale Fremde, Menschen wie die anderen Tiere im Haushalt. Nach und nach offenbarte Masha, was für eine Katze sie sein kann: mal ganz verschlafen und dann plötzlich will sie auf einem rumklettern und im Gesicht anstupsen. Wenn bei Masha mal eine Sicherung durchbrennt, ist sie nicht zu stoppen: dann will sie rennen, rumtoben, Dinge schleppen und Äste zerbeißen und sich von einer Seite auf die andere herumwälzen. Masha klaut außerdem gerne - egal, ob Stifte oder Leckereien wie Apfelstücke. Je kostbarer etwas für Masha ist, umso weiter rennt sie weg, als könnte ihr jemand alles wegnehmen.

Zu Masha stelle ich mir manchmal vor, wie sie an einem Piano sitzt und Lieder voller Gefühl spielt, um danach ganz kultiviert Zeitung zu lesen -so wie zu antiken Zeiten, als es noch solche Monokel gab. Schaut gerade niemand hin, würde Masha sich aber auch zu einer Woodstock-Anhängerin entpuppen und Blumenblätter durch die Luft schmeißen.

Und wenn Hasi und Masha jetzt noch nicht hungrig sind, stehe ich lieber auf und rupfe lieber etwas Grünfutter im Garten. Sonst beschweren sich die beiden Hippies noch ...

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