Sonntag, 28. Februar 2016

Thema: ,,Wie läuft das mit dem Bücherbloggen?"- So läuft das bei mir!

Auf dem Blog Lesestunden von Tobi habe ich dieses interessante Thema gefunden: Wie läuft das mit dem Buchbloggen? 

Für manche kann es vielleicht sehr aufwendig vorkommen, sich so tiefgehend mit Büchern zu befassen - doch für mich ist es inzwischen zu einem Hobby geworden, dem ich sehr gerne nachgehe. Lizoyfanes ist Teil meines Lebens geworden! Der Blick hinter die Kulissen ist aber auf jeden Fall spannend, weshalb ich mich entschlossen habe, die zahlreichen Fragen von Tobi zu schnappen und selber zu beantworten. 

Dann wisst ihr gleich etwas mehr über mich und wie ich meine Blogtexte aus den Fingern sauge, wenn es darum geht, Rezensionen zu verfassen, über Filme zu schreiben oder Mythologie leicht verständlich zu erklären ...

Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?
Ich blogge über ein Buch, wenn ich dazu etwas Besonderes zu sagen habe oder ich ein Buch meinen Lesern ganz besonders nahelegen will. Ich rezensiere natürlich nicht jedes Buch, das ich lese - wieso auch? Das wäre mir zu viel Arbeit. Manchmal habe ich auch die seltsame Idee, das ich ein gelesenes Buch rezensieren sollte, weil das Cover so ansehnlich ist und nett auf meinem Blog aussehen würde. Ich weiß, sagt nichts - das ist bisschen verrückt. Zum Beispiel konnte ich bei ,,Drachenstern - Gewandelt" nicht widerstehen, eine Rezension zu einem solchen Eyecatcher zu schreiben.


Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge?
Meistens aus meinem eigenen Gehirn, wo die für Kreativität zuständige Gehirnhälfte relativ schneller denken kann als die logisch-rationale Hälfte meines Gehirns. Und andere Blogs inspirieren mich, weil meine ,,Kollegen" immer wieder so kreative Ideen in die Bloggersphäre setzen, die an mir nicht vorbei kommen.

Was willst du mit deinem Blog erreichen?
Hä? Natürlich will ich meine derzeit 67 Follower unterhalten, doch ist mein Blog eher ein Teil von mir, der halt online im Netz lebt. Ich schreibe den Blog ja eigentlich nur für mich, um die aufgestaute Wörter aus mir herauszubekommen, meine Meinung offen zu verkünden und Spaß daran zu haben, dass sich andere Leute wirklich für mich und mein Getipptes interessieren. Das ist (ich will jetzt wirklich nicht wie eine pathetische Reality Show-Dramaqueen klingen) jeden Tag eine erfreuliche Erfahrung.

 Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags?
Kommt darauf an. Ich schreibe vieles im Voraus, bevor ein Post Tage später online geht. Dazu gehören dann meine Top Ten Thursday-Listen und die Filmmeinungen, welche immer einen Film behandeln, den ich wenige Tage zuvor gesehen habe. Eine Montagsfrage nimmt ca. eine halbe Stunde in Anspruch und eine durchschnittlich lange Rezension habe ich nach 10 Minuten fertig.

Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag?
Dafür muss ich nun in meinem eigenen Archiv kramen ... Durchschnittlich kommen alle 2 bis 3 Tage neue Posts bei mir raus. Manchmal, wenn ich sehr produktiv bin, kann täglich ein neuer Beitrag rauskommen, aber das ist bei mir eher seltener.

Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen?
Ich schreibe jeden Tag an verschiedenen, begonnenen Posts und kenne deswegen nicht so etwas, dass z.B. Mittwoch ,,Blog-Tag" ist und am Donnerstag nicht. Das ist mir zu routiniert und klingt eher so, als wäre der Blog mein Arbeitsplätz oder so. Ich schreibe nach Lust und Laune, ganz relaxt im Wohnzimmer mit Blick auf den Garten und einem Wasserglas neben mir.

Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?
Wie bereits gesag: ich blogge jeden Tag ein bisschen. Keine festen Tagesabläufe, sondern nur der Spaß am Bloggen, wenn sich gerade die Zeit dazu ergibt. Jeden Montagmorgen setze ich mich während dem Frühstück aber bereits an den Laptop um die Montagsfrage des Buchfresserchens zu beantworten, was inzwischen zu meinem Alltag gehört.

Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?
Auch diese Frage habe ich vorhin bereits zur Hälfte beantwortet, aber ich veröffentliche fertig getippte Beiträge nicht sofort, sondern lasse sie ein paar Tage als Entwurf vor sich hinschmoren und schaue mir, die Distanz zum Überprüfend gewinnend, den Text erneut an als wäre ich nun der Leser. Damit komme ich kleinen Fehlern auf die Spur, wobei ich meistens dazu neige, mich eher zu vertippen als Rechtschreibfehler zu machen.

Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?

Nutzt denn jemand so etwas wie eine App, um sich beim Bloggen zu organisieren? Das ist nichts für mich! Ich verwende auch keinen Planer, um mir Notizen zu machen, wann was rauskommt. Stellt es euch so vor: ich sitze vielleicht gerade malend an meinem Schreibtisch, wen mir plötzlich die Idee kommt, vielleicht mal wieder eine Rezension zu schreiben - und dann mache ich es einfach! Ohne App, ohne Notizbuch oder andere kleine Hilfsmittel, die mich beim Planen eher verwirren als unterstützen würden. Bei mir läuft alles sehr spontan und ruhig ab.
 
Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?

Manchmal schreibe ich wirklich auf einem Papier mit tiefschwarzer Tinte meine Rezensionen und Ideen für Blogposts. ,,Mythologie & Fantasy" und ,,Mythologie & Fantasy - ohne mythologische Gegensätze kein Gleichgewicht!" habe ich am Anfang auch auf mehreren losen Zetteln aufgeschrieben, bevor ich mühevoll meine eigene Handschrift entziffern und alles abtippen musste. Diese zwei Male waren mir eine Lektion, die ich nicht vergessen habe; jetzt schreibe ich jeden Post und jede Idee direkt bei Blogger rein.

Schreibt du die Beiträge auf einmal, oder in mehreren Schritten?

Wenn ich einmal in Rage komme, höre ich nicht so schnell auf. So ist es auch beim Schreiben. Fällt mir nur der eine Anfangssatz ein, stürmen die Buchstaben über den Bildschirm und es prasselt Kommas, Punkte und das dröhnend knallt Caps-Lock hoch und runter. Ich schreibe an einem Post so lange, bis er fertig ist und meine Fingerspitzen blutig sind (war nur ein Scherz. Vom Tippen können die Fingerkuppen nicht schmerzen, oder?!)
 
Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?

Ja. Aber so ist es auch, wenn ich mal für mich eine Geschichte schreibe, dass mir ein einzelner Kapitel überhaupt nicht gefällt und ich dann knallhart alles lösche, was mir missfällt. Ich dulde nur Perfektion

Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?

Mein Lieblingsplatz ist im Wohnzimmer des Hauses, von dem aus ich das Nachbarshaus, die hügligen Berge und den Sonnenuntergang im Westen hinter dem riesigen Walnussbaum gleichzeitig betrachten betrachten kann. An meinem Schreibtisch bin ich, wenn es ums Bloggen geht, nicht anzutreffen, sondern sitze - wie jetzt - am großen Esstisch im Wohnzimmer.

Bloggst du alleine oder mit anderen zusammen?

Alleine, und das gefällt mir auch viel lieber. Was Arbeit (und den damit verbundenen "Erfolg") angeht, dominiert die kleine, gemeine egoistische Seite in mir, die es nicht sehr gerne hat, in einem Team zu arbeiten. Ich kümmere mich halt lieber alleine um meine Dinge statt in einer große Gruppe mich den Entscheidungen der anderen beugen zu müssen, wo ich dann nicht die Möglichkeit habe, aus dem Blog etwas zu machen, das meine Person widerspiegelt.
Außerdem kann ich es mir nicht gut vorstellen, wie mehr als 2 Personen einen einzigen Blog planvoll betreiben können. Für mich klingt das eher so, dass früher oder später Chaos ausbrechen wird ...
 
Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf? Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?

Kommt darauf an, was für Bilder gemeint sind. Wenn es z.B. um Posts über meine Tierbande geht, kommen natürlich Fotos hinzu, weil es ansonsten sehr trocken und nüchtern aussehen wird, käme nicht eine haarige, niedliche Schnauze in dem Eintrag vor.  
Für ein paar andere Posts - wie die über Mythologie - zeichne ich die Bilder selber, da ich - mich selbst etwas lobend - eine geschickte Zeichenhand habe. Mit dem Bild oben bin ich allerdings nicht ganz zufrieden, weil ich mit den Aquarellstiften auf zu körnigem Papier gemalt habe. Merkt es euch, das ist total lebenswichtig: zeichnet mit Aquarellstiften nur auf glattes Papier!
Wenn es um Bücher geht, übernehme ich einfach die Coverbilder statt jedes meiner Bücher abzulichten und ich habe nie daran gedacht, meine Fotos mit irgendwelchen Programmen aufzupeppen. 

Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?

Ein Rezensionsexemplar ist doch dafür da, rezensiert zu werden. Ich habe die Ehre, bisher nur zweimal von Autoren gefragt zu werden, ob ich deren Buch rezensieren will und hatte Tage später die Bücher bereits auf dem Kindle. Ich fühle mich dem Autoren verpflichtet eine Rezension zu schreiben, wenn er/sie mir schon ihr Buch freundlich und kostenlos anbietet!
Bisher habe ich ,,Papierschwalben im Abendwind" als RE bekommen und erst vor ein paar Tagen hat mir die Autorin Jordis Lank ,,Rauklans Sohn" als Rezensionsexemplar angeboten und meine Rezension (das Buch ist wirklich klasse, obwohl ich noch nicht ganz fertig bin!) wird demnächst rauskommen.

Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?

Ich mag es, dass ich über andere Netzwerke mit meinen Lesern weiter in Kontakt bin; nicht nur über den Blog, sondern auch über Google+. Andere Plattformen nutze ich (bisher) nicht.

Wie viel Zeit investierst du in technische Anpassungen und Pflege deines Blogs?

Eigentlich keine einzige Minute. So, wie mein Layout jetzt ist, will ich es belassen. Das einzige, was mir bisher fehlt, ist ein Hintergrund. Den suche ich auch seit ein paar Tagen, aber bisher ist mir nichts untergekommen, das schön, zugleich schlicht ist und zu meinem Blog passt.

Was recherchierst du, bevor du ein Buch rezensierst?

Ich schaue mir eigentlich nichts nach, denn in meinen Rezensionen geht es nur um das Buch und den Eindruck, das es bei mir hinterlassen hat. Mich interessiert da weniger, welche Biografie der Autor aufweisen kann, es sei denn, es handelt sich um jemanden, den ich wirklich zu meinen Lieblingsautoren zähle. 

Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?

Ich blogge erst seit Mai 2015 und bisher kam noch nicht vor, dass ich eine Schreibblockade hatte, wo ich nichts mehr bloggen wollte. Seit dem Starttermin von Lizoyfanes habe ich mehr als 230 Posts veröffentlicht, die in regelmäßigen Abständen rauskamen. So, wie mir jetzt das Bloggen Spaß macht, kann ich mir nicht vorstellen, eine Blogpause zu machen.

Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben? Wie groß ist dieser Einfluss?

ich folge ziemlich vielen Blogs, wo besonders Neuerscheinungen und Gewinnspiele von Verläge präsentiert werden. In diesem Fall werde ich oft verleitet, selber das angepriesene Buch zu lesen und zu rezensieren, um nachzuvollziehen, was alle daran so klasse finden. Das letzte Mal, als ich einem Hype gefolgt bin, war mit ,,Das Juwel - Die Gabe". Leider erwies sich dieses Buch - um sich liebenswürdig auszudrücken - als Griff ganz tief in die Kloschüssel, da mir die Protagonistin förmlich die Nerven auffraß. Seitdem halte ich mich zurück, wenn es darum geht, mich beeinflussen zu lassen und denke selbstständig über das nach, was ich bloggen will.

Wie entscheidend ist für die die Aktualität eines Buches? Schreibst du lieber über aktuelle Bücher oder ist der Erscheinungszeitpunkt egal?

Ich mag aktuelle Bücher besonders, weil sie dann viel diskutiert werden und ich besser Leute finde, die genau diesselbe Neuerscheinung lesen. 
Ich lese aber nicht häufig Neuerscheinungen, sondern vermehrt Bücher, die vor Jahren erschienen sind und deshalb nicht brandneue Aktualität genießen. Nun, wo ich darüber nachdenke, ist  mir der Erscheinungspunkt völlig egal. Ich will nur wissen, ob mir das Buch am Ende gefällt oder nicht.

Kommentare:

  1. Hey!
    Du schreibst sehr sympathisch. Schön, dass es noch jemanden gibt, der auch keine Stunden an seinen Rezensionen sitzt ;-)
    Ich denke, ich schaue ab jetzt mal öfter vorbei. Schön, dass man über diese Aktion doch noch einige neue Blogs findet.
    LG
    Yvonne

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    1. Hi Yvonne,
      ich kann mir nie vorstellen, mehrere Stunden an einer Rezension zu arbeiten - wenn das gelesene Buch sehr gut war, kommen eigentlich die Worte wie von selbst zu mir :D Ich finde es eigentlich nur schwierig, eine Rezension zu einem schlechten Buch zu schreiben.

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