Samstag, 27. Februar 2016

Rezension: Tarean - Sohn des Fluchbringers von Bernd Perplies (Egmont LYX)

Der Sohn des Fluchbringers bricht zu dem fabelhaften Beginn der Tarean-Trilogie auf!

Sechzehn Jahre sind vergangen, seit der albische Hexenmeister Calvas durch die dämonische Macht des Grimmwolfs die Reiche der Menschen überrannte und Anreon von Agialon, der damals dem Bösen Einhalt gebieten sollte, nach seinem Tod auf dem Schlachtfeld mit dem Namen Fluchbringer gebrandmarkt wurde. Heute leidet sein Sohn Tarean unter der Schmach seines Vaters und ist als Sohn des Fluchbringers nicht nur ein Krieger in Ausbildung auf der Burg Dornhall, sondern ist nach einer geisterhaften Vision vielleicht der Mensch, der Calvas und seine Dunkelreiche aufhalten könnte. Bewaffnet mit dem glühenden Schwert Esdurial, ein Erbe seines Vaters und dem Kristalldrachenorden, tritt Tarean den Weg seines Schicksals an und findet Verbündete wie das Irrlicht Moosbeere, die sarkastische Albin Auril oder den Werbären Bromm. Doch sind die Geheimnisse und die Weite der Welt, die zur Hälfte in Calvas' Schatten steht, zu groß, um sie auf einer Karte festzuhalten. Und niemand weiß, ob das Ende einer Schlacht wirklich das Ende der Herrschaft der Finsternis ist ...

,,Tarean - Sohn des Fluchbringers" von Bernd Perplies ist das erste Buch der Tarean-Trilogie, wo man deutlich erkennt, dass der Autor sich von anderen Fantasy-Bestsellern inspirieren ließ. Doch trotztdem kommt hier kein Abklatsch raus, wie ich ein wenig fürchtete, als ich das Buch begonne habe. All meine Ängste wurden mir in dieser Buchwelt genommen, denn hier geht es um High Fantasy in der ursprünglichsten Form: die Schlacht von Gut gegen Böse, Licht gegen Dunkelheit.

Von Anfang an fühlte ich mich mit der Geschichte und den vergangenen Geschehnissen vertraut, weil Perplies Wert darauf legt, seine Charaktere und all ihre Gedankengänge darzustellen, mal bewusst erkennbar oder auch in poetischen Schilderungen verkleidet. Manchmal wunderte ich mich wirklich, wie es Autoren schaffen, so ein großartiges Kopfkino zu erzeugen. Perplies' Beschreibungen übertreffen sich von Kapitel zu Kapitel von selbst, ohne so ausschweifend zu werden, dass es mich ärgern konnte. Ich meine, ich will beim Lesen schon mit den Augen ,,sehen", wo die Story stattfindet, aber wenn es nur seitenlange Beschreibungen zu lesen gibt, verliere ich manchmal das Interesse an der Story an sich.

Auch die Charaktere sind, passend zu dem schnellen Schreibstil, lebendig und mit kleinen Einzigartigkeiten ausgestattet. Moosbeere ist dabei die Märchenhafteste, während mir die Albin Auril bis zum Schluss etwas unsympathisch blieb wegen ihrem ständigen Ernst. Allerdings störte mich besonders bei Tarean, wie naiv und weltoffen er die halbe Welt durchquert und in sich keine einzigen inneren Konflikte zeigt; er verlässt einfach seine Heimat und den ganzen Weg über hat er nie Selbstzweifel! Dafür würde ich einen halben Stern abziehen. 
Bei der Handlung wird im Grunde ja schon recht früh klar, wohin sich die Story entwickeln wird - das ergibt sich von selbst und intrigante Wirrungen, wie ich sie in Fantasy-Büchern mag, kamen kaum vor. Trotzdem bin ich sehr glücklich über dieses Buch und will deswegen unbedingt weiterlesen.
Worte der Alten Macht durchströmen mich und mein Rezensentenschwert. Golden schimmernde Runen blitzen entlang der Schneide auf, bevor ich das eine Wort in die Finsternis brülle und 4 glühende Sterne am Firnament erstrahlen ... Okay, genug der poetischen Beschreibungen. Ich will jetzt in den nächsten Bänden der Tarean-Trilogie weiterlesen.

Kommentare:

  1. Hi Julia!

    Das hört sich auf jeden Fall lesenwert an! Ich hab von dem Autor schon die Magierdämmerung Trilogie gelesen und war sehr begeistert.
    Bei Tarean war ich noch ein bisschen am überlegen, aber es darf wohl jetzt getrost auf die Wunschliste :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Na dann ist ja gut, dass ich dich überzeugen konnte! Die Tarean-Reihe soll auch mit jedem Buch besser werden, allerdings habe ich bei mir gerade nur das 1 und das 3 Buch im Regal stehen, da das zweite Buch seltsamerweise beim Verlag nicht mehr anzufordern ist.

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