Freitag, 5. Februar 2016

Filmmeinung: Chronicle - Wozu bist du fähig? (2012)

Chronicle - Wozu bist du fähig?

Daur: 84 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung: ★★★
 
Inhalt: Andrew führt ein trostloses Leben, weil seine Mutter schwerkrank ist und sein Vater von Alkoholiker ihn quält. Andrew zieht sich am liebsten in sich und hält wie eine Barriere eine Videokamera zwischen sich und die Welt. Erst, als er zusammen mit seinem philosophisch orientierten Cousin Matt und dem Schulstar Steve, zufällig telekinetische Macht erlangt, kann sich Andrew aus dem Teufelskreis befreien. Trotzdem verliert sich Andrew allmählich in seiner aufgestauten Wut und kriegt seine Kraft nicht mehr unter Kontrolle. 
Trailer:

Meinung: Die andere Seite des Superhelden-Daseins ... ,,Chronicle" ist ab sofort mein neuer Lieblingsfilm. Im Grunde geht es in dem Film vom Regisseur Josh Trank um drei völlig verschiedene Persönlichkeiten, die nur durch ein mysteriöses Objekt plötzlich etwas wie Telekinese entwickeln, was sie zusammenscheweißt. Authentisch wirkt es deshalb, weil Andrew, Steve und Matt am Anfang nur kleine Scherze damit machen und eigennützig ihre Fähigkeiten nutzen. Aber mal ehrlich - würde ich aus dem Nichts Superkräfte bekommen, läge mir an erster Stelle nicht viel daran, das Beste für die Welt zu tun ... 
Zumindest wird aber aus dem Spaß schnell tödlicher ernst - ich war echt geschockt! Steve und Andrew sterben in dem Film, was ich echt krass fand, nachdem die Schauspieler ihre Rollen so genial tiefsinnig rübergebracht haben. Und dan - Steve wird bei lebendigem Leibe gegrillt, der ,,tollwütige" Andrew wird von Matt erstochen. Heftig, weil besonders Dane DeHaan (der Harry Osborne in The Amazing Spiderman spielte) Andrew mal als sympathischen Typen oder als zerstörungswütigen Psychopathen darstellte. Am Ende tat er mir Leid
 
Ganz klar besonders sind Film und Story wegen der wackelnden Kameratechnik, da Andrew alles in seinem Leben aufzeichnet. Diese Technik, welche an eine Doku erinnert, gefiel mir bereits am Anfang vonn District 9. Die Spannung wird langsam aufgebaut und wurzelt in Andrews Innenleben, wobei der Marvel-Fan sich sofort an die X-Men erinnert fühlt. Leider kam hier aber kein glatzköpfiger Mann im Rollstuhl an, um die drei Freunde zu seiner Schule zu schleppen.

Ich hatte bei keinem Film dieses Jahr mehr Spaß beim Zusehen. Mein Fazit ist kristallklar: ,,Chronicle" ist ein Film, der kein astronomisches Budget brauchte, um den Zuschauer bis zum Schluss zu unterhalten. Hier stehen Helden wie Anti-Helden im Rampenlicht, um die düsteren Seiten der übermenschlichen Fähigkeiten zu beleuchten. Cool, krass, actiongeladen und witzig!

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