Mittwoch, 6. Januar 2016

Leserunde: Fairytales & Lizoyfanes lesen ,,Gelöscht" von Teri Terry (Abschnitt 3: Kapitel 11-15)

Gestern hat Isana für unsere Leserunde zu ,,Gelöscht" den zweiten Leserunden-Abschnitt übernommen, in dem die geslatete Kyla das normale Leben kennenlernt, sich aber allmählich mysteriöse Rätsel anbahnen. Jetzt mache ich weiter mit dem dritten Abschnitt, der aus Kapitel 11 bis Kapitel 15 besteht. Wenn ihr auf dem Laufenden sein wollt, schaut bei Isanas gestrigem Beitrag vorbei. Und wer das Buch genießen will, ohne vollgespoilert zu werden, der soll jetzt lieber nicht weiterlesen!In Kapitel 10 versucht Kyla, sich dem Leben in der Familie Davis anzupassen und erfährt, dass Mum vor ihrer Hochzeit mit David Davis einen anderen Mann hatte, von dem sie einen Sohn namens Robert Armstrong bekam. Doch Robert kam in einem Anschlag der Terroristen ums Leben, wie es Amy Kyla berichtet. Wie ich gleich noch offenbaren werde, ist Roberts Tod vielleicht mit Kyla verwickelt ...
Zusammen mit ihrer Familie und anderen Slatern, die Kyla aus Pennys Gruppensitzungen kennt, besucht sie die Thame Show, eine Landwirtschaftsschau. So munter es wirkt (und witzig wegen Schafen mit Namen wie Marylin Monroe oder Lady Gaga), Kyla beschäftigt vieles. Erstens ist da der nette Slater Ben, doch Kyla fürchtet, dass er der feste Freund der vorlauten Slaterin Tori ist. Im Allgemeinen führt Tori ein gefährliches Leben; Slater sollen sich so benehmen, wie man es von ihnen erwartet, aber Tori scheint ihre eigene Meinung zu haben. Wird das ein gutes Ende nehmen? Sicher nicht ...

Jetzt zeigt sich wieder eine alte Furcht aus Kylas gelöschter Vergangenheit: mitten in der Nacht steht sie auf und wird von einem grellen, unerwarteten Licht geblendet - wie in ihren Alpträumen. Kapitel 12 endet mit einem Cliffhanger, der mich wirklich kurz den Atem anhalten ließ, denn irgendwie erwartete ich etwas Schreckliches ...
... Aber es ist nur Dad. Bis jetzt wirkt er freundlicher als Mum, aber immer, wenn er ein Gespräc mit Kyla beginnt, klingt das in meinen Ohren nach einem Verhör. Mit der Zeit festigt sich bei mir der Eindruck, dass Dad so etwas wie ein Spion für Dr. Lysander ist.

Kylas erster Schultag beginnt damit, dass der charismatische Slater Ben immer zur Stelle ist, wenn Kyla vor einem Problem steht. Problematisch ist in diesem Fall eine Slater-Hasserin, welche Kyla anscheinend grundlos hasst. Zum ersten Mal erfahren wir richtig, dass Slater in der Gesellschaft außerhalb stehen, was mich aber nicht arg verblüfft.  Gut für Kyla ist es dennoch, dass nicht jeder sie zu meiden scheint - wie Jazz, Amys Freund, der sein Auto schlechter fahren als Kyla.
Außerdem wird jetzt mehr klar, was in der Vergangenheit in England passiert ist: in den 2020ern wüteten Aufstände und Terroristen in England, bis die sogenannte ,,Zentralkoalition" wieder die Ordnung ins Land brachte. Damit kam das Slating, um jugendlichen Terroristen eine zweite Chance zu geben.

Und hier jetzt etwas, das mich wirklich extrem überraschte: An Kylas neuer Schule gibt es eine Gedenktafel für das Jahr 2048, als zahllose Schüler in einem Terroranschlag ums Leben kamen - darunter befindet sich der Name Robert Armstrong. Hat Kyla vielleicht in ihrem früheren Leben mit diesem Unglück zu tun gehabt? Damals wäre sie zwar erst 10 gewesen, und ich stelle es mir schon krass vor, dass eine Zehnjährige als Terroristin aktiv sein könnte.

Aber wie gesagt, bisher wissen wir gar nicht, was in Kylas Vergangenheit los war. Warum ist Kyla anders? Weshalb wurde sie exakt geslated? Ich werde das Gefühl nicht los, dass Kyla (ud vielleicht sogar Ben) so etwas wie ein Bauer in einem großen Schachspiel ist. Bisher finde ich ,,Gelöscht" sehr spannend und durch den direkten Schreibstil geht nicht ein bisschen an Atmosphäre verloren. Mit jedem Kapitel verdichten sich meine Erwartungen mehr ... Wie es weitergeht, findet ihr als nächstes wieder bei Isana!

Kommentare:

  1. Mit Kylas Dad ging es mir genauso. Während mir Kylas Mum am Anfang unsympahtisch war und ihr Dad sympathisch, wurde ihre Mum sympathischer, aber ihr Dad immer unsympathischer. Seine Entschuldigung später hat da auch nicht viel gebracht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Penny kommt mir am Anfang eher wie eine Spionin vor, auch nicht wirklich klasse, aber mit der Zeit wird sie mir lieber als Mrs Ali, bei der irgendwie alles wie eine Drohung klingt.
      Das mit den Schulausweisen gefällt mir ebensowenig wie ein Levo; sogar an normalen Schulen wird alles aufs Extremste überwacht. Wenn der Staat das unter ,,Freiheit" versteht, kann ich nachvollziehen, dass Ben etwas später plötzlich auf die Idee kommt, sich den RT anzuschließen. Eigentlich eine Schnapsidee - oder soll ich eher sagen ,,Pillenidee"?!

      Löschen
    2. Wahrscheinlich. Und glaub mir, der zweite Band ist auch sehr krass und beantwortet fast alle Fragen die der erste Band aufwirft. Natürlich sorgt 'Zersplittert' auch für neue Fragen.

      Löschen