Montag, 4. Januar 2016

Leserunde: Fairytales & Lizoyfanes lesen ,,Gelöscht" von Teri Terry

Meinung zu Prolog bis Kapitel 5

Das Jahr 2054, England im Kampf gegen Terroristen. Jugendliche Terroristen wird in einem Prozess namens Slaten das Gedächtnis ausgelöscht, doch die 16-jährige Kyla befallen immer wieder albtraumhafte, brutale Flashbacks aus ihrer Vergangenheit. Ist Kyla wirklich eine Terroristin gewesen? Kyla muss es herausfinden, aber sie weiß nicht, wem sie vertrauen soll ...
Teri Terrys Bestseller-Trilogie ,,Gelöscht" präsentiert eine erschreckende Zukunft mit totaler Kontrolle und von brennender Aktualität. Isana von Fairytales und ich haben beschlossen, in einer (sicher seeehr spoilerhaltigen, also seid ausdrücklich gewarnt) Blogger-Leserunde das Buch ,,Gelöscht" zu lesen. Abwechselnd findet ihr mal bei ihr, mal bei mir die Meinung zu 5 Kapiteln, wo in den Kommentaren stets viel Platz zum Diskutieren bleibt. Vielleicht hat ja jemand auch dieses Buch gelesen und will seine Meinung dazu sagen - darauf bin ich gespannt.
Noch einmal: ACHTUNG! Wenn du auf Weiterlesen klickst, setzt du dich womöglich einem Territorium voller Spoiler aus!

Mit einem kurzen aber extrem packenden Prolog, dessen Atmosphäre gehetzt wie ein Alptraum ist, beginnt die Story. ,,Ich renne" ist der erste Satz und die Fragen stürmen gleich von Anfang an auf mich ein. 
Warum rennt Kyla? Aus dem Klappentext weiß man sofort, dass Kyla anscheinend in einen Bombenanschlag verwickelt sein könnte, aber da ich noch nicht fertig bin, frage ich mich, was ein Strand mit einem Anschlag auf einen Bus voller Schüler zu tun haben wird. Und wer ist der fremde Mann, der Kyla eintrichtert, dass sie nicht vergessen soll, wer sie ist?
Tja, mit dem ,,nicht vergessen" klappte es wohl nicht ganz, denn ...
Kyla (16 und 1,50 Meter groß - also klein) wurde in der Klinik von Dr. Lysander, eier kaltherzigen Frau, geslatet. Nach 9 Monaten der Eintönigkeit im Krankenhaus wird Kyla zum ersten Mal raus gehen, um ihre neue Familie, die Davis, kennenzulernen. Bei den Davis lebt bereits eine Tochter, Amy, welche ebenfalls das Slaten hinter sich hat.

Ich finde es verblüffend, wie die Autorin mit eigentlich wenigen Worten Kylas Emotionen beschreiben kann! Kapitel 3 und 4 führt den Leser eigentlich ein alltägliches Familienleben vor. Okay, kann ich es Alltag nennen, wenn eine Geslatete ins Haus kommt? Kyla muss alles neu lernen, wie man zum Beispiel den Familienkater Sebastian streichelt, das Geschirr abwäscht oder dass Messer tief schneiden können. Dies hat mich sehr verblüfft: einerseits soll die Handlung sich 2054 abspielen, da bin ich schon etwas verwundert, dass die Davis keine Spülmaschine haben ;)

Sehr wichtig für Kyla und alle anderen Slater sind die Levos. Ein Levo ist ein armbandähnliches Gerät, das einen Wert anzeigt und überwacht, wie der Slater sich ins neue Leben einfügt. Fällt der Levo unter einen sehr tiefen Wert (negative Erlebnisse und Alpträume), schaltet ein Chip im Gehirn den Slater aus. In manchen Fällen ist das das Ende, nix weiter und alles aus. Ich hätte nicht gerne ein Levo am Handgelenk - obwohl es am besten wäre, überhaupt nicht geslatet zu werden.

5 Kapitel, aber dennoch bereits eine überschaubare Anzahl von Charakteren, die Kylas neues Umfeld bilden. Sandra Davis ist Kylas neue ,,Mum" und zeigt ziemlich wenig Verständnis für Kyla. Das kann ich gar nicht nachvollziehen - es ist so, als würde Mum nicht einmal versuchen, sich Kylas Lage vorzustellen!! Bisher ist sie mir, neben Dr. Lysander, am unsympathischsten. Kyla muss ihre Leere der Gedächtnisausradierung ausfüllen, Mum reagiert sehr ungeduldig und gereizt darauf.
Sie ist ein zynischer Drache, während Amy (18, eine dunkelhäutige Schönheit) mir auf Anhieb gefällt. Genauso nett ist ,,Dad",  David Davis, der Kyla sehr herzlich und verständnisvoll aufnimmt. Eigetlich eine klassische Familie, wo alles in Ordnung scheint.
Die Betonung liegt auf scheint ...

Allmählich zeigt sich immer öfter, dass das Slaten das Gedächtnis nicht komplett auslöschen kann - das Unterbewusstsein lässt immer wieder grüßen. Erstens haben wir die Flashbacks,Träume, die Kyla gefährlich sein können. Zweitens: Kyla ist ein Kunstgenie, doch auf mysterlöse Weise fehlen mehrere ihrer Zeichnungen, was ihr Levo rapide sinken lässt.

Immer mehr beschlich mich das Gefühl, dass mit dem Slaten und ganz besonders Dr. Lysander nicht alles in Ordnung ist. In vielen Büchern ist es oft so, dass ich am Anfang Zeit brauche, um mich in das Geschehen einzufinden, aber Teri Terry (was für ein Name!) gibt mir das Gefühl, dass ich gar nicht mehr aufhören will mit dem Lesen. Deshalb werde ich jetzt weiterlesen, mal schauen, welche Geheimnisse Kyla entdecken wird - oder auch nicht. 

Bleibt weiter auf dem Laufenden, denn die nächste Leserunde-Meinung findet ihr auf Isanas Blog!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen