Mittwoch, 20. Januar 2016

Filmmeinung: Der Babadook (2014)

Der Babadook
Dauer: 90/ 94 Minuten
FSK: 16
Meine Bewertung: ★★★

 
Inhalt: Ba-ba-... dook! Dook! DOOOOOKH!
Amelia Vanek ist eine alleinerziehende Mutter und hat den Tod ihres Mannes vor 6 Jahren immer noch nicht verkraftet, was die zurückgezogen lebende Altenpflegerin mehr belastet, als ihr lieb ist. Außerdem fühlt sie sich von ihrem Sohn Samuel, der durch sonderbar aggressives Verhalten von anderen Kindern ausgegrenzt wird und Monster zu sehen scheint, gestresst und findet nie Ruhe. Eines Abends liest sie ihm aus dem brutalen, unheimlichen Kinderbuch Mister Babadook vor. Doch diese verstörende Gutenachtgeschichte lässt Amelia nicht mehr los. Das Buch verfolgt sie und ihren Sohn. Es ist ihre eigene Schattenseite, die sie zu überwinden hat - oder doch ein düsteres Phänomen, das alle töten will?
Sie darf den Badadook nicht reinlassen, denn sonst frisst er sie von innen auf und vertreibt die letzten Reste mütterlicher Menschlichkeit ... 

Trailer: 

Meinung: Boah, ich hatte bei diesem australischen Horrorfilm eine Gänsehaut!! Im Großen und Ganzen finde ich, dass dies der am meisten verstörendste, beste unheimliche Horror-Psychothriller war, den ich bisher gesehen habe. Die schleichende Bedrohung, dieses spröde Mutter-Kind-Verbindung und Amelias Charakter an sich, zusammen mit ihrem scheinbar verrückten (und nervigen) Sohn, alles verknüpft mit einem seelischen Burnout und dem mysteriösen und echt schaurigen Babadook. 

Die Story ist feinfühlig durchdacht und in der ersten Hälfte des Filmes langsam, um deutlich zu zeigen, dass dieses eine Bilderbuch Amelias Verstand zu rauben droht. Einfühlsam beschreibt Regisseurin Jennifer Kent, wie Amelia Vaneks Leben vor sich geht. Dann zum Ende hin konnte ich nicht ahnen, wie es ausgehen wird. Einerseits hoffte ich auf ein Happy End (bei einem Horrorfilm?!) und fürchtete, dass Amelia wirklich zum Babadook wird, aber am Ende wurde die Geschichte aufgelöst ... obwohl ich noch ein paar Fragen hatte, die ich aber durch Nachdenken selber lösen konnte. Ist der Babadook eine übernatürliche Erscheinung oder Amelias Einbildung, ihre personifizierte ,,dunkle Seite", die sie überwinden muss? Jeder entscheidet für sich, obwohl die letzten Szenen klar machen, welche Theorie nun mehr stimmen kann ...

Essie Davis, die Hauptdarstellerin, ist nicht nur eine sehr erfolgreiche australische Schauspielerin, sondern kenne ich vom Sehen her auch aus meiner Action-Lieblingstrilogie ,,Matrix", wo sie Maggie darstellte. Da war sie die hellblonde Frau, die sich mal komplett in Weiß kleidete - und wie viele andere Charaktere auch starb.

Kein typischer Horrorfilm, der entweder hoch gelobt oder scharf kritisiert wurde (hauptsächlich deswegen, weil man hier viel mitdenken muss). Ich mag dieses Gefühl, das dieser Film ausgelöst hat, aber um es zu beschreiben, fällt mir gerade nur ein englisches Wort ein: creepy. Und ,,sehenswert" fällt mir dazu auch noch ein, zumal dies keine Standard-Unterhaltung ist wie Mainstream-Horrorfilme.

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