Montag, 21. Dezember 2015

Rezension: Eona - Das letzte Drachenauge von Alison Goodman (cbj FANTASY)

Lady Drachenauge zwischen Macht und Krieg - Eona ist eine gewaltige Fantasy-Heldin!

Der sadistische Lord Sethon hat den Palast erobert - aber das Spiegeldrachenauge Eona ist dem Sturm und dem Kampf lebend entkommen, um sich dem Widerstand gegen den Thronräuber anzuschließen. Prinz Kygo ist der wahre Kaiser, dem Eona ihre Hilfe verpflichtet hat. Gemeinsam mit ihren engsten Verbündeten wie der Contraire Lady Dela und Ryko muss Eona fliehen, aber stellt fest, dass sie ihre gewaltige Macht des Spiegeldrachen nicht vollkommen nutzen kann; die anderen Drachen greifen sie an und nur mit der Hilfe des Verräters Lord Ido, der von Sethon gefangen gehalten und gefoltert wird, kann Eona ihren Spiegeldrachen rufen. Ohne Eonas Macht werden Kygos Schlachtpläne nutzlos sein. Eona beginnt ein gefährliches Doppelspiel, während sie zwischen zwei Fronten steht, denn sowohl Ido wie Kygo wecken in ihr lustvolles Begehren. 
Wem soll Eona als Lady Drachenauge vertrauen? Sie ist mächtiger als jeder andere, doch was bringt ihr Macht, wenn eine dunkle Prophezeiung die zwölf Drachen gefährdet und sie nicht weiß, wer Freund oder Feind ist? Als am Horizont eine dämonische Wolke auftaucht und ganze Armeen in Stücke reißt, muss sich Eona entscheiden ...

,,Eona - Das letzte Drachenauge" von Alison Goodman ist der zweite Band der Dilogie ,,Eona", welche de chinesische Mythologie um die himmlischen Drachen mit hervorragend detailierter Fantasy verknüpft. Nachdem das erste Buch ,,Eona - Drachentochter" ein offenes Ende hatte, setzt Goodman mit ihrem fantastischen Schreibstil die Geschichte um Lady Drachenauge fort.
Zu Anfang ist ,,Das letzte Drachenauge" noch nicht so handlungsreich und vielschichtig, trotz der gewissen Momente atemloser Spannung und manchen wirklich nervenzermübenden Charakteren (z.B. Ryko und stellenweise Ido). Manchmal gab es seitenweise Kapitel, wo nichts Gewaltiges geschah und alles wie ein ruhiger Bachverlauf verlief, in dem Eona über sich selbst nachdenkt.

Doch dann kam der Showdown wie ein zerschmetternder Faustschlag! Das Finale bietet HD-Kopfkino und die größten Überraschungen der Welt, sobald sich ein gewisser Kreis schließt und der Anfang des Endes beginnt/ endet. So traurig manches auch war - am Ende lächelte ich mit Eona zusammen, obwohl ich einen Epilog vermisse, in dem die Autorin noch kurz hätte anreißen können, was nach dem Endkampf weitergeschieht. Der letzte Pfeil ist geflogen, der letzte Schwerthieb gefallen und in mir vermehrten sich die zahlreichen Fragen.

Mit zwei Schwertern, die silbernen Klingen gekreuzt, fälle ich mein letztes Urteil, denn das gesamte Buch ist zwar grandios, aber es fehlte mir ein winzig bisschen. Vier Sterne, glühend und strahlend wie Drachenschuppen, vereinen sich zu einem Rund aus purem Lesevergnügen.

Kommentare:

  1. Kygo finde ich aber auch nervenaufreibend!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich finde ihn eher mittelmäßig - manchmal kann er ganz in Ordnung rüberkommen, aber andererseits gefiel es mir nie ganz, wie er Eona behandelt hat. Da wusste Eona nie, ob es ihm um Eona als Person oder um Eona als Macht ging.

      Löschen