Mittwoch, 4. November 2015

Rezension: Die Känguru-Offenbarung von Marc-Uwe Kling (Ullstein)

NICHT ERSCHRECKEN!!! - Dies war ein Anti-Terror-Anschlag des Asozialen Netzwerkes.

Diese Rezension wird Ihnen vorgestellt von BioBrause(Neee, auch nur 'n Känguru-Witz!)
Marc-Uwe, der Berliner Kleinkünst-, nein, Künstler ist deprimiert. Seine Selbstgespräche werden immer ernster, sein Psychiater wird zum Psycho und seit der Abschiebung des Kängurus ist das Leben trostlos im Sinne von ain't no sunshine when it's gone. Die Anti-Terror-Anschläge des Asozialen Netzwerkes kommen aber zurück und mit ihnen tritt wieder das allerbeste Känguru der Welt ins Licht! Das Känguru kehrt nämlich aus seiner Gefangenschaft zurück und macht es sich nach alter Manier wieder im Untergrund - also Marc-Uwes Wohnung - bequem, um die Grundfesten der Welt mit seiner endgültigen Offenbarung zu zerstören!

Zwischen philosophischen Diskussionen über Fantasy-Trilogien, einem Nicht-Drogen-Trip vorm Fernseher und der Frage, welches Geschlecht das Känguru hat, bereiten sich das Känguru und der Kleinkünstler auf die letzte, epische Schlacht gegen den kapitalistischen Pinguin vor. Denn die totale Weltverschwörung, größer als die Verschwörung um die Leibniz-Kekse aus Die Känguru-Chroniken, steht bevor, weil die Pinguine die Welt in einen gewaltigen Flughafen verwandeln wollen.
Quer durch die Welt begleitet Marc-Uwe das clevere Känguru, um wieder einmal im Namen des Asozialen Netzwerkes die Welt zu retten! Niemand wird sie aufhalten können, weder Ken der Guru noch der Sicherheitsmann aus den USA, who needs Marc so bad.

Ich bekomme gleich eine Schreibblockade - aus Frustrierung, weil es das letzte Buch aus der Reihe um das kommunistische Känguru ist. Ich djhuazhkiuq7362%/IHhhzdszgwqqlaäoqare

So, das war eine kleine Schreibblockade, aber es ist verflucht deprimierend, dass dies die letzten Geschichten des Kängurus sein werden! Wie immer witzig, spannend und ebenso zum Lachen wie Nachdenken anregend, weil unter dem Scherz stets eine gesellschaftskritische Wahrheit steckt, die man so im Alltag stets übersieht. Die gesamte Trilogie will ich mit einem Witzig-Stempel kennzeichnen (wer das Känguru kennt, kennt auch den Witzig-Stempel aus Buch 2), denn Marc-Uwe Kling ist ein Meister darin, kurz und bündig viel zu sagen. 
Dieses Mal erlebt der Leser jedoch die epische Schlacht zwischen Gut und Böse, Kommunismus und Kapitalismus, Schnapspralinen und Teewurst, Känguru und Pinguin. Ich gebe zu, dass das Känguru wirklich mein Leben verändert hat - immer wieder fallen mir seine Sprüche ein, treiben mir Lachtränen in die Augen und treffen genau die Sorte Humor, die ich gerne mag. Also mit Ironie und Wahrheit gewürzt, nichts kommt besser rüber als das Känguru mit seinem kleinen Künstler. In Zukunft muss ich mehr Humor-Bücher lesen. Denkt jetzt nicht, ich wäre eine total unlustige Person, ich liebe Witze aller Art, aber in Sachen Büchern war ich bisher immer der Fantasy-Fan.
Oh, ich werde es kläglich schwer haben, wie ich nun hier sitze, eine Hand untergeschlagen und die andre ruhet nachdenklich mit den Fingerspitzen trommelnd auf dem Laptop. So welch Klage werde ich unglückliches Kind anstimmen, wenn mir erst klar wird, wie sehr das Känguru meinem Leben einen höheren Sinn gab. Aber hallo! Jetzt will ich nicht gefühlsduselig werden! Forsch und heftig knalle ich einen Stempel mit 5 Sternen auf ,,Die Känguru-Offenbarung" von Marc-Uwe Kling. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, muss es lesen!!

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