Freitag, 2. Oktober 2015

Rezension: Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen von Akram El-Bahay (Bastei Lübbe)

Die feurige Rückkehr von Nyan ... Flammenwüste geht lodernd in die zweite Runde!

Die Suche nach dem ersten aller Worte geht weiter! Der Geschichtenerzähler Anûr ed-Din und sein schwarzer Drache Meno müssen, nachdem die Schlacht von Nabija einen alten Feind wieder zutage gebracht hat, das erste Wort finden, bevor ihre Feinde diesen gewaltigen Ursprung der Macht in ihre gekrümmten Klauen bekommen können. Aber ebenso vielfältig wie eine Sammlung von Geschichten ist der unbekannte Pfad, um das Wort zu entdecken.
Anûr, zusammen mit seinen engen Verbündeten Shalia, Fis und Sultan Masul, die andere Wege als Anûr einschlagen, sieht einem Geheimnis nach dem anderen entgegen. Erst ist es der Marid Asag, der Anûr und Meno zum Beginn ihrer Reise einen Hinweis auf die verlorene Geisterstadt Ghouna gibt, wo angeblich das erste Wort versteckt sein soll.

Doch die Feinde sind nicht untätig. Wirbelnd wie ein Sandsturm und ebenso tödlich krallt sich die Angst ins Herz, da der eigentlich längst tote Magier Nyan den Tod überlistet hat und jetzt rachsüchtig unter den Lebenden sein Unheil wie Gift verteilt. Ein Krieg droht, eine Schlacht zieht auf und trägt auf drohenden Schwingen den mächtigen Drachen Minthal heran, den Bruder von Meno.
Aber wie viele Opfer kann sich Anûr leisten, um die Welt zu retten? Zuerst muss er das schwindende Leben seines Drachen retten, ehe das Schicksal ihn erst unter den Sand führt und noch tiefer ins Jenseits der Toten verschlägt, um dort gegen seine eigene Angst zu kämpfen. Aber würde Anûr auch alles tun, um seinen Feind Nyan zu töten?
Dieser Zwiespalt entscheidet sich über dem Himmel von Hambar, der schwimmenden Stadt auf dem Roten See. Dort wartet Shalia mit ihren Gefährten, um Anûr indirekt bei dem Kampf zu unterstützen, was Shalia tief unter Hambar führt. Plötzlich kommt die Wahrheit ans Licht und das erste Wort zeigt seine Anwesenheit. Gleichzeitig bricht ein gnadenloser Kampf über Hambar herein und Anûr stellt fest, dass seine größte Liebe, Shalia, zu seinem größten Feind wird ...

,,Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen" von Akram El-Bahay ist noch feuriger als der erste Band, der mich bereits versengte und entfachte. Ich bin ja so schon ziemlich von Drachen fasziniert, aber die Flammenwüste-Reihe, für die noch ein Buch geplant ist, gibt allem einen magischen Reiz.
Bildlich-detailliertes Kopfkino prasselt auf den Leser ein. Der wortgewaltige Schreibstil umschnörkelt die fantastischen Elemente aus klassischer Fantasy und einem orientalisch angehauchten Thema.
Die Handlung war hier etwas heftiger als im ersten Buch - hauptsächlich dadurch, dass es so viele unerwartete Punkte gibt und der Cliffhanger war der einzige Minuspunkt insgesamt. Leider ist es aber immer so, dass eine besonders begehrte Fortsetzung nie da ist, wenn man gerade weiterlesen will. Innerhalb des Buches gibt es immer wieder zusätzliche Märchen, die am Ende aber oft eine Art Zusammenhang mit der aktuellen Handlung entfalten. Die Karten im Buch machen dieses Mal das Abenteuer in der Flammenwüste ,,realistischer" - wenn man das bei einer Fantasywelt so sagen kann.
Da waren wir am Ende eines großen Abenteuers, für das ich jetzt die Sonnenstrahlen der Wüste zwischen den Fingern einfange, um gleich einer Märchenfigur aus dem Licht ein letztes Urteil von 5 Sternen zu schaffen. Mögen diese Sterne den Weg in eine dunkle Zukunft weisen, um Nyan zu vernichten und Gerechtigkeit zu schaffen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen