Samstag, 31. Oktober 2015

Happy Halloween! Über Weidenkätzchen und Überlebenstipps ..

Halloween ist zwar ein Fest, für das ich keine gewaltige Begeisterung zeige, aber da es ja viele Fans gibt, ließ es sich nicht vermeiden, euch eine schaurige Nacht zu wünschen! Ein paar todsichere, auf multikultureller Mythologie beruhende Tipps habe ich aber für die Zeit, wenn Vampire die Zähne blecken und sich auf Süßkram stürzen.
Achtet darauf, dass ...
  • keine Shinigamis mit roten Äpfeln in der Hand über den Weg laufen (Ryuk lässt grüßen)
  • keine Hunde, Katzen und Mäuse heute über die offenen Gräber der Toten springen. Na gut, in Europa findest du wohl heute keinen Friedhof mehr, wo die Toten in offenen Gräbern liegen. So etwas findet man nur in der typischen Darstellung von Prag in vielen Fantasybüchern :)                                                                                                                   Mann, wie gern will ich Prag mal sehen, denn diesen besonderen Flair soll auch das reale Prag besitzen wegen seiner altertümlichen Düsterheit und besonderen Atmosphäre in den alten Gässchen der Alchimisten des Heiligen Römischen Reiches. Natürlich fanden sie nie den Stein der Weisen, nur Harry Potter fand ihn. In welchem Kulturkreis gibt es nicht den menschlichen Wunsch nach Unsterblichkeit?
  • ihr nicht zu nah den dunklen Weidenbüschen kommt. Besonders in Osteuropa trägt die Weide den Ruf, dass sich in ihr die Totengötter verstecken. Als Schutz gegen böse Geister und Hexen schnitt man ferner Schlehenzeige, in denen gute Mächte steckten. Wisst ihr, woher die Geschichte der Weidenkätzchen gibt? In Polen sagt man, dass mal eine Katzenmutter klagend am Ufer saß, weil ihr Herr gerade dabei war, ihre Kätzchen zu ertränken. Die Weiden (schon wieder Weiden) bekamen Mitleid mit der tierischen Mutter und neigten ihre Zweige ins Wasser, um die nahezu ertrunkenen Kätzchen aus den Fluten zu fischen.
  • die Giltine, eine Mythologiegestalt aus dem Baltikum, sich nicht blicken lässt. Die Giltine ist eine baltische Todesgöttin und als Drude/Hexe bringt sie den Menschen nur Tod und Elend. Taucht sie in einem weißen Kleid auf, wird sie nach den Sagen in das Haus eines Kranken treten und jenen erwürgen. Als Schutz vor Druden aller Art kann man in vielen Geschichten beobachten, dass immer ein Fluss das Dorf vom düsteren Friedhof trennte. Und Hexen sollen ja bekanntlich wasserscheu wie schwarze Katzen sein.  
  • ,,Samhain" eigentlich der richtige Name für Halloween ist. ,,Allerheiligen" ist aber die grobe Übersetzung von ,,all hallows eve". Samhain ist dagegen das keltische Hexen-Neujahr.
So, jetzt aber Schluss, denn gerade lese ich ein paar Rezensionen zu einem Buch durch, das extrem vielversprechend klingt und von mir gelesen werden muss: ,,Vampirromane sind zum Kotzen. Ein Vampirroman" von Isabell Schmitt-Egner.

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