Montag, 28. September 2015

Rezension: Ritter dunklen Rufs von David Gemmell (blanvalet)

Ritter dunklen Rufs ... sie sind nicht mehr, aber in ihrem Namen tobt der Kampf gegen das Böse!

Vor Jahren waren die Ritter der Gabala Kämpfer für Gerechtigkeit und Freiheit im Reich der Gabala. Und heute sind sie längst untergegangen, nur noch Stoff für Geschichten und alte Träume, die heute niemand mehr träumt. Die Vergangenheit ist nicht mehr, aber sie hat Auswirkungen auf das Jetzt. Schneestürme fegen über das winterliche Land und die Fesseln des Schicksals wurden längst geschmiedet, um zahlreiche, verschiedene Leute aneinander zu schweißen. Tyrannei, Sklaventum und Unrecht suchen das Volk heim, Intrigen zerfressen die Reihen des Adels und der machtgierige, kaltherzige Zauberer Okessa von Mactha webt Gespinste aus dunklem Zauber, um grauenerregende Ungeheuer zu erschaffen.
In den Wäldern sammeln sich Scharen vo Ausgestoßeen und Gesetzlosen, um dem kalten Winter zu trotzen. Doch dunkle Vorzeichen wallen auf: plötzlich erfüllen zweistimmige Schreie und im eigenen Blut erfrorene Leichen die Wälder, weil nachts die riesigen Monster die Krallen ausfahren, sich die verzerrten Lippen lecken und aus ihren zwei Köpfen Schreie ausstoßen.
Selbst die Magie der Farben, die im alten Mann Ruad fließt und auch den mündig gewordenen Jungen Lamfhada erfüllt, kann die Kreaturen von Okessa nicht aufhalten. Ein Winter, wie er noch nie war, schreitet heran und ihm folgen 8 böse Ritter in roten Rüstungen. Doch Rettung vor den Geschöpfen des dunklen Bösen ist vielleicht zu spät, weil die ruhmreichen Ritter von Gabala, die Kämpfer für das Gute, geradezu myteriös verschollen sind. Doch, wenn sich all jene Geächtete und Gesetzlosen versammeln, könnten sie gemeinsam eine Armee der Rebellen aufstellen, um wie die Ritter aus den Geschichten des sanften Dichters Nuada Silberhand den finsteren Mächten zu widerstehen.
Der Bogen der von Männern begehrten Schützin Arian wird nutzlos sein, die Axt des Rebellenanführer Llaw Gyffes wird nicht  helfen und keinen Schutz wird es geben, wenn wie von Lamfhada geträumt im Frühling die Roten Ritter des Königs Ahac unter der Führung von Ritter Cairbre nahen werden. Das lebende Grün des Frühlings gerinnt zu einem blutigen, dunklen Rot ... Aus dem Leid heraus treten die Ritter dunklen Rufes!

,,Ritter dunklen Rufes" von David Gemmell ist ein Feuerwerk aus allem, was typische Fantasy so beinhaltet. Es ist eine Schlacht und eine knospende Hoffnungsblüte für die Figuren, deren Vielfältigkeit am Anfang noch leicht verwirren kann. Erst später entwickeln sich in dem Kampf des Guten gegen das Böse alle Zusammenhänge, wobei zwischen den verschiedenen Perspektiven hin und her gesprungen wird. Ein Pluspunkt bei dieser sich komplex entwickelnden Handlung.

Ich muss mehr Bücher von Gemmell lesen; der Autor beweist mit allem, was gutes Kopfkino ausmacht. Es ist zwar stellenweise zäh, aber das stört nicht, wenn man voll und ganz in dem eher kurzweiligen Fantasybuch über Gabala versinken will. Die Ideen, dass die Magie in Farben vorhanden ist, finde ich sehr originell, wobei die Gestalt des Dagda einfach nur fantastisch ist. 

So viel kann ich gar nicht zu ,,Ritter dunklen Rufs" sagen; mir gefällt dieses Buch einfach, obwohl es nicht gleich ein totales Welt-Meisterwerk ist. Deshalb ziehe ich schneidend-klirrend die silberne Klinge meines Rezensentenschwertes heraus und lasse die Macht des Goldes in mich fließen, ehe ich zum endgültigen Schhlag aushole und den Kopf des Bösen abschlage. Aus der zersplitterten Schwärze fallen 4 goldene Sterne, ebenso strahlend wie gefährlich.

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