Mittwoch, 2. September 2015

Rezension: BronzeHaut von Andreas Dutter (spielberg Verlag)

BronzeHaut ... Wenn die Elemente sich vereinen, um gegen die Dunkelheit zu kämpfen!

Eine Welle der Zerstörung rollt über das Land, weil königliche Soldaten der Dynastie Faungold die freien Völker vernichten und ihre Dörfer in Schutt und Asche legen. Die grausame Königin Cynthia hat die Herrschaft übernommen, um jeden Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Ihre Dunkelheit und ihr Zorn sind mächtiger als normale Kräfte, aber das Schicksal erwählt 5 junge Menschen, die in sich die Macht der Elemente tragen ...
Der Sohn der Königin, Fynn, schafft die Flucht vor seiner tyrannischen Mutter und begibt sich in die weite Welt hinter den Schlossmauern, wo die blutigen Zerstörungen gleichzeitig Hoffnung hervorbringen.


In einem Dorf erlebt die 17-jährige Lyria gemeinsam mit ihrem besten Freund Zenon, wie ihr gesamtes Dorf auf einen Schlag ausgelöscht wird und nur noch Leichen und Ruinen vorhanden sind. Wie ein magisches Licht setzt sich in ihnen der Wunsch fest, auf jeden Fall ihre Leute zu rächen! Mit der Wut eines Blitzes macht sich Lyria auf dem Weg zur Rache, begleitet von Zenon, in dem die Verzweiflung ein tiefes Feuer entfacht hat.
Kyrina, ein junges Mädchen, ist die einzige Überlebende in ihrer Ortschaft und schwört, dass sie wie ein rächendes Licht auf ihre Feinde stürzen wird. Ihre gesamte Kindheit hat sie verloren, seit die Männer des Königs ihr Familie vor ihren Augen getötet hat.
Cenzo, ein erfahrener Abenteurer, verliert seine alte Vergangenheit, als sich die drohende Vernichtung seiner Heimat wie ein Sturm ihn überrollt, aber er verliert nicht die verzweifelte Hoffnung und drückt sich wie ein schneidender Windstoß gegen die Gefahren.
Fynn sieht mit eisiger Klarheit die Zukunft vor sich, aber er muss sich entscheiden, ob er es schaffen könnte, seine von der Dunkelheit besessene Mutter aufzuhalten und gar zu töten.
Mit gemeinsamen Kräften müssen sich diese fünf Gefährten, die sogenannten Elemente, gegen die Mächte der Dunkelheit stellen. Ihre Feinde lauern in jedem Schatten und die großen Opfer, die die Elemente gezwungen sind zu geben, erschüttern ihr Vertrauen ineinander. Lyria, Zenon, Fynn, Kyrina und Cenzo stehen vor den Pforten in eine unsichere Zukunft, wo Licht und Dunkel im Endkampf alles entscheiden werden. Vor langer Zeit gab es nämlich einst eine Frau namens BronzeHaut, die alle Elemente in sich vereinte und am Ende von der Dunkelheit besiegt wurde - doch die Gegenwart wird anders enden.
Lyria muss sich neben den Gefahren noch zwischen zwei jungen Männern entscheiden - will sie Zenon, den sie schon ihr Leben lang kennt? Oder Fynn, den stillen Eisprinzen aus ihren nächtlichen Träumen? Hass und Misstrauen gedeihen...

,,BronzeHaut" von Andreas Dutter ist wirklich mein Fantasy-Highlight im letzten August gewesen. Magie, finstere Mächte, lebendige Charaktere und ein allgemeiner Misch aus alles, was Kribbeln auf der Haut erzeugt, erschafft hier eine grandiose Story, vor der man fast schon ehrfürchtig zurücktreten könnte!
Die Handlung traf meinen Geschmack: gute Charaktere treffen auf die plötzliche Bedrohung und entdecken in sich, dass sie wilden Hass empfinden können. Sie spüren in sich, dass die Elemente sie auserwählt haben, um gegen die Düsternis zu kämpfen. Im Allgemeinen konnte ich beim Lesen mir die gesamte Handlung fast wie ein Fantasy-Rollenspiel-Game vorstellen, so im Stile von Spielen wie ,,Final Fantasy" und ähnliches. Die Magie, die Elemente und sogar die Gespräche erinnern an den Aufbau eines Rollenspiels.

Der Schreibstil von Andreas Dutter ist vielschichtig: er spielt mit Worten, baut Spannung zu Schlössern und macht aus Worten gewaltige Festungen. Hm, klingt das zu poetisch? Na gut, Dutter schreibt einfach in einem Stil, der einen Rundumblick auf das Innenleben jeder Figur erlaubt. Das gefällt mir, denn wäre das Buch nur aus einer, z.B. Lyrias Sicht geschrieben, wäre viel weg gegangen.
Manche Wendungen sind extrem unerwartet. aber das macht gerade den Reiz aus! Allerdings gab es auch hier einen Cliffhanger - und hätte das Buch mich nicht so umgehauen, würde ich wegen dem plötzlichen Ende fast schon einen Stern abziehen!

Viele Worte, eine Bedeutung: ich kann es kaum erwarten, bis die Fortsetzung zu ,,BronzeHaut" herauskommt! Ich lasse die Macht der Elemente auf mich abfärben und hebe mein Rezensentenschwert bis über den Kopf. Eis und Feuer laufen entlang der Schneide, das Metall glüht wie Licht und starker Wind lässt Blitze um die Klinge zucken, ehe ich ansetze und in einer fließenden Bewegung 5 Sterne vor den dunklen BronzeThron stürzen lasse!

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