Montag, 28. September 2015

Montagsfrage: Erinnerst du dich an ein Buch mit ausgefallenem, realen Schauplatz?

Letzte Nacht war die Mondfinsternis. Über den nachtschwarzen Himmel erhob sich, einem Tropfen Blut gleich, der rot umschattete Mond, um mit seiner Herrlichkeit des astronomischen Ereignisses uns kleine, nichtige Menschen in den Bann zu schlagen. Nach dieser Beschreibung fragt mich vielleicht jemand, ob ich selber die Mondfinsternis mit den Augen verfolgt habe.
Antwort (dezentes Hüsteln, kurz zögernd an den ausgefransten Rissen meiner Lieblingsjeans zupfend): Nein, ich habe die Mondfinsternis verpennt. Ich habe mir gerade aber Bilder angeschaut und muss sagen, dass ich nun wirklich nicht ,,verzaubert" von einem roten Mond bin. Viel lieber würde ich mal eine richtige, totale Sonnenfinsternis live erleben. Das müsste sich wahrscheinlich richtig unheimlich anfühlen. Ungefähr so unheimlich spannend wie der Film ,,Donnie Darko", den ich mir erst vorgestern angesehen habe - ein klasse Film, besonders die Diskussion über die Schlümpfe und Schlumpfine war echt witzig :)

Nach all diesen erleuchtenden Worten kann ich jetzt ganz entspannt die Montagsfrage vom Buchfresserchen beantworten. Es ist bereits das 11. oder 12. Mal, das ich bei der Montagsfrage mitmache. Die heutige Frage ist kniffelig: Erinnerst du dich an ein Buch mit ausgefallenem, realen Schauplatz?


Na sieh mal einer an, auch hier muss ich - intuitiv gesagt - verneinen. Meine meisten Bücher sind im Bereich Fantasy und Dystopie angesiedelt. Aber ich kann nicht Länder wie Gabala, Rohan, Albion, Alagaësia, Fincayra u.s.w. nennen, weil sie halt nicht real sind. Ebenso wenig nenne ich jetzt Panem oder Chicago, obwohl es Chicago gibt, aber dort sicherlich keine Fraktionen herrschen. Einen realistischen Schauplatz findet man nur selten - selbst Bishop's Lacey, wo Flavia de Luce ihre Vorliebe für Leichen und Gifte pflegt, ist eher fiktiv.
Aber halt mal ... Gerade denke ich an Dan Brown ... Aber klar doch!

,,Inferno" von Dan Brown spielt an ausgefallenen, realen Orten. Erst wacht Robert Langdon mitten in Florenz auf und beginnt die Jagd nach einem Pathogen, der - wie es sich erweist - einen Drittel der Menschheit steriliert hat. Es ist Inferno. Das große Finale dieses Thrillers führt nach Istanbul, wo das Vermächtnis des Wissenschaftlers Zobrist ein gewaltiges Inferno tiefer Wahrheit entfesselt. Ich finde, dass ,,Inferno" das beste Buch aus der Robert Langdon-Reihe ist und ich frage mich, welch Bücher weiter von Dan Brown geschrieben werden. Sogar die Filme dazu - The Da Vinci Code, Illuminati - fand ich relativ gut, auch wenn ich mir Robert Langdon anders vorgestellt habe und die Handlungen recht anders waren.

Und damit habe ich auch für heute wieder die Montagsfrage beantwortet! Oh, und gerade will es anfangen zu schütten - jetzt muss ich aber schnell für das Kaninchen ein wenig Grünzeug rupfen, bevor der Regen als Sintflut herabstürzt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen