Freitag, 11. September 2015

Filmmeinung: V wie Vendetta (2005)

Inhalt: Großbritannien ist ein totalitärer Staat unter der Führung des machtwahnsinnigen Großkanzlers Adam Sutler, dem Anführer der Nordfeuer-Partei. In diesem Land wird alles kontrolliert, brutal beherrscht und unterdrückt, seit in den ehemaligen Vereinigten Staaten ein Bürgerkrieg geherrscht und ein Virus unzählige Menschen getötet hatte. Nur ein Mann strebt die Befreiung seiner Leute an: V, ein intellektueller und von Rachsucht getriebener Mann hinter einer Guy-Fawkes-Maske. Exzentrisch und brutal, empfindsam und rachsüchtig zugleich. V will als maskierter Kämpfer mit Anschlägen das tyrannische Regime zur Strecke bringen, um seine persönliche Vendetta auszuüben.
Als Evey V trifft, nachdem er sie vor Agenten der Regierung beschützt hat, geschieht mit ihr ein Wandel: sie kann nicht mehr die Ungerechtigkeit in der Welt aushalten. Evey wird sich bewusst, dass ein Symbol allein nicht zu Freiheit und Gerechtigkeit führen wird. Aber wenn sich hinter diesem Symbol, einer Maske, zahlreiche Menschen versammeln, kann man die grausame Unterdrückung der britischen Gesellschaft besiegen.

Trailer: 




Meinung: Mitreißend, packend, glänzend wie ein Feuerwerk inszeniert und perfekt auf den Charakter des mysteriösen V zugeschnitten - das ist der dystopisch-futuristische Thriller ,,V wie Vendetta". Der Mann, der hinter der Maske steckt, ist aber nicht so mysteriös: es ist Hugo Weaving, der allseits bekannte Elrond aus Bruchtal. Effektvoll hat mich dieser Film gefesselt, besonders durch V, der eine widersprüchliche Figur ist. Trotz seiner kaltblütigen Vendetta wirkt V in den fiktiven 2030er menschlicher als die dargestellte faschistische Partei, die das einfache Volk wie Evey unterdrückt. Die erst normale Evey, die sich später zur Freiheitskämpferin entwickelt, wird dabei von Natalie Portman dargestellt.
Manche Filme liefern einfach nur simple Kampfszenen, wo alle nur aufeinander losgehen und der Zuschauer eher gähnt als vor Spannung wie festgefroren ist. Hier in der Comicverfilmung ,,V wie Vendetta" sind die Kämpfe mit V's Raffinesse untermalt. Seine Verkleidung finde ich am besten, wobei ich mich fast schon darüber ärgere, warum nie sein Gesicht unter der Maske gezeigt wurde. Ehrlich gesagt ist das ja gerade das gute - der anonyme Freiheitskämpfer bleibt stets unerkannt, bis zu seinem von Rosen gekränzten Tod, der mit Feuerwerk und Explosionen die Freiheit bringt.
5 von 5 Sternen, das ist meine glorreiche Bewertung für ,,V wie Vendetta".

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