Samstag, 1. August 2015

Rezension: Der Clan - Renn um dein Leben! von Phillip Gwynne (Boje, Bastei Lübbe)



Dominic Silvagni lebt für das Laufen und die Schnelligkeit - aber kann er gewinnen? Rasante Action!

Dominic ,,Dom" Silvagni mag zwar ein reiches, australisches Kid mit italienischen Vorfahren sein, aber das hindert ihn nicht daran, hochtrabende Ziele vor Augen zu haben: harte und schweißtreibende Arbeit und tägliches Training nimmt er auf sich, um seine Fähigkeiten als ausdauernder Läufer zu stählern. Jeder Tag begint mit seinem verhassten Song Who Let the Dogs Out, um mit Ausdauertraining und verspannten Beinmuskeln zu enden.

Der Morgen seines 15. Geburtstags ist in keiner Weise anders, abgesehen von einer extrem unerwarteten Überraschung: sein Vater und sein Großvater-Trainer Gus weihen ihn ein, dass alle Männer der Silvagni-Familie in Dominics Alter eine Schuld abarbeiten müssen. Eine Schuld gegenüber den 'Ndranghetaa, besser bekannt als Der Clan. Jede Schuldbegleichung ist an eine Mission gebunden und schafft man es nicht, wird einem ein Pfund Körperfleisch genommen.

Dominics Aufgabe ist es, den Zolt - einen flüchtigen Kriminellen und Facebook-Star, innerhalb einer bestimmten Frist zu packen.Eigentlich heißt der Zolt Otto Zolton-Bander, aber irgendwie schafft s Dominic, sich in einem Netz aus Geld, Superreichen und Geheimnissen zu verfangen. Er verbündet sich mit dem unheimlichen Macho-Privatdetektiv Hound de Villiers, aber jeder Schritt von Dominic endet in einer rasanten Hetzjagd, bei der nicht alles sehr happy-go-lucky enden wird. Nicht, bevor Dominic sein Rennen gegen die Zeit und seinen Marathon auf Leben und Tod gewonnen hat.

Jedoch gibt es Momente, wo selbst gute Ausdauer und trainierte Muskeln einem nicht mehr weiterhelfen ...

,,Der Clan - Renn um dein Leben!" vom Australier Phillip Gwynne ist ein rasantes Jugendbuch, das mich aber nicht vollkommen überzeugen konnte. So um 93, 159 % finde ich dieses Buch klasse. Ausdauer und Laufen sind zwar nicht Themen, mit denen ich mich gut auskenne, aber hier steht Sport sehr im Vordergrund. Dominic, dessen Alltag vom Clan zerrüttet wird, handelt nach dem Motto: wer nicht gewinnen kann, muss disqualifiziert werden. Das Leben ist sein Wettkampf.

Der sehr flotte Schreibstil liest sich so flüssig, dass man mit dem eher dünnen Buch sehr schnell fertig ist.Bahnbrechend wird man in die Handlung geworfen, ebenso schnell fliegst du raus und brüllst verärgert: ,,Wie, das war es auch schon?"

Der gehetzte Flair der Handlung liegt auf dem Buch wie ein Dunst, den man nicht durchbrechen kann. Immer geht es atemlos zu, was der Autor ziemlich gut beschreiben kann. Atmosphäre trifft auf Action.

Der indirekte Biss von Dominics Sarkasmus lässt einen an manchen Stellen stutzen, ehe man lachend die Wortspiele versteht. Viele Szenen sind schlichtweg genial. Am Anfang ist die Spannung eher noch langsam, ehe sie gegen Ende die volle Fahrt aufnimmt und im Endspurt für viele Wendungen sorgt. Das Finale ist eine wortwörtliche Crashlandung, die große Erwartungen für ,,Der Clan" 2 übrig lässt.

Ich nehme ein Brandeisen, wie es auch Der Clan verwendet, und drücke dem Buch das Zeichenn von 3 Sternen auf, gleißend hell wie die Sonne im trockenen Outback.

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