Dienstag, 7. Juli 2015

Rezension: Tougard - Seelenseher von Cornelia und Dominic Franke (Papierverzierer Verlag)


In Tougard ist alles möglich ... Der Seelenseher aus Tougard fesselt den Leser!

Charlie Andrews ist der Außenseiter an seiner Schule, stets benachteiligt und einzelgängerisch im Schatten seiner Mitschüler. Nur Ann, seine flammend rothaarige Freundin und begnadete Mechanikerin, steht ihm im Alltag zur Seite, ohne dass sie merkt, dass Charlie mehr als Freundschaft für sie empfindet.

Und plötzlich wird er aus der Realität gerissen und landet Hals über Kopf in Tougard, der besonderen Schule für Begabte; also Menschen mit besonderen Fähigkeiten und Talenten. Charlie soll an der von Trench geleiteten Schule seine neuen Begabungen als Heiler entdecken, jedoch stellt er fest, dass er so gar nicht ein Heiler sein kann, weil nichts klappen will. Nach und nach lebt er sich in der mystisch erscheinenden Welt von Tougard ein, wobei er Leute findet, die ihm immer wieder helfen: der kleine Japaner Daisuke und die großmäulige Französin Becca. Doch welche Geheimnisse verbergen sich unentdeckt in den Weiten der burgähnlichen Schule, die stets von Regen belagert ist? An diesem geheimnisvollen Ortt, wo lebende Statuen wissen, dass dunkle Zeiten am südlichen Horizont auftauchen?

Die finsteren Andeutungen der Prophezeiung um den Seelenseher deuten sich an, als Charlie aus Tougard kurz in die Realität zurückkehrt und dabei Ann mit sich nach Tougard nimmt. Ann wird als die neue Mechanikerin willkommen geheißen und Charlie kann kaum den leisen Schmerz vertragen, da sich Ann von ihm distanziert.
Eines Nachts wird Tougard angegriffen, von dem kämpfenden Scharen einer fernen Stadt, die das totale Gegenteil von Tougard ist: Emrond. Emronder entführen fast alle Mädchen, sodass sich Charlie gezwungen sieht, die gefährliche Reise nach Emrond auf sich zu nehmen. Besonders deswegen, weil ein Mann namens Rufus die Mechanikerin für sich beanspruchen will.
Emrond ist ein verlorenes, zwielichtiges Loch für Sünder und missgeratene Begabte. Eine Stadt, wo auf den Dächern ein vermummter Assassine auf der Lauer ist. Später wird dort ein entscheidender Kampf ausgefochten, wo sich das liebende Licht des Lebens gegen die Kälte des Tods behaupten muss ...

Dank der Leserunde und Buchverlosung auf LovelyBooks bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte, Papierverzierer Verlag!
Eine relativ normal beginnende Geschichte um einen Jungen endet in einem rasanten Abenteuer; ich versprach mir von Anfang an viel, aber nach mehreren Seiten hatte m
ich das Autorenduo Cornelia und Dominic Franke fest im Griff. Überraschende Wendungen und zu betrauernde Charaktere lassen einen nach dem Finale sprachlos zurück, aber insgeheim jubelt jeder darüber, dass am Ende doch alles irgendwie gut lief.
Bildhaft, witzig und fesselnd - so muss der perfekte Schreibstil sein Problemlos konnte ich mich in jede Hauptfigur hineinversetzen, da die Autoren so etwas wie eine Vielschichtigkeit der Perspektiven  aufgebaut haben. Charlie - und nicht Claire, wie es der fiese Peel aus Tougard sagt - ist ein sympathischer Charakter mit natürlichen Schwächen und Stärken. Ann ist manchmal etwas nervig, besonders wegen ihrem Benehmen gegenüber Charlie. Ehrlich gesagt hoffe ich wegen dem offenen Ende nur auf eine Fortsetzung.

Und somit komme ich zum letzten, endgültigen Fazit. Ich schnappe mir mein Ringmesser (inspiriert von Avid, dem Assassinn) und lasse 5 messerscharfe Sterne fallen, so glühend wie das Licht einer lebendigen Seele.

1 Kommentar:

  1. Huhu :) Die Rezension gefällt mir echt gut undd as Buch könnte auch was für mich sein. Hatte bisher noch nichts davon gehört, werde es mir aber direkt nochmal etwas genauer anschauen :)

    Liebe Grüße, Krissy
    www.tausendbuecher.blogspot.de

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